Freitag, 27. Dezember 2013

Warum der Euro die Krisenzeit überstehen wird

Kritiker des Euro finden im mangelnden Wirtschaftswachstum, der hohen Arbeitslosigkeit und staatlichen Schuldenlast, sowie den finanziellen Krisen in der Eurozone genug Material, um den Fortbestand des Euro in Frage zu stellen. Wachstumsdifferenzen innerhalb der Eurozone, sowie geringere Löhne für Arbeiter in schwachen Mitgliedsstaaten würden dafür sorgen, dass die Fiskalunion nicht von langer Dauer wäre. Doch hingegen aller Prognosen sei anzumerken, dass sowohl die EU, als auch die EZB bisher einen überzeugenden Job gemacht haben.

Die Kraftreserven der Währungsunion
Die wirtschaftliche Annäherung der Eurozone untereinander ist eine Herausforderung, die noch viel Zeit und Geduld erfordert. Eine übersichtliche Preisstabilität ist notwendig, egal ob Bürger und Finanzspezialisten in Deutschland oder Griechenland befragt werden. Als ehrgeizigste Idee aller Zeiten bezeichnet, hat die Währungsunion auf lange Bahn gesehen Vorteile gebracht, auch wenn das Risiko der Nachteile vielleicht ein wenig unterschätzt wurde. Wirtschaftliche Frühindikatoren weisen derzeit auf eine Erholung des Euro hin und sind als Zeichen zu werten, welches nun langsam beginnt, Früchte zu tragen und die grundlegenden strukturellen Reformen zu befürworten. Innerhalb der Eurozone herrscht immer mehr Gleichgewicht, welches ebenfalls für die richtige Entscheidung zum Erhalt des Euro als Gemeinschaftswährung spricht.

Sollen Krisenländer den Euro aufgeben?
Spekulativ wird überlegt, ob sich die Krisen in Irland, Griechenland oder Spanien bessern würden, wenn sie aus dem Euro austreten und zurück zur ursprünglichen Währung kehren würden. Der Preis für ein Ausscheiden aus der Eurozone wäre bei weitem höher als der Preis, den Krisenländer für eine Rettung der Wirtschaft und den Verbleib in der Eurozone zahlen müssen. Für Schuldenstaaten ist es trotz Proteste und Unruhen der Bürger im Land besser, im Euro zu verbleiben und die Hilfen der europäischen Union anzunehmen. Die EZB wird alles Notwendige tun, um eine Stabilität in der Geldpolitik zu begünstigen und trotz vermehrter Drucke von Banknoten, eine Steigerung der Inflation auszuschließen. Von weiteren unkonventionellen geldmarktpolitischen Maßnahmen ist die Rede, wie derzeit vom neuen LTRO Programm. Der politische Wille in der Eurozone ist so stark, dass trotz vieler Überlegungen und Gedanken bisher noch kein Mitgliedsstaat die EWU verlassen hat.

Ein starkes Europa wächst gemeinsam
Die hohe Arbeitslosigkeit ist derzeit die größte Sorge in der Eurozone. Vor allem in Krisenländern herrscht eine Flut an Arbeitslosigkeit, von der eine Menge Jugendlicher betroffen sind. Auch Sparmaßnahmen und gesunkene Löhne stoßen nicht auf die Akzeptanz, die sich innerhalb der Eurozone erhofft wurde. Doch trotz aller Unruhen und sozialen Einschränkungen steht es für die Politik der Krisenländer außer Frage, die Hilfen abzulehnen und zurück zur vor dem Euro präsenten Währung zu kehren. Dies begründet sich nicht allein in den bisher erhaltenen Hilfen, sondern vor allem in der realistischen Betrachtung der Tatsache, dass ein Ausscheiden aus der Eurozone keine Besserung der wirtschaftlichen Lage nach sich ziehen würde. Nun heißt es innerhalb der Eurozone, die schwachen Mitgliedsstaaten wirtschaftlich zu stärken und der Arbeitslosigkeit und Armut in diesen Ländern die Stirn zu bieten. Der Euro wird die Krise überleben und sich als stabile und dauerhafte Währung auf dem Markt behaupten, sowie Handelsbeziehungen und wirtschaftlichen Aufschwung weiter begünstigen.

  Lastminute-Express.de
Werbung

Montag, 23. Dezember 2013

Anlagekommentar November 2013 - Aktuelle Trends in der globalen Wirtschaft

Der hauptsächliche Träger des Wirtschaftswachstums der Industrieländer war in den vergangenen Jahren die USA. Hingegen dessen hat sich die Konjunktur in Europa abgeschwächt, was aufgrund der restriktiven Finanzpolitik absehbar war. Im zweiten Quartal 2013 war eine moderate Entspannung zu erkennen, welche als erstes Wachstum seit 2011 bezeichnet werden kann. Aber auch in den übrigen Regionen zeigen die Wirtschaftsdaten in den Sommermonaten eine positive Überraschung in Form steigender Tendenzen auf.

wirtschaftstrends_2013_11

 Keine Dynamik in der Erholung in Sicht
Aufgrund der Frühindikatoren lässt sich bereits jetzt erkennen, dass die USA und Europa erneut an Schwung verlieren werden. Von einer dynamischen Erholung auf dem Wirtschaftsmarkt kann derzeit nicht die Rede sein. Hierbei spielt die dauerhafte Budget Debatte eine übergeordnete Rolle und beeinflusst den Markt ersichtlich. Der Wirtschaftsmarkt erholt sich, muss aber immer wieder mit Flauten und Rückschlägen rechnen. Im Gegensatz zu den USA und Europa hat die Wirtschaft in Japan einen deutlichen Aufschwung erlebt. Hier ist ein im April 2014 ein Test angestrebt, in dem die Umsatzsteuer von derzeit 5% auf 8% angehoben werden soll. In den Schwellenländern, in Asien und Lateinamerika, sowie in der Region EMEA zeigt sich das Wachstum schwächelnd. Der Tiefpunkt sollte unterdes aber erreicht sein.

Prognosen für 2014Mit hoher Erwartung startet die Wirtschaft ins neue Jahr. Seit 2010 soll die Weltwirtschaft im kommenden Jahr das höchste Wachstum erzielen. Dennoch zeigt sich das globale Wachstum schwächer als bisher, da die Eurozone sich nur mühsam erholt und die Entwicklung in wichtigen Schwellenländern stagniert. Während diese im vergangenen Jahrzehnt sichtbar gewachsen sind, haben die Eurokrise und Finanzkrisen in Folge, dass die Wirtschaft dem Aufwärtstrend nicht so folgen kann wie bisher. Im Allgemeinen wird sich der Markt aber stabilisieren und durch ein erkennbares Wachstum auch wieder interessant für Anleger und Investoren mit einem geringen Risiko Bedürfnis werden.

ÖffnungszeitenBuch Werbung

Dienstag, 10. Dezember 2013

Ankauf oder Ausstieg - Welche Rolle spielt der Kaufzeitpunkt für den Anleger

Günstig kaufen und mit ansprechender Rendite verkaufen ist der Aspekt für einen erfolgreichen Aktienhandel. Doch wie erkennen Sie den richtigen Zeitpunkt für den Kauf und wissen, wann Sie aussteigen sollten? Da die Differenz zwischen Hoch und Tief mitunter enorm ist, spielt der Kaufzeitpunkt bei Aktien und Rohstoffen, aber auch bei verschiedenen Renditepapieren eine übergeordnete Rolle. Bei allen Anlageformen mit schwankenden Kursen ist es notwendig, vor der Kaufentscheidung den Markt zu beobachten und sich einen Überblick zu beschaffen. Da die Zinsen auf risikolose Anlagen so niedrig sind, investieren immer mehr Sparer direkt in die Börse und versprechen sich eine hohe Rendite. Im ersten Halbjahr 2013 entschieden sich 7,5 Prozent der Bundesbürger für Aktien als Direktanlage und 6,5 Prozent für Fonds. Durch den derzeit konstanten Anstieg ist es ratsam, mit einer Entscheidung nicht länger zu warten und so die Chance auf ansprechende Rendite nicht zu verpassen.

Die Marktbeobachtung vor dem Aktienkauf
Bei jeder Aussicht auf Rendite sollten Sie als Anleger aber auch vor Augen haben, dass Sie mit Verlusten rechnen müssen. Je variabler die die Kurse sich zeigen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, nicht immer einen attraktiven Gewinn zu erzielen. Wissen Sie durch eine intensive und langfristige Beobachtung des Markes über die Wertentwicklung bescheid, können Sie den Markt timen und das Verlustrisiko mindern.
Eine Chart- und Fundamentalanalyse geben Auskunft über das Wirtschaftswachstum und die künftige Wertentwicklung. Viele wissenschaftliche Studien befassen sich mit der Rentabilität der Modelle und ihrem Konsens für Privatanleger. Es gibt Zeiten in denen es gelingt und Zeiten bei denen der Anleger daneben lag. Denn eine Garantie kann bei Investitionen an der Börse nie gegeben werden. Eine zuverlässige Vorhersage zur Marktentwicklung ist unmöglich. Daraus ergibt sich eine gleiche Chance für erfahrene, aber auch für unerfahrene Investoren an der Börse.
Der Kaufzeitpunkt spielt deshalb nicht unbedingt die Hauptrolle, denn das Ziel sollte die langfristige Kursentwicklung sein. Nach drei oder vier Jahren sollten die Titel bei normalen Börsenphasen mehr wert sein.

Wie viel Strategie ist gut?
Strategien spielen im Kontext zur Börse eine wichtige Rolle. Allerdings sollten diese so eingesetzt werden, dass Sie als Anleger eine breit gefächerte Diversifizierung der Gelder anstreben. Teilen Sie das eingesetzte Budget in Aktien und Anleihen, sowie in Rohstoffe und Zinspapiere auf und mindern so Ihr Anlagerisiko. Erzielen Sie in einer Anlageklasse Verluste, können die durch Gewinne in einer anderen Anlageklasse ausgeglichen und kompensiert werden. Eine umfassende Information über das Unternehmen in welches Sie investieren dient als Grundlage. Je umfangreicher Ihre Informationen und Kenntnisse sind, umso besser können Sie die Beobachtung in Ihre Strategie einfließen lassen und sich bei einer Anlage von vergangenen Aspekten leiten lassen.
Als Anleger sollte man in diesem Anlagebereich bereit sein, langfristig zu investieren. Gerade derzeit sollte dies beachtet werden, denn nach dem Ende der lockeren Geldpolitik wird erwartet, dass bei Aktien- und Rentenanlagen die Kurse erst einmal fallen werden. Wer über mehrere Jahre investiert bleibt, kann solche Kursschwankungen aussitzen, bzw. bei Fonds durch einen monatlichen Sparplan die Kursschwankungen als günstigen Nachkauf nutzen. Da die Börse keine Einbahnstraße ist, sollte man bei steigenden Kursen nicht vergessen, rechtzeitig die Gewinne zu realisieren. Der nächste Abschwung zum einsteigen kommt bestimmt.


Werbung

Montag, 25. November 2013

Mit der Zinswende wird Umdenken notwendig

Die langjährige Lockerungspolitik der US-Notenbank hat ein Ende. Nach Ankündigung der Zinswende wird eine Normalisierung zwar sehr langsam, dennoch aber sichtbar vonstatten gehen. Anstelle auf langfristige Anlagen wie bisher zu schauen, sollten Anleiheinvestoren auf kurzfristige Renten umsteigen und auch geringfügige Aktien in Erwägung ziehen. Die Zinswende kommt definitiv. Langsam wird sich die Normalisierung einstellen und einen gemächlichen Anstieg längerfristiger Zinsen mitbringen. Finanzexperten raten zu einer Umschichtung und zu Papieren mit kurzer Laufzeit, die dem Portfolio beigemischt zu einer steigenden Rendite führen werden.

hat_der_zinsmarkt_gedreht_2013_10

Wie Anleger die Perspektive für sich auslegen können
Durch eine nur langsam erfolgende Normalisierung sollten Sie überlegen, ob Sie die bisher gewählte Strategie weiter fahren oder einen Wechsel in kürzere Anlagen anstreben. Die Rendite hängt nach wie vor auch mit Ihrem Risikoprofil zusammen und kann maßgeblich steigen, wenn Sie auf eine neue Strategie umsteigen. Das Forcieren auf Ihre bisherige Anlagetaktik muss nicht lohnenswert sein, da Sie in der Regel auf kurzfristige Renditen verzichtet und sich auf längere Anlagen mit einem geringeren Risiko bezogen haben. Verschiedene Segmente in der Anlage sind von Vorteil und können eine hohe Diversifikation mit sich bringen. Am besten entscheiden sich Investoren für Anlagen, bei denen sowohl langfristige und sichere, sowie kurzfristige Anleihen in gleichem Maße gewählt werden. In vielen Fällen wurde die Laufzeit der Anlagepapiere in den vergangenen Monaten verkürzt, womit Auswirkungen eines Renditeanstiegs abgefedert wurden.

Trotz Umdenken das Risiko überschaubar halten
Mit einer neuen Vermögensverwaltungsstrategie sollten auch Komponenten aus Fremdwährungen in der Anlage Einzug halten. Das Portfolio  kann sich aktuellen Trends nicht vollständig entziehen und ist ertragreicher, wird es im Zuge der Ankündigung einer Zinserhöhung verändert und den aktuellen Bedürfnissen des Anlegers, sowie den Änderungen auf dem Anlagemarkt angepasst. Einsteiger haben durch die Zinswende einige Vorteile, während sich die Auswirkungen auf bestehende Anleger bisher noch nicht genau definieren lässt. Umdenken ist notwendig, dabei sollte der Investor seine Risiken aber überschaubar halten und eine seichte Umstellung bevorzugt fokussieren.

 
Werbung

Dienstag, 19. November 2013

Anlagetipps Oktober 2013 – Noch immer sind Aktien die beste Anlagestrategie

Eine Orientierung auf Aktien ist nach wie vor hoch im Kurs. Durch eine relative wirtschaftliche Konstanz zeigt sich der Aktienmarkt stabil und erlaubt Investitionen, die sich durch moderate Unternehmensgewinne lohnen. Aktien schneiden nicht nur besser ab als Anleihen, sondern beinhalten weitaus geringere Risiken als diese. Die ungelösten Schuldenfragen in den USA wirken sich negativ auf den Anleihenmarkt aus.

Kursgewinne im 3. Quartal verzeichnet
Die Rezession auf dem Aktienmarkt hat sich im 3. Quartal dem Ende geneigt. Rund zweieinhalb Jahre dauerte die Phase, in welcher europäische Aktien schwächelten und eine ungünstige Entwicklung im Vergleich zu amerikanischen Papieren aufzeigten. Eine Diversifizierung bleibt auch weiter angeraten  (DWS Top Dividende), wodurch sich das Risiko mindern und sich auf eine Kombination von regionalen Aktienallokationen und europäischen Aktienfonds (Comgest Growth Europe Acc) fokussieren lässt. Die schwache Performance der Schwellenländer hat sich zum Positiven verändert. Mittel- und langfristig orientierte Anleger können sich an der günstigen Bewertung von Schwellenländer Aktien (Danske Invest - Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds - South East Asia Fund A) orientieren und davon profitieren. Auch Investitionen in Industrienationen mit hohem Umsatz- und Gewinnanteil an den Wachstumsmärkten lohnt sich. Besonders auf dem Gesundheitssektor (Invesco Global Health Care) hat sich im Bereich Aktien einiges getan. Ebenso kann der Konsumsektor mit überdurchschnittlichem Wachstum und so mit einem hohen Gewinn der Investition überzeugen. Der Technologiesektor zeigte sich bisher mit Schwächen, weist aber unterdes eine gute Performance auf.

Lohnenswerte Aktien und Anleihen in der Wirtschaft
In die Industrie oder den Energiesektor (BGF World Energy Hedged) zu investieren führt ebenfalls zu einer sicheren und renditestarken Entscheidung. Wer trotz einer gewissen Instabilität nicht auf Anleihen verzichten möchte, sollte die Bonität des Unternehmens als hauptsächliches Kriterium betrachten. Besonders auf den europäischen Randmärkten zeigen Anleihen durch niedrige Risikoaufschläge eine interessante Option als Beimengung bei einer Streuung der Anlage. Hochverzinste Anleihen von Unternehmen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC), Wandelanleihen (DWS Convertibles) und Emerging Markets Anleihen (Invesco Emerging Markets Bond II) lohnt sich der Fokus auf eine Anlage. Mit einem tieferen Kursniveau als im Frühjahr ist es möglich, die Anleihen derzeit besonders günstig zu erwerben und die ausbaufähige Position zu nutzen. Kurzfristige Investitionen in Anleihen sind abgeraten, da hierfür die Performance nicht ausreicht und eine hohe Rendite ausschließen lässt. Für mittelfristig oder auf lange Sicht geplante Investitionen geht der Trend ganz klar zu einem vielseitigen Mix aus verschiedenen Papieren.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.


Werbung

Mittwoch, 13. November 2013

Anlagestrategie in einem Umfeld negativer Realzinsen

Staaten gehen in unterschiedlichen Varianten mit zu hohen Staatsschulden um. Hier kann zum einen die Sparpolitik, aber auch die Wachstumsförderung durch Reformen der Struktur, sowie das zulassen einer höheren Inflation (finanzielle Repression) auf der Agenda stehen. Negative Realzinsen gehen mit der Inflation einher und sorgen dafür, dass durch Schulden Guthaben entwertet werden. Die aktuelle deutsche Inflationsrate liegt derzeit bei rund 1,4 Prozent (siehe Grafik unten), der Leitzins in der Eurozone demgegenüber nur bei 0,5 Prozent. Der Zins liegt unter der Inflationsrate, was gerade auf dem Anlagenmarkt für Unmut sorgt und eine attraktive Anlage bei den Realzinsen zu einer schwierigen Entscheidung werden lässt. In der Theorie gibt es auch hier verschiedene Optionen, die in der Praxis aber häufig von einem hohen Risiko begleitet und somit nicht für jedermann als Strategie zu einer effizienten Anlage geeignet sind. Die Schuldenkrise wird noch einige Jahre vorhalten, sodass sich im Bereich Realzinsen auch in absehbarer  Zukunft wenig ändern oder gar verbessern wird.

inflationsrate_deutschland_2012_09_bis_2013_09
mehr über statista

Kann man den negativen Realzinsen entgehen?
Bei normalen Sparanlagen und Anleihen von Euro-Kernländern ist die Umgehung negativer Realzinsen derzeit unmöglich. Egal wie viel Geld Sie anlegen, die negativen Realzinsen sind unter der Inflationsrate angesiedelt und lassen selbst ausgeklügelte Anlagestrategien eher ineffektiv erscheinen. Als Polster der Liquidität haben Sparanlagen allerdings nicht an Wert verloren und sind trotz niedriger Realzinsen derzeit als alternativlos zu betrachten. Auch wenn sie weniger attraktiv sind, hält sich das Risiko in Grenzen und der Sparer hat die Sicherheit, dass das auf der Bank deponierte Geld nicht verspekuliert wird. Möchte man den niedrigen Realzinsen entgehen und sein Sparguthaben mehren, kommt man aufgrund der aktuellen Lage nicht um Emerging Markets Anleihen umhin. Die hochverzinsten Unternehmensanleihen gleichen den Defizit der negativen Realzinsen aus und sind als Beimischung einer Anlage auch mit einem vertretbaren Risiko erhältlich. Vor allem beim Fokus auf verhältnismäßig sichere Anleihen von kapitalstarken Firmen besteht die Möglichkeit, die minderen Zinsen der Absicherung zu kompensieren und sich für eine vorteilhafte Anlage mit Geldvermehrung zu entscheiden.

Anlagen in Gold und andere Edelmetalle
Edelmetalle stehen nach wie vor hoch im Kurs. Auch wenn die Realzinsen auch an der Investition in Gold nicht spurlos vorübergehen, weiß Gold mit regelmäßigen Erträgen und Dividenden zu überzeugen. Ganz ausschließen sollte der Anleger das Risiko aber nicht, da sich alle Formen von Sparanlagen und Vorsorgemöglichkeiten für den Lebensabend erst dann wirklich rentabel zeigen, werden die negativen Realzinsen durch spekulative Anlagen ausgeglichen und das Risiko in Kauf genommen. Geld anlegen und ohne Aktien und Anleihen agieren bietet zwar Sicherheit, lässt aber ein Wachstum der Finanzen durch die Inflation vollständig ausschließen.

Montag, 11. November 2013

Anlagekommentar Oktober 2013 - Die Wirtschaft in Europa erholt sich breit aber langsam

Die Rezession in den vergangenen 6 Quartalen hat ein Ende. Ein wirtschaftlicher Aufschwung in der Eurozone ist erkennbar. Deutschland und Frankreich gelten als Vorreiter der Erholung. Aber auch Spanien und Italien rappeln sich langsam auf und dürften mit einer Beendigung der Rezession im dritten Quartal rechnen. Eine amtliche Bestätigung der aktuellen Einkaufsmanager-Indizes bestätigen diese Aussage und weisen auf die Erholung hin. Mit 51,3 Punkten konnte sich die Industrie im August behaupten. Aber auch die Dienstleistungsbranche präsentiert sich mit 51 Punkten über der Wachstumsschwelle.

eurozone_einkaufsmanagerindex_2013-09

Alle großen Volkswirtschaften in der Europa sind in die Erholung integriert und dürfen langsam, aber mit stetiger Konstanz aufatmen.

eurozone_einkaufsmanagerindex_volkswirtschaften_2013-09

Die Belastung durch die Fiskalpolitik nimmt abEine nachlassende Belastung im Bereich Fiskalpolitik, sowie ein angestiegenes Vertrauen der Konsumenten auch in Südeuropa sorgen dafür, dass der Aufschwung sich in breiter und nachhaltiger Struktur präsentiert. Eine kleine Einschränkung ist allerdings vorhanden, da der Zugang zu Krediten in den Krisenländern der Eurozone auch weiterhin eingeschränkt bleibt. Durch die in den vergangenen Jahren präsente Wachstumsschwäche vor allem in Irland, Portugal und Spanien hat zu niedrigeren Löhnen und damit einhergehend zu einem Rückgang der relativen Lohnstückkosten beigetragen. Doch ist in diesen Staaten eine Verbesserung der Leistungsbilanzen verzeichnet. In Frankreich und Italien hingegen ist eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit noch nicht in Sicht. Hier bleibt noch einiges zu tun, um die wirtschaftlichen Schwächen auszugleichen und die Krise zu bewältigen.

Eine Umsetzung der Banken Union in EuropaDie Banken Union, sowie weitere Fakten in der Integration innerhalb der Eurozone sind Maßnahmen, welche angestrebt werden und so einer Verbesserung der Lage auch in Krisenländern sorgen soll. Der Aufschwung ist aber ein Lichtblick und Anfang, positiv in die Zukunft zu blicken und zu erkennen, dass sich die schwächende Wirtschaft zwar langsam, dafür aber konstant erholen und endlich wieder wachsen wird.