Donnerstag, 1. Juli 2021

ETF Sparplan - Mit System zur finanziellen Freiheit!

 Viele Menschen sind sich nicht sicher, ob ihre Rente fürs Alter ausreicht, um ein gutes Leben zu führen. Die gesetzlichen Renten gelten schon längst nicht mehr als sicher und so muss sich jeder selbst umschauen, wie er sich auf das Alter vorbereiten kann, um finanziell abgesichert zu sein. Dabei gibt es sehr viele Möglichkeiten sich fürs Alter finanziell abzusichern und eine davon besteht in den sogenannten ETFs.

 Immer mehr Vermögen steckt in ETFs

ETF steht für Exchange Traded Fund und beschreibt einen Fonds, der einen bestimmten Index von Wertpapieren abbildet wie zum Beispiel den DAX oder den Nasdaq. ETFs werden zudem immer beliebter und scheinen die Zukunft der Altersvorsorge zu sein. Mit diesem Rechner können Sie für sich persönlich herausfinden, ob ein ETF Sparplan für Sie Sinn macht oder nicht. ETFs haben gegenüber einzelnen Aktien den klaren Vorteil, dass Sie nicht so ein großes Expertenwissen benötigen, um mit Aktien Geld zu verdienen.

Die ETFs bilden bereits lukrative Aktien und Wertpapier ab und funktionieren dabei ohne große Beratung und vor allem ohne viele Kosten zu verursachen. Außerdem ermöglichen ETFs den sogenannten Zinseszinseffekt, der über einen längeren Zeitraum attraktive Renditen verspricht. In diesem Artikel erfahren sie, wie Sie mit einem ETF Sparplan zu finanzieller Freiheit gelangen.

Für das Alter bestens gerüstet

Finanzielle Freiheit ist nicht nur im Moment interessant, sondern kann vor allem im Alter oder in der Rente für ein unbeschwertes Leben sorgen. Deswegen sollen ETF-Sparpläne dabei helfen, dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Viele Menschen in Deutschland leiden unter Armut im Alter und müssen deswegen Pfand sammeln und sind auf Hilfe des Staates angewiesen.

Der bereits angedeutete Effekt des Zinseszinses ist bei ETF-Sparplänen das ausschlaggebende Argument. Der Effekt kann mit der Quadratwurzel verglichen werden, denn diese mathematische Funktion beschreibt ihn wohl am besten. Wer es nicht mit Mathematik hat, für den sei es so erklärt: Zuerst erhält man Zinsen auf Geld, das investiert wurde. Daraufhin werden die Zinsen wieder verzinst und der Anleger erhält noch mehr Geld als beim ersten Zins.

Bei ETFs ist es so, dass der erste Zins wieder in den ETF gesteckt wird, das heißt, dass der ETF automatisch bei einem Gewinn sein Volumen erhöht. Dann erhalten die Anleger bei der nächsten Ausschüttung demnach mehr Zinsen als beim ersten Mal, weil der erste Zins investiert wurde.

Auf diese Weise entsteht ein Effekt, der über einen langen Zeitraum für immer höhere Zinsen sorgt und so nach einer bestimmten Zeit dabei hilft ein Vermögen aufzubauen. Oft ist in diesem Fall auch von einem exponentiellen Wachstum mit Hilfe des Zinseszinses die Rede.

Der normale Zins im Vergleich

Dadurch dürfte auch der Begriff des herkömmlichen Zinses geklärt sein. Dieser ist lediglich die Rendite, die auf eine Investition anfällt und dann an die Anleger ausbezahlt wird. Hier ist es wichtig zu betonen, dass der Effekt des Zinseszinses für Geldanlagen taugt, die über einen längeren Zeitraum angelegt werden sollen. Für kurzfristige Gewinne dagegen taugt dieser eher nichts so gut. Der normale Zins fällt üblicherweise auch auf normale Sparkonten an. Da aber die EZB den Leitzins auf Null setzte, gibt es momentan keine Zinsen und Geld auf dem Konto verliert deswegen an Wert. Wer also Geld hat und dies auf dem Konto liegen lässt, verschenkt täglich Geld.

Sinnvoller sind in diesem Fall die ETF-Sparpläne, die eine sichere Zukunft versprechen. Die Möglichkeit sich sofort die Zinsen auszahlen zu lassen gibt es bei verschiedene ETFs ebenfalls und kann auch gewählt werden. Dann muss aber darauf geachtet werden, dass die restlichen vertraglichen Bedingungen stimmen. Die ETFs, die die Zinsen reinvestieren haben den großen Vorteil, dass nicht jedes Mal bei diesem Vorgang eine Gebühr anfällt wie zum Beispiel, wenn Sie selbst die Zinsen in andere ETFs reinvestieren würden.

Welchen ETF soll ich wählen?

Wenn Sie sich für einen ETF entschieden haben, dann muss nur noch festgelegt werden, welcher ETF es sein soll. Die Auswahl an ETF ist riesig, doch die meisten Menschen setzen auf Sicherheit in Form des MSCI World. Dies ist ein ETF, der fast alle wichtigen Aktien der Welt in einem Index abbildet. Das Volumen des ETFs ist enorm, da bereits viele Menschen in diesen ETF investiert haben. ETFs gibt es in allen wirtschaftlichen Bereichen, in allen Regionen der Welt und über alle Ländergrenzen hinweg.

Sie können sich auch einen ETF vornehmen, der beispielsweise nur Wertpapiere oder Aktien aus Schwellenländern beinhaltet. Dann wetten Sie quasi auf die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder, da meistens nur die besten Aktien in einen ETF eingebunden werden. Wenn Sie dagegen auf ein spezielles Land setzen möchten, dann finden Sie auch dazu ETFs, die zum Beispiel den deutschen DAX oder den amerikanischen Nasdaq abbilden.

Wann soll ich mit meinem ETF-Sparplan beginnen?

Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach und heißt so früh wie möglich. Je früher Sie in einen ETF einsteigen, desto schneller wächst Ihr Vermögen, denn die Zinsen werden regelmäßig berechnet. Um von so vielen Zinseszinseffekten wie möglich zu profitieren, empfiehlt es sich daher so früh wie möglich einzusteigen. Bei ETFs, die dieses Prinzip nutzen ist es so, dass sich die Investitionen erst ab einem gewissen Zeitraum lohnen.

Es sind daher immer Investitionen auf eine lange Zeit, was sie aber ideal für die Altersvorsorge macht. Wenn Sie keine Rente mehr vom Staat bekommen, dann ist ein ETF die perfekte Möglichkeit, um für das Alter vorzusorgen. Es gibt ETF-Sparpläne, die für besonders junge Menschen gemacht sind und schon bei ungefähr 20 Euro im Monat beginnen.

Damit lässt sich ganz einfach von Anfang der Karriere an eine sichere Rente generieren. Die Investments in ETFs werden immer beliebter und werden womöglich die Renten der Zukunft auf der ganzen Welt sichern, also warten Sie lieber nicht zu lange.

Ein weiterer Vorteil der ETF-Sparpläne ist es, dass Sie sich keine Gedanken darum machen müssen und vor allem, dass Sie selbst nicht aktiv werden müssen. Eine monatliche Einzahlung in einen ETF reicht aus, um den Rest kümmert sich der meist automatisierte Broker.

Der Nachteil an einem ETF ist, dass Sie geduldig sein müssen. Wenn Sie zuvor Aktien gehandelt haben und sich täglich oder mehrmals am Tag über die Kurse informiert haben dann müssen Sie bei ETFs Ihr Verhalten ein wenig umstellen. Am besten schauen Sie für einige Monate überhaupt nicht nach Ihren Investitionen, sondern warten einfach ab.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2021
Hochwasserschäden wie in Simbach sind überall möglich
Worauf kommt es bei der Wahl der richtigen Fonds an?

Bildnachweis

Freitag, 25. Juni 2021

Dotcom-Bubble 2.0 - Wiederholt sich die Geschichte?

 Die von der Corona-Pandemie ausgelöste fulminante Rallye der an der Nasdaq versammelten „Stay-At-Home“-Aktien erinnert durchaus sehr an die Zeit der Dotcom-Bubble. Auch wenn die Rally zuletzt stockte: Die jüngsten Hypes um die sogenannten „Meme Stocks“, die unzähligen Börsengänge von jungen, noch Verluste schreibenden Technologieunternehmen, der massive Zufluss bei SPACs oder die ungezügelte Bitcoin-Rallye zeigen allesamt, dass die Anleger wieder bereit sind, so hohe Risiken wie seit langem nicht mehr oder sogar noch nie einzugehen.

Nasdaq-Verlauf bloß ein müder FANMAG-Abklatsch

So wie im Jahr 2000 fällt das Gewicht der Werte aus den TMT-Sektoren (Technologie, Medien, Telekom) inzwischen wieder sehr hoch aus. Das während der Dotcom-Bubble erreichte Allzeithoch von knapp 43 Prozent wurde wegen der jüngsten Renaissance der Valuetitel knapp verfehlt. Seit dem Hoch von Anfang September 2020 sank das Gewicht der TMT-Titel daher wieder und liegt aktuell nur noch bei knapp 37 Prozent. Sektoren, welche tendenziell dem Value-Segment zugeordnet werden, verfügen derzeit hingegen über eine klar unterdurchschnittliche Gewichtung im Index. So spektakulär die Kursentwicklung des NASDAQ 100 Index im Vergleich zum S&P 500 Index für sich genommen auch sein mag, sie ist bestenfalls ein müder Abklatsch dessen, wie sich die sogenannten FANMAGs entwickelten. Hinter diesem Akronym verbergen sich die Titel von Facebook, Amazon, Netflix, Microsoft, Apple, Google (Alphabet). In der Spitze erreichten die nur sechs FANMAG-Titel nämlich ein Gewicht von gut 52 Prozent am NASDAQ 100 Index bzw. knapp 25 Prozent am S&P 500 Index.

Gegen Ende der Dotcom-Bubble war die Situation eine völlig andere. Die hoch gewichteten Hype-Werte stiegen weiter. Ein Favoritenwechsel war jedoch nicht mehr zu beobachten - im Gegenteil: Mittelzuflüsse in die Hype-Titel aus dem Growth-Segment speisten sich bis zuletzt - neben „Fresh Money“ - wohl auch von Umschichtungen aus den damals als „old econo-my“ bezeichneten Aktien. Ab Sommer 1999 überstieg der Anteil der fallenden Titel daher die Quote der steigenden Aktien. Trotzdem legten die Kurse ab November 1999 nochmals zu und markierten im Sinne eines „last hurrah“ Ende März 2000 sogar noch ihr damaliges Allzeithoch.

Stay-at-home-Effekt lässt Gewinne sprudeln

Die langfristig weit bessere Kursentwicklung des Nasdaq 100 im Vergleich zum S&P 500 kommt daher nicht von ungefähr. Sie ist untermauert durch die weit bessere Gewinnentwicklung der Tech-Stocks. Gegenüber Ultimo 2019, also dem Niveau vor Ausbruch der Krise, konnten die Titel des NASDAQ 100 Index ihren Gewinn um fast 30 Prozent steigern, die Gewinne des S&P 500 Index stiegen hingegen nur um knapp 9 Prozent. Wegen des Stay-At-Home-Effekts fiel der Gewinnunterschied zuletzt mehr als doppelt so hoch aus wie im langjährigen Mittel: Seit Ende 2004 stieg der Gewinn des S&P 500 um 4,5 Prozent pro Jahr und im Nasdaq 100 lag das Wachstum bei 13,3 Prozent pro Jahr.

Zuletzt waren die Anleger allerdings hin- und hergerissen, weil die deutlich gestiegenen US-Inflationserwartungen und Bondrenditen wegen des hiermit verbundenen höheren Diskontierungsfaktors niedrigere Gegenwartswerte bei Aktien zur Folge haben. Weil dieser Sachverhalt bei Growth-Titeln besonders stark wirkt, taten sich die Titel des Nasdaq-Index jüngst besonders schwer.

Reflationssorgen überzogen oder nicht?

Die große Frage ist, ob die Reflationssorgen der Anleger, die den deutlichen Renditeanstieg auslösten, überzogen sind oder nicht? Die US-Inflation stieg seit Ultimo 2020 von 1,30 Prozent auf 4,15 Prozent an und war hauptsächlich dem gestiegenen Ölpreis geschuldet. Bei der Kerninflation gab es im gleichen Zeitraum seither einen Anstieg von 1,62 Prozent, auf 2,96 Prozent. Bis in die mittleren 1990er-Jahre hinein schwankte die Kapitalisierung des S&P 500 in einem Intervall zwischen gut 20 Prozent und knapp 50 Prozent der US-Wirtschaftsleistung. In der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre wurde die bis dahin gewohnte Zone jedoch verlassen. Nach der Asien-Krise begann die Kapitalisierung des S&P 500 Index sogar die Höhe des BIP nachhaltig zu übersteigen und erreichte im Hoch der Dotcom-Bubble dabei die Marke von 125 Prozent des BIP.

Mit der Finanzkrise sank die Kapitalisierung des S&P 500 kurzzeitig wieder unter die Marke von 50 Prozent . Seit vier Jahren liegt sie jedoch wieder oberhalb des US-BIP und erreichte mit 158 Prozent nun sogar ein neues Allzeit-hoch. Hieraus zu schließen, dass US-Aktien aktuell klar niedriger bewertet sind als unmittelbar vor Platzen der Dotcom-Bubble wäre jedoch falsch. Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall: Weil zur Jahrtausendwende viele im Index hoch gewichtete Technologiewerte noch Verluste schrieben oder bestenfalls geringe Gewinne erwirtschafteten, trugen jene Titel nicht oder nur kaum zum Indexgewinn bei. Das Index-KGV ließ die Bewertung damals höher erscheinen als sie bezogen auf die Breite des Marktes tatsächlich war.

Auf Basis des für die Bewertung der Aktienmärkte zentralsten Aspekts, nämlich der Gewinne, scheint die Bewertung daher wohl mehr als ausgereizt zu sein. Neben der absoluten Bewertung spielen jedoch weitere Aspekte eine wichtige Rolle. Zum Beispiel ob die Wirtschaft mit Liquidität unterversorgt wird, oder ob ihr stattdessen Liquidität im Überfluss zur Verfügung steht. Wegen der von den Hilfspaketen im Zuge der Coronakrise ausgehende immensen Geldmengenschöpfung war letzteres in den USA praktisch noch nie so stark der Fall wie derzeit. Dies ist zudem ein ganz entscheidender Unterschied zur Zeit der Dotcom-Bubble weil die US-Wirtschaft mit Liquidität damals unterversorgt war.

Mit dem steigenden KGV sank die Gewinnrendite des S&P 500 Index. Weil parallel hierzu auch noch die Rendite zehnjähriger US-Treasuries stieg, sank der Aufschlag zu Gunsten der Aktien zuletzt deutlich. Im Klartext: Die höheren Risiken einer Aktienanlage werden ex ante nach wie vor überdurchschnittlich entlohnt. Während der Zeit der Dotcom-Bubble sah dies völlig anders aus. Damals lag die Gewinnrendite des Aktienmarkts nicht über, sondern sogar markant unter der Bondrendite. Dem höheren Risiko stand also eine geringere Renditeerwartung gegenüber. In Aktien zu investieren war daher irrational. Im Jahr 2021 gilt wie schon im Jahr 2000 allerdings erneut, dass US-Aktien relativ zu ihren Gewinnen überbewertet sind. Dem irrationalen Überschwang des Jahres 2000 steht aktuell jedoch eine rational erklärbare Blase gegenüber. Eine Wiederholung der Situation von damals sehen wir daher nicht und bleiben für Aktien deshalb konstruktiv. Allerdings wird die Luft zunehmend dünner.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Wasserschaden – Nicht jeder ist auch als Leitungswasserschaden versichert
Photovoltaikanlage sollte regelmäßig kontrolliert werden
Mit Fondssparplänen den Vermögensaufbau gestalten

Bildnachweis

Quelle: Uwe Streich, LBBW Research

Dienstag, 15. Juni 2021

Investmentfonds und Steuern – Ihre Gebrauchsanweisung für 2021

 Es ist gleichgültig, wie hoch ihr angelegtes Vermögen ist und wie erfahren Sie im Umgang mit Fonds bereits sind: Die steuerliche Seite ihrer Geldanlage sollte man als Anleger kennen und verstehen. Durch die Investmentsteuerreform hat sich die Besteuerungssystematik bei Investmentfonds mit der Wirkung zum 1. Januar 2018 grundlegend geändert. Wesentlich ist hierbei die Abkehr vom bisher geltenden Transparenzprinzip mit dem Ziel, die Besteuerung für Fondsanleger einfacher und nachvollziehbarer zu gestalten. Dies soll durch ein sogenanntes pauschales Besteuerungssystem bei Investmentfonds erreicht werden. Deshalb sollte sich jeder Anleger auch mit der steuerlichen Seite seiner Geldanlage befassen.

Der Fondsanbieter Allianz Global Investors stellt ihnen eine aktualisierte, verständliche und anschauliche Broschüre zu dem Thema „Investmentfonds und Steuern 2021″ für Privatanleger zur Verfügung. Eines der wichtigsten Anliegen war es, dem Verbraucher das zweifelsohne nicht immer ganz einfache Steuerrecht in einer verständlichen Form nahezubringen.

Funktionsweise von Investmentfonds

Dort finden Sie interessante Informationen zu:

  • Eine Art Gebrauchsanweisung für Investmentfonds
  • Investmentfonds und Steuern auf einen Blick
  • Abgeltungssteuer auf Fondserträge
  • Übergangsvorschriften 2017/2018
  • Befreiung von der Abgeltungssteuer
  • Fondserträge in der Einkommensteuererklärung 2020
  • So füllen Sie die Anlage KAP und KAP-INV für die Einkommensteuererklärung 2020 aus
  • Beantragen der Arbeitnehmer-Sparzulage
  • Beantragen der staatlichen „Riester-Förderung“
  • Potenzielle Meldepflichten aus der Fondsanlage
  • Häufig gestellte Fragen
  • Steuer-ABC
Das PDF-Dokument für Privatvermögen 2021 können Sie hier herunterladen.

Broschüre für Privatvermögen herunterladen

Ebenfalls erhältlich ist eine Broschüre für Investmentfonds im Betriebsvermögen. Diese möchte inländischen Firmenkunden die Prinzipien der Fondsbesteuerung und die damit verbundenen Bilanzierungsgrundsätze nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erläutern.

Das PDF-Dokument für Betriebsvermögen 2021 können Sie hier herunterladen.

Broschüre für Betriebsvermögen herunterladen

Die steuerliche Behandlung von Kapitalerträgen hängt von den persönlichen Verhältnissen des Anlegers ab und kann künftig Änderungen unterworfen sein. Für Einzelfragen, insbesondere unter Berücksichtigung seiner individuellen steuerlichen Situation, sollte man sich an seinen persönlichen Steuerberater wenden. Bei einer Anlageentscheidung ist auch die persönliche außersteuerliche Situation des Anlegers zu berücksichtigen.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Sind Bitcoin, Ethereum & Co. eine sinnvolle Anlageergänzung?
Hochwasserschäden wie in Simbach sind überall möglich
Baukredit: Der BGH erklärt Gebühren bei einer Umschuldung für unzulässig

Bildnachweis

Dienstag, 8. Juni 2021

Anlagekommentar Mai 2021 - Die Marktteilnehmer gewöhnen sich zusehends an die höheren Inflationszahlen

 In den USA steigen derzeit die monatlichen Inflationsraten leicht an, was der Normalisierung der Wirtschaft nach den Corona-Lockdowns geschuldet ist und höhere Preise für Energie und Agrarprodukte sowie vereinzelt Engpässe in Güterlieferketten auslöst. Und obwohl der Anstieg der Konsumenten- und Produzentenpreise in der industrialisierten Welt durchweg stärker ausfiel als erwartet und die Preiskomponenten der Unternehmensstimmung neue Rekordhöhen markierten, blieben die Marktteilnehmer recht entspannt.

Sowohl die amerikanische Federal Reserve System (Fed) als auch die Europäische Zentralbank (EZB) zeigten sich demonstrativ gelassen und betonten, dass man die expansive Geldpolitik nicht zu früh beenden wolle. Nach einem Inflationsanstieg im April und Mai dürften die Kennzahlen in den USA bereits in der zweiten Jahreshälfte wieder zu tieferen Inflationsraten führen, während ein ähnliches Muster in der Eurozone, aber mit einigen Monaten Verzögerung, sichtbar sein wird. Mittelfristig ist ein weiterhin verhaltener Preisdruck zu erwarten, was auch der IWF-Prognose entspricht.

Entwicklung der Anlagemärkte im Mai 2021

Im vergangenen Monat konnten Zyklische und Substanzwerte erneut eine wesentlich bessere Wertentwicklung als Wachstums- und Technologietitel auf weisen. So stieg der amerikanische S&P 500 Index um 0,6 Prozent und der NASDAQ 100 Index ging dagegen um -1,3 Prozent zurück. Die zyklischen geprägten europäischen Märkte verbesserten sich deutlicher, insbesondere die Aktienmärkte der großen südlichen Euroländer Italien FTSE MIB Index, Spanien IBEX 35 Index und Frankreich CAC 40 Index entwickelten sich besonders stark. So konnte auch der Eurostoxx 50 Index um 1,6Prozent zulegen und beim deutschen DAX Index gab es einen Anstieg von 1,9 Prozent. Der britische FTSE 100 Index dagegen konnte seinen Anstieg vom Vormonat nicht weiter fortsetzen und kam nur auf +0,8 Prozent Zuwachs.

DAX Entwicklung

An den asiatischen Aktienmärkten kehrte etwas Zuversicht zurück, so dass der NIKKEI 225 Index zumindest gegenüber dem Vormonat einen kleinen Zuwachs von +0,2 Prozent schaffte. Auch der SSE Composite Index entwickelte sich bereits seit Jahresbeginn weiter schwach und verfügt daher über ein gewisses Aufholpotenzial. Dagegen waren die chinesischen Aktien mit +4,9 Prozent die Gewinner in diesem Monat, obwohl die Konsumerholung abermals hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Die chinesische Ökonomie profitierte vom kräftigen Konjunkturaufschwung in der westlichen Welt. Auch beim weltweiten MSCI World Index (EUR) machten sich die Zahlen aus den USA bemerkbar, so dass es nur zu einem leichten Zuwachs von +0,2 Prozent kam.

Wachstumsaktien - Die Bedeutung für die Ökonomie hat in den letzten Jahren ständig zugenommen

Warum dies so ist, dass kann relativ einfach erklärt werden: Die Bedeutung von Wachstumsaktien und speziell die der Technologieaktien nimmt gemessen an der gesamten volkswirtschaftlichen Leistung ständig zu. Durch die Corona-Pandemie wurde dies allen mehr als deutlich vor Augen geführt. Ohne die künstliche Intelligenz wären niemals so schnell die dringend benötigten Corona-Impfstoffe entwickelt worden und dies ist nur ein Anwendungsfall. Ein anderes und wesentlich älteres Beispiel dafür war die Entwicklung der PCs Ende der 70-iger Jahre. Der Technologiesektor hat das Potential eines exponentiellen Wachstums, den „klassische“ Wirtschaftsbereiche wie beispielsweise die Papier- oder Bauindustrie nicht haben. Unternehmen wie Apple, Microsoft oder Facebook sind typische bekannte Vertreter dieses Sektors.

Nur diese Unternehmen sind innerhalb von ein oder zwei Jahrzehnten so groß geworden. Das geht aber nur über ein exponentielles Wachstum und nicht über ein lineares Wachstum, wie es für die klassischen Industrieunternehmen gilt. Exponentielles Wachstum bedeutet beispielsweise eine jährliche Vervielfachung des Jahresumsatzes um mehrere hundert Prozent. Jeder von uns merkt ja fast täglich, wie die Technologie nach und nach einen größeren Teil unseres Lebens beeinflusst. Das heißt, die Bedeutung der Technologieaktien  nimmt im weitesten Sinne zu und jene der klassischen Industrieaktien nimmt relativ dazu ab. Anders formuliert: Wer ertragreich am Aktienmarkt investieren will, kommt um Wachstumswerte nicht mehr herum.

Auf die Ausgewogenheit der Anlagestrategie kommt es an

Dies sollte jedoch keinesfalls als Aufforderung verstanden werden, ausschließlich in Wachstumsaktien zu investieren. Natürlich sorgen Value-Aktien nach wie vor für einen bedeutenden Einfluss auf die Stabilität eines Portfolios und sollten in einer klug aufgestellten Aktienauswahl immer ihren Platz haben. In welcher Größenordnung hängt einzig und alleine von der Risikofreude des einzelnen Investors ab. Tatsache ist jedoch, dass die Bedeutung der Wachstumsaktien für die Performance eines Portfolios in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und daher nicht gänzlich außer Betracht gelassen werden sollten. Wachstumsaktien sorgen für den „Drive“ im Portfolio, Value-Aktien für Ruhe und Stabilität.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien

In der für die Finanzmärkte wichtigen US-Wirtschaft ist die Normalisierung weiter im Gang und die Volkswirtschaften in Europa dürften mit etwas Verzögerung dieser Richtung folgen. Dieses Szenario ist an den Kapitalmärkten, denn führende Börsenindizes befinden sich auf Allzeithochs und die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen nahe Rekordtiefs, weitgehend eingepreist. Daher und aufgrund der bevorstehenden saisonal oft schwachen Börsenmonate sind überdurchschnittliche Kursgewinne wie in den letzten Monaten zusehends unwahrscheinlicher. Selbst bei etwas niedrigeren Ertragsaussichten unterstützen die wirtschaftlichen Entwicklungen und die monetären Rahmenbedingungen weiterhin eine Übergewichtung von Aktien und Unternehmensanleihen.

Zu den positiven Faktoren für die Börsen zählt insbesondere eine kräftige Zunahme der Unternehmensgewinne in diesem Jahr. Eine Korrektur wäre zu erwarten, wenn sich die wirtschaftliche Normalisierung verzögern sollte. Auch die US-Unternehmenssteuern bleiben in den kommenden Monaten weiter ein Thema, wobei eine Erhöhung wie sie Präsident Joe Biden anstrebt, angesichts der hauchdünnen demokratischen Mehrheit im Senat unwahrscheinlich ist. Der Anstieg der Inflation in den USA dürfte von den meisten Investoren als temporäres Phänomen betrachtet werden und kaum belasten. Bis zum Jahresende kann von leicht steigenden Anleiherenditen, insbesondere in den USA ausgegangen werden. Für die Börsen sollte dies  in aller Regel keine negativen Auswirkungen haben.

So sprechen mittelfristig in einem weiter anhaltenden Nullzinsumfeld die Dividendenrenditen und Ertragsaussichten für Aktien für Erfolg. Aufgrund des aktuellen Wirtschaftsszenarios werden konjunktursensitive Werte und damit auch das Segment kleinerer und mittelgroßer Unternehmen auf Erholungskurs bleiben. Aber auch bei Value-Aktien gibt es weiterhin Potenzial und auch defensive Unternehmen mit einer soliden Dividendenhistorie sollten besser abschneiden als Unternehmensanleihen mit Anlagequalität. Nach der derzeitigen längeren Phase eines insgesamt positiven Börsentrends sind Gewinnmitnahmen weiter wahrscheinlich. Ohne signifikante negative Nachrichten sind Korrekturphasen jedoch meist von kurzer Dauer und würden eher weiter Einstiegsmöglichkeiten zum Nachkaufen bieten.

Trotz einer möglicherweise hohen Marktvolatilität in den kommenden Monaten, sollte man sich als Anleger zunehmend auf eine weitgehende Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität in den kommenden 12-24 Monaten einstellen. Zu berücksichtigen gilt auch, dass sich die relevanten Stellen, wie Regierungen, Gesundheitssysteme, Einzelpersonen und Unternehmen seit Monaten viel dazu gelernt haben, mit der Situation umzugehen. In der aktuellen Phase sind Unternehmen zu bevorzugen, die sich bisher in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt haben und eine solide Bilanz aufweisen.

Weiterhin sorgen dennoch Dividendenwerte für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Als interessantes langfristiges Thema zur Depotbeimischung kann der Fokus auf eine „Alternde Gesellschaft“ gelegt werden und über unterschiedliche Anlagemöglichkeiten abgebildet werden. Auch globale Immobilienaktienfonds können zur Depotdiversifikation beitragen, denn stabile Dividendenzahlungen durch regelmäßige Mieterträge und die Partizipation an aussichtsreichen Langfristtrends zeichnen diesen Anlagebereich aus. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren weiter eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen. In diesem Umfeld sollten Unternehmensanleihen aus dem gesamten Euroraum weiter den Vorzug bekommen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100 Prozent des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
Anlagekommentar Mai 2021 als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Sind Bitcoin, Ethereum & Co. eine sinnvolle Anlageergänzung?
Photovoltaikanlage sollte regelmäßig kontrolliert werden
Der Investmentfondsmarkt ist in Bewegung – Darauf sollte man als Anleger bei Neuerscheinungen achten

Bildnachweis

Quelle: Bereich „Wachstumsaktien - Die Bedeutung für die Ökonomie hat in den letzten Jahren ständig zugenommen“ von Schiketanz Capital Advisors
GmbH

Montag, 31. Mai 2021

Sind Bitcoin, Ethereum & Co. eine sinnvolle Anlageergänzung?

 Das Interesse an Bitcoin, Ethereum & Co. hat zuletzt stark zugenommen. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob sie Kryptowährungen als Anlageklasse auch künftig ignorieren können. Eine allgemeingültige Antwort, ob und wie man investieren sollte, gibt es nicht, zumal geeignete Produkte noch rar gesät sind. Gerade bei jüngeren und technikaffinen Anlegern ist das Interesse oftmals groß. Aber auch klassische Investoren stellen sich mit Blick auf die zuletzt herausragende Wertentwicklung von Kryptowährungen die Frage, ob sie es sich leisten können, diese Anlageklasse zukünftig zu ignorieren. Nachstehend soll daher das Für und Wider abgewogen werden.

Warum sind Kryptowährungen so nachgefragt?

Hierfür gibt es zwei Hauptargumente: Erstens sorgt die ungezügelte Politik des „Gelddruckens“ der Notenbanken für ein wachsendes Misstrauen vieler Marktteilnehmer gegenüber dem System des „Fiatgeldes“. Dieser Begriff bezeichnet eine nationale Währung, die mengenmäßig nicht begrenzt ist und zudem nicht mit etwas „Realem“ wie einem wertvollen Edelmetall hinterlegt ist. Für die Akzeptanz einer solchen Währung ist das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung und/oder die Zentralbank des jeweiligen Landes unabdingbar. Zunehmend entsteht die Befürchtung, dass die eigentlich unabhängigen Notenbanken de facto zum reinen Erfüllungsgehilfen der Politik mit der Folge einer ungehemmten Verschuldungspolitik degradiert werden.

Somit gibt es den Wunsch nach einer Währung, deren Volumen strikt begrenzt ist. Hierfür ist der Bitcoin ein populäres Beispiel. Dessen Höchstmenge ist auf 21 Millionen Stück limitiert, wovon bisher rund 19 Millionen Stück bereits erschaffen bzw. „geschürft“ wurden. Zusätzlich sind Kryptowährungen nicht an einzelne Staaten bzw. Währungsräume gebunden, was ein Höchstmaß an Unabhängigkeit garantiert.

Zweitens ist es zumindest in der Theorie ausgesprochen praktisch, Zahlungen durchzuführen, ohne dass es des Umwegs über eine Bank und/oder des komplizierten Umtauschs von einer Währung in die andere bedarf. Außerdem können Zahlungen in Kryptowährungen anonymisiert erfolgen. Diese Möglichkeit sollte man allerdings differenziert betrachten: Einerseits ist es mittlerweile ein Bedürfnis vieler freiheitsliebender Menschen, die eigene „Datenspur“ aus prinzipiellen Überlegungen so gering wie möglich zu halten. Andererseits beinhaltet ebendiese Anonymität die Gefahr, dass kriminelle Geschäfte wie Geldwäsche über Kryptowährungen betrieben werden.

Wie in Kryptowährungen investieren?

Zunächst war die Verwahrung von Kryptowährungen in elektronischen Geldbörsen, sogenannten Wallets, die einzige Möglichkeit. Dies setzte allerdings für wenig technikaffine Anleger hohe Hürden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit von Verlusten, etwa durch Cyberkriminalität. Auch andere Beispiele wurden bekannt – etwa die tragikomische Geschichte des Inhabers einer Festplatte mit darauf gespeicherten Bitcoins, die versehentlich auf der Müllkippe landete. Der ehemalige Besitzer führt laut eigenen Angaben seit Jahren Verhandlungen mit der Stadt, um die Müllkippe durchsuchen zu dürfen.

Um einem breiteren Personenkreis eine einfache Investition in Kryptowährungen zu bieten, offerieren Anbieter bereits Möglichkeiten, dies über depotverwahrte Wertpapiere zu realisieren. Naheliegend wäre hier zunächst einmal ein spezialisierter Investmentfonds. Allerdings gibt es bei diesen hohe regulatorische Hürden. Die Folge: Derzeit sind keine Investmentfonds, die ausschließlich in Kryptowährungen investieren, in Deutschland für den unmittelbaren Vertrieb an Privatkunden zugelassen. Alternativ gibt es jedoch eine Reihe von Anbietern, die sogenannte ETC oder ETN herausgegeben haben. Es handelt sich hierbei um Schuldverschreibungen von Gesellschaften, die 1:1 die Entwicklung der zugrunde liegenden Kryptowährung bzw. des Kryptowährungskorbes abbilden sollen. Bei solchen Papieren sind Sicherungsmechanismen wie eine faktische Hinterlegung mit der jeweiligen Kryptowährung obligatorisch. Hierdurch sollen die Risiken im Fall einer Pleite des Emittenten abgewendet werden. Trotz dieser Reduzierung des Emittentenrisikos gilt die Anlage in regulierten Fonds allgemein als sicherer.

Die steuerliche Situation

Es besteht Konsens, dass eine Investition unmittelbar in Kryptowährungen (also ohne Wertpapiere) steuerlich unter die Regelungen eines „privaten Veräußerungsgeschäfts“ gemäß § 23 EStG fällt. Konkret bedeutet dies: Kursgewinne können nach Ablauf eines Kalenderjahres steuerfrei vereinnahmt werden. Bei einer Veräußerung innerhalb eines Jahres ist hingegen eine Besteuerung zum persönlichen Steuersatz vorzunehmen, sofern der Ergebnissaldo aller im jeweiligen Kalenderjahr getätigten steuerbaren Veräußerungsgeschäfte die Freigrenze von 600 Euro überschreitet. Ergebnisse aus Wertpapieren mit Bezug zu Kryptowährungen unterliegen hingegen den üblichen Regelungen der Abgeltungssteuer gemäß § 20 EStG. Gewinne sind somit derzeit unabhängig von der Haltedauer mit maximal 25 Prozent (zzgl. Soli und evt. KiSt) zu versteuern.

Die Frage, welche Besteuerungsform die günstigere ist, hängt somit von zwei Faktoren ab: Dem wirtschaftlichen Ergebnis und der Haltedauer. Eine pauschale Antwort, was für den Anleger steuerlich günstiger ist, kann es aus diesem Grund nicht geben.

Chancen und Risiken

Die Möglichkeit einer Investition in Kryptowährungen wurde im Verlauf des vergangenen Jahres zunehmend salonfähig. Gerade bei vermögenden Anlegern sorgt die völlig ungeklärte Frage, wie jemals die immensen staatlichen Schulden zurückgeführt werden sollen, für Unbehagen. Bei dieser Klientel ist die Sorge besonders groß, dass das eigene, oft mühsam aufgebaute Vermögen durch die Notenbankpolitik des Gelddruckens gefährdet ist. Das große Dilemma dieser Anleger: Sollte diese Geldvermehrung sich irgendwann einmal in einer stark steigenden Inflation niederschlagen, so ist die vermeintlich vorsichtigste Variante der Geldanlage – Cash auf dem Konto – plötzlich die schlechtestmögliche Anlageform.

Insofern sehen gerade vermögende Anleger Investitionen in Kryptowährungen nicht unbedingt als normale Geldanlage, sondern als Katastrophenversicherung. Es liegt in der Natur der Sache, dass der eigentliche Wunsch darin besteht, dass eine solche Katastrophenversicherung niemals erforderlich sein wird. Überspitzt gesagt: Kunden, die aus Absicherungsgründen einen kleinen Teil in Kryptowährungen investieren, sollten im Grunde hoffen, dass das damit versicherte Unglück nicht eintrifft und sich dieser Teil der Gesamtanlage daher schlecht entwickelt.

Auch der Begriff „Versicherung” ist allerdings mit Vorsicht zu genießen: Denn die Wertentwicklung von Kryptowährungen war in den vergangenen Monaten fulminant, obwohl die Inflation sich weiter moderat entwickelte. Aus Sicht investierter Kunden ist ein solches Szenario natürlich besonders erfreulich. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch: Ob die Absicherung im Krisenfall wirklich funktioniert, ist ebenfalls nicht zu 100 Prozent sicher. Zu Beginn der Coronakrise zumindest war die Wertentwicklung des Bitcoins im Gleichschritt mit den Aktienkursen zunächst stark abwärts gerichtet.

Bei der Beurteilung von Risiken der Kryptowährungen sind zwei Aspekte zu unterscheiden: Zum einen steht die Frage im Raum, ob sich künftig Kryptowährungen nach und nach durchsetzen und eine zunehmende praktische Relevanz im Zahlungsverkehr erlangen könnten. Hierfür spricht einiges: Immer mehr Anbieter präsentieren Pläne für die Möglichkeit, unmittelbar mit Kryptowährungen zu bezahlen. Die andere Frage lautet: Wenn sich Kryptowährungen durchsetzen: Welche dieser Währungen werden „die Gewinner” sein?
Aus heutiger Sicht scheint die Antwort klar: Der Bitcoin hat eine herausragende Dominanz innerhalb der Kryptowährungen. Es ist jedoch nicht ohne weiteres möglich, eine führende Marktposition der Gegenwart ungefiltert auf die Zukunft zu projizieren. Die Behavioral Finance Forschung spricht bei diesem verbreiteten Gedankenfehler vom sogenannten „Recency Effekt”.

Ein prägnantes Beispiel hierfür ist der Markt für Mobiltelefone: Zu Beginn des Jahrtausends war klar, dass der Markt vor einem gigantischen Wachstum steht. Seinerzeit war Nokia eindeutiger Marktführer und schien unangreifbar. Aus heutiger Sicht zeigt sich jedoch: Obgleich der Mobilfunktmarkt wie erwartet stark gewachsen ist, spielt heute die Firma Nokia als Hersteller von Smartphones keine signifikante Rolle mehr.

Übertragen auf Kryptowährungen heißt das: Auch wenn Kryptowährungen in Gänze künftig immer stärker nachgefragt werden sollten, ist nicht unbedingt gesagt, dass der bisherige „Platzhirsch Bitcoin” diesen Status auch verteidigen kann.

Zusätzlich ist folgendes zu bedenken: Eine steigende Bedeutung von Kryptowährungen hat im Gegenzug einen schwindenden Einfluss der Notenbanken zur Folge, was aus politischer Sicht ungelegen kommen dürfte. Es sind somit staatliche Restriktionen des Handels bis hin zum Verbot denkbar. Andererseits wird seitens einiger Staaten selbst über die Einführung eigener Kryptowährungen nachgedacht. Inwieweit diese eine ernstzunehmende Konkurrenz zu den bisherigen Kryptowährungen darstellen oder aber sogar für einen Popularitätsschub für Kryptowährungen als Ganzes sorgen würde, bleibt abzuwarten.

Neben der Absicherung von Inflationsszenarien ist aus Sicht von Investoren noch eine weitere Chance gegeben: Wenn immer mehr Leute in ein nahezu gleichbleibendes Angebot investieren möchten, wird dies unweigerlich zu einem Preisanstieg führen. Allerdings ist zu beachten: Eine fundamentale Bewertung von Kryptowährungen, wie man sie von Aktien oder Immobilien kennt, ist nicht möglich. Ein intrinsischer Wert nach konventionellen Rechenmaßstäben ist schlicht nicht ermittelbar.

Fazit

Unterm Strich bleiben Kryptowährungen zum jetzigen Zeitpunkt ein hochriskantes Spekulationsobjekt in einem weitestgehend rechtsfreien Raum, das sich nicht zur systematischen Vermögensbildung eignet. Die Risiken, die über die reinen Wertschwankungen von Kryptowährungen hinausgehen, zeigt aktuell der Fall der türkischen Krypto-Börse Thodex: Ihr Geschäftsführer ist auf der Flucht, während rund 400.000 vor allem Kleinanlegern der Zugriff auf insgesamt zwei Milliarden US-Dollar Vermögen womöglich für alle Zeiten verwehrt bleibt. Abschreiben sollten Anleger die Assetklasse Kryptowährungen deshalb natürlich nicht. Sehr hilfreich wäre es sicherlich, wenn gestandene Marktteilnehmer regulierte Investmentprodukte mit attraktivem Chance- Risiko-Verhältnis für die breite Masse inizieren. Hier dürfte bereits einiges in der Pipeline sein. Wir halten Sie hierzu selbstverständlich auf dem Laufenden.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Todesfall – Eine Steuererklärung kann für Hinterbliebene verpflichtend sein
Nicht vorschnell kündigen – Richtige Reaktion auf eine Beitragserhöhung bei der Wohngebäudeversicherung
Baukredit: Der BGH erklärt Gebühren bei einer Umschuldung für unzulässig

Bildnachweis

Donnerstag, 13. Mai 2021

Anlagekommentar April 2021 – Die Aktienmärkte laufen, laufen, laufen… und die lange gesuchte Inflation kommt wieder zurück

 Bereits seit Ende letzten Jahres sind die Begriffe Reflation, reflationäre Maßnahmen und reflationäre Geschäfte unter Ökonomen und in Finanzkreisen beliebte Themen für Diskussionen. Die Finanzmärkte verfolgen aufmerksam den Anstieg der Inflationserwartungen und bewerten die Auswirkungen der zyklischen Erholung auf die Renditen von Staatsanleihen und die Maßnahmen der Notenbanken. Für den Kapitalanleger stellt sich hier die Frage: Warum ist das so wichtig und welche Auswirkungen könnten die aktuellen makroökonomischen Entwicklungen für die Finanzmärkte in den kommenden Quartalen haben?

Entwicklung der Anlagemärkte im April 2021

Die Kapitalmärkte konnten im April durch robuste Konjunkturindikatoren, den rasanten Impfprozess in den USA, fallende Anleiherenditen sowie einem starken Start der Berichtssaison die Aufwärtsbewegung weiter stützen.  So konnten die amerikanischen Aktienmärkte einen starken April, unterstützt von einer kräftigen Abwertung des US-Dollars verzeichneten . So konnten der marktbreite S&P 500 Index mit +5,2  Prozent als auch der NASDAQ 100 Index mit +5,9 Prozent neue Rekordstände markierten. Der Dow Jones Industrial Average Index handelte dabei erstmals über 34.000 Punkten. Auf dem europäischen Kontinent fiel die Bilanz dagegen gemischter aus. Während deutsche und skandinavische Börsen nur leichte Kursgewinne verzeichneten, konnten Frankreichs und Spaniens Leitindizes deutlich zulegen.

DAX Entwicklung

Der DAX Index kam auf einen Zuwachs von +0,9 Prozent und auch der Eurostoxx 50 Index legte um +1,4 Prozent zu. Der britische FTSE 100 Index stieg aufgrund der Öffnungsperspektive nach dem schnellen Impffortschritt um 3,8 Prozent an und zog den marktbreiten europäischen STOXX Europe 600 Index mit auf ein neues Allzeithoch. Dagegen schwächelten die asiatischen Aktienmärkte, wodurch beispielsweise der NIKKEI 225 Index 1,3 Prozent verlor und zusätzlich unter der starken japanischen Währung litt. Auch der MSCI World Index (EUR) kam nur auf einen leichten Zuwachs von +2,1 Prozent.

Die kräftige Wirtschaftserholung zeigte jedoch auch ihre Kehrseite, was sich in dem weltweiten beschleunigenden Preistrend wiederspiegelte. Die Konsumentenpreise in den USA verzeichneten den stärksten monatlichen Preisanstieg seit dem Jahr 2013. Die Kernrate des Preisindex der Konsumausgaben stieg rasant in Richtung der gewünschten Zwei-Prozent-Zielmarke der US-Notenbank Federal Reserve System (Fed) an. Die Notenbanken ließen sich allerdings durch die anziehenden Inflationsraten nicht aus der Ruhe bringen. Sie sehen dies wegen der Corona-Pandemie nur als eine temporäre Anstiegssituation. Die entspannte Haltung der Notenbanken sorgte auch an den Anleihemärkten für Ruhe. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen sank wieder und der deutsche Pendant stieg nur marginal auf -0,24 Prozent.

Anleger sollten die Begriffe Reflation und Inflation nicht verwechseln

Um nachzuvollziehen, warum das Thema Reflation derzeit so stark im Fokus steht, muss zunächst einmal verstanden werden, was Reflation bedeutet, was ein reflationäres Umfeld ausmacht und wie es sich von einem inflationären Umfeld unterscheidet.

Die Reflation kann allgemein als die Anfangsphase einer wirtschaftlichen Erholung nach einer kontraktiven oder deflationären Phase definiert werden. Zudem umfasst sie auch die Aussicht auf eine schrittweise Rückkehr von Produktion und Inflation zu ihren langfristigen Trends nach einer Rezession oder einem deflationären Schock (wie zum Beispiel dem Schock, den wir durch die Corona-Pandemie erlebt haben). Obwohl ein reflationäres Umfeld einen Anstieg der Inflation mit sich bringt, wird dies für die Weltwirtschaft im allgemeinen als positiv  gesehen, da es mit einer Rückkehr zur Normalität in Verbindung gebracht wird. Ein reflationäres Umfeld ist durch einen Anstieg der Gesamtnachfrage, eine Annäherung an die Vollbeschäftigung und ein Preisniveau gekennzeichnet, das sich schrittweise dem 2 Prozent-Inflationsziel der Zentralbanken nähert.

Inflationsprognossen

Der Unterschied zu einem inflationären Umfeld liegt darin, dass dieses normalerweise mit einem schrittweisen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus zu einer Zeit verbunden ist, in der die Wirtschaft mit voller Kapazität arbeitet. Eine Reflation wird also als eine positive Entwicklung angesehen. Dagegen ist eine Standardinflation eher als negativ zu sehen, sofern die Preissteigerungen dazu tendieren, die langfristigen Trends und die Ziele der Zentralbanken zu übersteigen. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie und der ersten Lockdown-Phase im Jahr 2020 brachten die Regierungen und Notenbanken auf der ganzen Welt beispiellose politische Unterstützungsmaßnahmen auf den Weg. Damit sollten die durch die Pandemie verursachten deflationären Kräfte umgekehrt und verhindert werden, dass eine globale Rezession zu einer Depression wird. Diese reflationären Maßnahmen in Verbindung mit der Entwicklung und dem fortschreitenden Einsatz von Covid-19-Impfstoffen haben die Voraussetzungen für ein reflationäres Umfeld im Jahr 2021 geschaffen.

Wie sind die mittelfristigen Aussichten für Reflation und Inflation?

Die Weltwirtschaft schrumpfte im Jahr 2020 um ca. -3,5 Prozent. Im Hinblick auf die außerordentliche politische Unterstützung und des Einsatzes von Covid-19-Impfstoffen erwartet der IWF nun, dass sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 um etwa 5,5 Prozent erholen kann. Wenn keine unerwarteten größeren Rückschläge erfolgen, sollte das reflationäre Umfeld zu einem soliden Wirtschaftswachstum beitragen. Allerdings wird dieses Wachstum auch im Jahr 2021 regional ungleichmäßig ausfallen und weiterhin erheblich von der Entwicklung der Corona-Pandemie abhängig sein.

Nach der globalen Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt blieben in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften die Inflationsraten über einen längeren Zeitraum hinweg auf einem niedrigen Niveau. In vielen Ländern gab es Phasen mit einem negativem Preiswachstum. Als die Covid-19-Pandemie die Weltwirtschaft traf, hatte die Inflation noch nicht wieder das Vor-Krisen-Niveau erreicht. Die Inflation wird in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im ersten Halbjahr des Jahres 2021 tendenziell teilweise stärker ansteigen, was vor allem auf höhere Energie- und Rohstoffpreise, Angebotsengpässe und einen positiven Basiseffekt zurückzuführen ist. Aus heutiger Sicht kann man davon ausgehen, dass die Inflation im zweiten Quartal dieses Jahres ihren Höhepunkt erreichen wird.

Insgesamt dürfte die Inflation jedoch auf absehbare Zeit verhalten bleiben. Dies ist auf eine negative Produktionslücke, Gegenwind durch strukturelle Einflüsse, wie Demografie, Globalisierung und Technologie und ein wachsendes Ungleichgewicht zwischen Ersparnissen und Investitionen zurückzuführen. Da die Inflation derzeit weiter unter dem gewünschten Zielwert liegt, werden die Zentralbanken in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wahrscheinlich über vorübergehende Inflationsschübe hinwegsehen und ihre lockere Politik über einen längeren Zeitraum beibehalten – das sogenannte „Low for Long“.

Was bedeutet das für die Finanzmärkte?

Ein reflationäres Umfeld, welches durch eine zyklische Konjunkturerholung, eine äußerst unterstützende makroökonomische Politik und moderat steigende Preise gekennzeichnet ist, wird im Allgemeinen als positiv für die Aktienmärkte und Risikoanlagen angesehen.

Die wichtigsten Aktienindizes stiegen von den Tiefstständen im März 2020 um etwa 75 Prozent und erreichten im März dieses Jahres neue Höchststände. Diese Aktienrallye wurde durch eine von den Zentralbanken herbeigeführte Liquiditätsflut und einen verbesserten Wirtschaftsausblick angetrieben. Die Aussicht auf zusätzliche fiskalische Unterstützung in den USA und die Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen haben die Reflationsdynamik verstärkt und die sogenannte „Reflation Trades“ ausgelöst.

„Reflation Trades“ begünstigen tendenziell Vermögenswerte, die mit einem schnelleren Wirtschaftswachstum verbunden sind. Zudem fördern sie in der Regel eine Rotation in die Vermögenswerte, die während der Rezessionsphase am meisten gelitten haben. Aktien- und Rohstoffmärkte entwickeln sich tendenziell besser als andere Märkte, Aktienmärkte in Schwellenländern besser als die in fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Small Caps und zyklische Sektoren besser als Large Caps und Wachstumswerte. In einer Reflationsphase führen die Wachstumsaussichten und die steigenden Inflationserwartungen dazu, dass die Renditen von Staatsanleihen steigen und hochverzinsliche Anleihen besser abschneiden als Investment-Grade-Anleihen.

Ein reflationäres Szenario sorgt mit der Zeit aber auch für potenzielle Risiken am Horizont

Die Verabschiedung des 1,9 Billionen USD schweren US-Pandemie-Hilfsgesetzes hat zusammen mit der allmählichen Wiederbelebung der US-Wirtschaft und besseren Wirtschaftsdaten zu einem Anstieg der Inflationserwartungen und einem sprunghaften Anstieg der Renditen von Staatsanleihen geführt. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg von 0,9 Prozent Ende 2020 auf 1,7 Prozent am Ende des ersten Quartals dieses Jahres. Seitdem ist die Rendite wieder etwas auf 1,6 Prozent gesunken. Die Renditen europäischer Staatsanleihen haben sich ähnlich entwickelt und sind fast auf die Niveaus von vor der Corona-Pandemie zurückgekehrt. Seit Mitte Februar führten die überzogenen Aktienbewertungen in Verbindung mit ersten Anzeichen einer Inflation und einem raschen Anstieg der Anleihenrenditen zu Marktturbulenzen, da die Aktienmärkte höhere Zinsen verarbeiten mussten. In den USA haben die Sorgen um den Anstieg der Inflation dazu geführt, dass Anleger befürchten, die Federal Reserve System (Fed) könnte ihre Politik früher als erwartet straffen.

Höhere Renditen werden derzeit als eines der größten Risiken für die Finanzmärkte angesehen. Ein anhaltender und starker Anstieg der langfristigen US-Zinsen könnte der noch jungen Konjunkturerholung schaden, die Aufwärtsbewegung des Marktes zum Stillstand bringen und die „Reflation Trades“ zunichte machen. Zudem könnte das Risiko höherer US-Renditen auch den US-Dollar stärken und die Kapitalströme aus den Schwellenländern zurück in die USA lenken. Obwohl das reflationäre Umfeld bisher intakt ist, hat sich der Spielraum für weitere Gewinne bei Risikoanlagen verringert.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien

Die Volkswirtschaften in Europa bleiben zwar von andauernden Lockdowns geprägt, in der für die Kapitalmärkte wichtigen US-Wirtschaft zeichnet sich aber der Beginn einer Normalisierung gegen Ende des zweiten Quartals ab. Als Risikofaktor für die Kapitalmärkte ist ein zu erwartender recht deutlicher Anstieg der Inflation in den kommenden Monaten zu nennen, während höhere Anleihe-Renditen als Einflussgröße in aller Regel überschätzt werden. Die Aussicht auf eine Normalisierung der US-Wirtschaft dürfte möglichen negativen Inflationseffekten allerdings entgegenwirken.

So sprechen mittelfristig in einem weiter anhaltenden Nullzinsumfeld die Dividendenrenditen und Ertragsaussichten für Aktien für Erfolg. Aufgrund des aktuellen Wirtschaftsszenarios werden konjunktursensitive Werte und damit auch das Segment kleinerer und mittelgroßer Unternehmen auf Erholungskurs bleiben. Aber auch bei Value-Aktien gibt es weiterhin Potenzial und auch defensive Unternehmen mit einer soliden Dividendenhistorie sollten besser abschneiden als Unternehmensanleihen mit Anlagequalität.

Nach der derzeitigen längeren Phase eines insgesamt positiven Börsentrends sind Gewinnmitnahmen weiter wahrscheinlicher geworden. Ohne signifikante negative Nachrichten sind Korrekturphasen jedoch meist von kurzer Dauer und würden eher weiter Einstiegsmöglichkeiten zum Nachkaufen bieten. Anlagestrategisch sprechen in einem anhaltenden Nullzinsumfeld die Dividendenrenditen und Ertragsaussichten für weiter Aktien. Die Verteilung von Impfstoffen hat sich mittlerweile verbessert, aber die neuen Mutationen des Coronavirus bleiben vermehrt im Fokus. Die aktuelle Datenlage zu den Impfstoffen spricht weiter nicht dafür, dass das wirtschaftliche Erholungsszenario gefährdet wäre. Die Wirtschafts- und Börsentrends werden aber auf jeden Fall nicht geradlinig verlaufen.

Trotz einer möglicherweise hohen Marktvolatilität in den kommenden Monaten, sollte man sich als Anleger zunehmend auf eine weitgehende Normalisierung der wirtschaftlichen Aktivität in den kommenden 12-24 Monaten einstellen. Zu berücksichtigen gilt auch, dass sich die relevanten Stellen, wie Regierungen, Gesundheitssysteme, Einzelpersonen und Unternehmen seit Monaten viel dazu gelernt haben, mit der Situation umzugehen. In der aktuellen Phase sind Unternehmen zu bevorzugen, die sich bisher in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt haben und eine solide Bilanz aufweisen.

Weiterhin sorgen dennoch Dividendenwerte für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Als interessantes langfristiges Thema zur Depotbeimischung kann der Fokus auf eine „Alternde Gesellschaft“ gelegt werden und über unterschiedliche Anlagemöglichkeiten abgebildet werden. Auch globale Immobilienaktienfonds können zur Depotdiversifikation beitragen, denn stabile Dividendenzahlungen durch regelmäßige Mieterträge und die Partizipation an aussichtsreichen Langfristtrends zeichnen diesen Anlagebereich aus. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren weiter eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen. In diesem Umfeld sollten Unternehmensanleihen aus dem gesamten Euroraum weiter den Vorzug bekommen.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100 Prozent des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:

  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
Anlagekommentar April 2021 als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Aus der Steuer-ID wird die Bürger-ID – Wie funktioniert die neue Bürgernummer
Gefahren auf der Baustelle
Worauf kommt es bei der Wahl der richtigen Fonds an?

Bildnachweis

Quelle: Bereich „Anleger sollten die Begriffe Reflation und Inflation nicht verwechseln“ von ETHENEA Independent Investors S.A.

Dienstag, 4. Mai 2021

Geldanlagen im 1. Quartal 2021 - Aktien mit Rekordständen und Anleihen mit Schwierigkeiten

 Der ungebrochene Optimismus der Anleger hat auch im ersten Quartal 2021 für neue Rekordstände an den Aktienmärkten gesorgt – trotz großer Unterschiede zwischen Regionen, Branchen und Anlageklassen. Dagegen taten sich insbesondere Staatsanleihen in einem Umfeld befürchteter Zinserhöhungen und steigender Inflation schwer. Für den Rest des Jahres geben Kapitalmarktexperten aber einen positiven Ausblick.

Während das Jahr 2020 schon mit einer Börsenrallye endete, sorgten die in der Breite anlaufenden Corona-Impfungen auch im ersten Quartal 2021 für Optimismus bei Anlegern. Weltweit erreichten Aktienmärkte neue Rekordstände. Zwischen verschiedenen Regionen, Branchen und Anlageklassen taten sich aber auch große Unterschiede auf. Verantwortlich hierfür waren die gestiegenen Erwartungen für Wachstum sowie Inflation in den USA und befürchteten Zinserhöhungen. Insbesondere Staatsanleihen taten sich in diesem Umfeld schwer. Für den Rest des Jahres geben Kapitalmarktexperten aber einen positiven Ausblick.

Die Corona-Impfungen lassen Börsianer jubeln

Mit dem weltweiten Start der Impfungen ist der Kampf gegen die Corona-Epidemie in eine neue Phase getreten. Die Zulassung immer weiterer Impfstoffe von verschiedenen Anbietern haben Auswahlmöglichkeiten sowie Verfügbarkeit für Regierungen deutlich erhöht und machten Hoffnung auf baldige Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Bisher hängt Deutschland bei der Durchimpfung der Bevölkerung leider vielen Industrienationen, wie etwa den USA oder Großbritannien, deutlich hinterher.

Nichtsdestotrotz blicken deutsche Anleger optimistisch in die Zukunft und sorgten für Kursgewinne heimischer Unternehmen. So konnte der DAX im März sogar ein absolutes Allzeithoch erklimmen und zeigte sich fast immun gegen schlechte Nachrichten zu Impf- oder Inzidenzzahlen. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch für den Rest Europas. Trotz der verzögerten wirtschaftlichen Erholung im Vergleich zu den anderen großen Wirtschaftsräumen, konnten die meisten europäischen Aktienindizes deutlich zulegen. Der Optimismus von Anlegern, wird aktuell auch von vielen Unternehmen geteilt. Diese rechnen mit weiterer staatlicher Unterstützung und von einer anziehenden Verbrauchernachfrage nach Monaten des Konsumverzichts.

Zahl der direkten Aktionäre in Deutschland von 1996 bis 2020

Erfolgreiche Impfkampagne und Wachstumshoffnungen in den USA

Inzwischen hat bereits ein Viertel der US-Bürger eine Erstimpfung erhalten und die Immunisierung der Bevölkerung geht mit hohem Tempo voran. Damit wird die Basis für einen wirtschaftlichen Neustart geschaffen und sorgt für robuste Wachstumserwartungen der Analysten. Befeuert wird diese Entwicklung von Konjunkturprogrammen der Biden-Regierung. In einem ersten Schritt hat Washington 1,9 Billionen Dollar als Covid-Hilfe gezahlt. Laut führenden US-Medien ist nun auch ein Programm für die amerikanische Infrastruktur geplant. Dieses soll 3 Billionen Dollar umfassen und in den Bau von Straßen sowie Brücken, in saubere Energie und Bildung fließen.

Zinserwartungen sorgen für Schwankungen bei Anleihen und Technologietiteln

Die optimistischeren Konjunkturprognosen haben zwischenzeitlich aber auch zu steigenden Inflationserwartungen bei Analysten geführt. Die Logik dahinter: Die Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität wird zu Nachholeffekten und Investitionen führen, was zumindest kurzfristig zu steigenden Preisen führen könnte. In der Folge erhöhten sich im Februar die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen auf 1,5 Prozent und ließen die Kurse am Anleihenmarkt fallen. Am Aktienmarkt waren hingegen Wachstumstitel betroffen, deren Bewertungen bisher stark von niedrigen Zinserwartungen profitierten. So mussten einige Technologietitel Kurseinbrüche verkraften, die im März aber in vielen Fällen wieder ausgeglichen werden konnten. Die überraschend klare Kommunikation der Notenbanken in den USA und Europa war hier der beruhigende Faktor.

Die EZB und Fed bleiben ihrer bisherigen Strategie treu

Zunächst legte hier die Europäische Zentralbank (EZB) vor und kündigte die Ausweitung der Anleihekäufe im Rahmen des „Pandemic Emergency Purchase Programme“ an. Der Markt soll also weiterhin mit neuem Geld versorgt werden und die Zinsen auf niedrigem Niveau verbleiben. Dies war in dieser Form bereits von Experten erwartet worden und so richteten sich alle Blicke auf den Chairman der Federal Reserve System (Fed) Jerome Powell. Mitte März „lieferte“ dieser: Unerwartet deutlich erklärte Powell, dass die Zentralbanken auch eine höhere Inflation als bisher akzeptieren und die Leitzinsen noch eine ganze Weile auf dem aktuellen Nullzinsniveau belassen würden. Von einer großen Zinswende kann also bisher keine Rede sein. Trotzdem werden die Inflationserwartungen auch für die nächsten Monate einer der entscheidenden Wirtschaftsindikatoren bleiben.

Starker Start für Schwellenländer in Asien und Lateinamerika fällt zurück

Deutlich früher als in den westlichen Industrienationen trat in Asien eine Normalisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse ein. Wie schon im letzten Quartal zeigte China hier eine besonders starke Erholung zu Beginn des neuen Jahres. Über die letzten Wochen sorgten dann aber Störfeuer aus den USA wieder für einen leichten Rückgang der hohen Bewertungen. Neben den bereits erwähnten Sorgen um steigende Zinsen in den Vereinigten Staaten, trat hier der wiederaufflammende Handelskonflikt in den Vordergrund. Auch unter der Biden-Administration sind die Spannungen zwischen den beiden Wirtschaftsriesen nicht geringer geworden. Schon beim ersten Treffen zwischen Diplomaten beider Länder kam es zu offen ausgetragenem Streit und lassen eine baldige Einigung als eher unwahrscheinlich erscheinen. Der grundsätzliche Optimismus der Anleger für das Wachstum in China bleibt aber ungebrochen.

Schwächer präsentierte sich im letzten Quartal Lateinamerika. Auch wenn sich die Volkswirtschaften in der Karibik, Zentral- und Südamerika nur schwer miteinander vergleichen lassen, kann man festhalten, dass die Region von der Pandemie besonders stark betroffen wurde. Die Gesamtwirtschaftsleistung in der Region ist laut Internationalen Währungsfonds (IWF) im Jahr 2020 um 8,13 Prozent eingebrochen und auch für 2021 sehen aktuelle Prognosen für das Wirtschaftswachstum vergleichsweise düster aus. Hoffnung machen lediglich die anlaufenden Impfungen und die steigenden Rohstoffpreise, welche zu den wichtigsten Exportgütern der Region zählen.

Industriemetalle steigen auf Mehrjahreshoch und Edelmetalle können nicht profitieren

Mit der wirtschaftlichen Erholung ist auch die globale Nachfrage nach Rohstoffen wieder deutlich angezogen. Kupfer verteuerte sich etwa auf den höchsten Stand seit 10 Jahren. Aber auch Rohöl der Sorte Brent erreichte zumindest ein Ein-Jahreshoch und lag zwischenzeitlich bei über 65 Dollar. Überraschender für Analysten war da schon die negative Entwicklung des Goldpreises. Dieser konnte offensichtlich nicht von den zeitweise aufflammenden Inflationserwartungen oder der expansiven Geldpolitik der Notenbanken profitieren. Während zum Jahresstart noch die 2.000 Dollar pro Feinunze in Reichweite lag, fiel der Preis auf deutlich unter 1.800 Dollar im März. Trotzdem oder gerade deshalb sehen Experten aber für das nächste Jahr noch Aufholpotential bei Edelmetallen.

Fazit

Die Niedrigzinspolitik der Notenbanken kann aktuell auch nicht von Sorgen um ansteigende Inflation ins Wanken gebracht werden. Trotz der Höchststände an den Börsen, bleibt das Umfeld für Aktien damit weiterhin günstig. Anleiheinvestments haben es hingegen ungleich schwerer. Auch wenn Experten den Kurseinbruch vom Februar eher unter die Kategorie „Übertreibung“ einordnen, muss auch in den nächsten Monaten mit leichteren Schwankungen gerechnet werden. Sollten Impfungen die Pandemie erfolgreich zurückdrängen und Öffnungen der Wirtschaft in den großen Industrienationen ermöglichen, spricht aber grundsätzlich nichts gegen ein weiteres positives Quartal in 2021.

Quartalsbericht Q1 2021

Geldanlagen im Quartal als eBook herunterladen

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:

Aus der Steuer-ID wird die Bürger-ID – Wie funktioniert die neue Bürgernummer
Wie ist ein Schaden am geliehenen Schullaptop versichert
Energiekosten sparen – So klappt ein Anbieterwechsel

Bildnachweis