Montag, 23. Oktober 2017

Fondsidee des Monats September 2017


Als Anleger kennt man das Problem, dass seit Jahren die Zinsentwicklung nur eine Richtung zeigt: Nach unten. Ob Sparbuch, Tagesgeld, Anleihen oder Festgeld – wer heute sein Geld sicher anlegen möchte, hat es schwer, auch nur eine im Ansatz attraktive Verzinsung zu erhalten. Ein Vergleich der Tageskonten verdeutlicht das Problem. Nur selten gibt es Angebote, die mit Müh und Not grob in Richtung 1% Verzinsung gehen. Schlimmer noch: Schon melden sich erste Banken, die sogar einen Negativzins erheben. Für Anleger sind das keine rosigen Aussichten, zumal die EZB von ihrer Niedrigzinspolitik so schnell nicht abrücken wird.

Doch was sind die Alternativen?
Hochzinsanleihen sind im Anleihen Bereich eine der wenigen Möglichkeiten, attraktive Rendite zu erzielen. Ihre Aufschläge gegenüber sicheren AAA-Anleihen betragen teilweise mehrere Prozentpunkte. Ein besonders interessantes Segment sind hier US-amerikanische Unternehmensanleihen. Und genau hier setzt der Allianz US Short Duration High Income Bond der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors an. Während klassische Hochzinsanlagen danach streben, irgendwelche Vergleichsindizes zu schlagen, fokussiert sich dieser Fonds mit seinen Zielen auf das Wesentliche: Die Erzielung attraktiver und stabiler Erträge bei gleichzeitigem Kapitalerhalt. Investiert wird in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit von 3,5 bis 4 Jahren, die in der Regel nur 2 bis 2,5 Jahre im Portfolio verbleiben. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Stabilität. Steigen die Zinsen, wären Anleger davon kaum betroffen.

Die Wertentwicklung des Allianz US Short Duration High Income Bond Fund
der letzten achtzehn Monate zeigt die folgende Grafik:


Allianz US Short Duration High Income Bond Fund

Fazit:
Mit dem Allianz US Short Duration High Income Bond Fund hat das Fondsmanagement unter Beweis gestellt, dass er Risiken dieses Segments nicht nur beherrscht, sondern hier auch zu den besten Managern weltweit gehört. Anstatt sich auf eine riskante Outperformancestrategie einzulassen, verfolgt das Fondsmanagement eine stabile Einkommensstrategie. Für Anleger, die Kapitalerhalt, Stabilität und attraktive laufende Einnahmen erzielen wollen, ist dieser Fonds daher ein echtes Substitut für klassische Rentenanlagen. Selbst nach Abzug von Absicherungskosten verspricht die Zielsetzung Euroanlegern eine Rendite von 2% pro Jahr. Die Historie gibt dem Fonds Recht: In den USA ist diese Anlagestrategie bereits seit 1996 erfolgreich im Einsatz – mit einer erzielten Rendite von 5% bis 6% pro Jahr in USD.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Dienstag, 17. Oktober 2017

Anlagekommentar September 2017 - Politisches Chaos im Weißen Haus belastet


Die Kapitalmärkte haben derzeit einige Belastungen zu verkraften. Insbesondere gehören dazu der wieder aufflammende Nordkoreakonflikt, die chaotischer agierende US-Regierung, ein steigendes handelspolitisches Konfliktpotenzial und der anhaltend starke Euro. Die weiterhin positive volkswirtschaftliche Lage und das gute Unternehmensumfeld wird von den politischen Sorgen überdeckt.

Viele Zweifel an geplanter Steuerreform und geopolitische Einflüsse sind aktuell erschreckend
Ob der Rücktritt von Steve Bannon, die Auflösung des Beratungsgremiums der Wirtschaft oder Kritiken und Drohungen in den Medien sowie die von Donald Trump angekündigte Grenzmauer zu Mexiko: Derzeit geht es im geopolitischen Sektor mehr als rund. Nordkorea und die USA heizen einen unaufhaltsamen Streit an, die Handelspraktiken von China sind bei Trump ins Visier geraten und ein Handelsabbruch soll erpresst werden, wenn sich China weiterhin im Handel mit Nordkorea bemühen wird. Sowohl der asiatische wie der europäische Markt haben sichtbare Spuren von den politischen Auseinandersetzungen davon getragen. Der STOXX Europe 600 sank zum Monatsende August um 1,1% und auch der DAX ging mit 0,5% Verlust aus dem Abschluss hervor. Ungewöhnlich aber wahr: Der S&P 500 Index bliebt vom "Absacker" unberührt.

DAX Entwicklung

Asien und Europa im Wirtschaftswachstum - Unkonstante Signale aus den USA
Lenken Sie den Blick auf die Volkswirtschaft, spricht weiterhin alles für ein Investment auf dem europäischen oder asiatischen Markt. Nachhaltige Preisentwicklungen und ein hohes Wirtschaftswachstum setzen deutliche Zeichen. Anders sieht es in der US-Wirtschaft aus. Die Einzelhandelsumsätze stiegen in diesem Quartal anfänglich, doch zum Halbjahr drehte sich die Performance um und die Konsumschwäche ließ sich nicht mehr von der Hand weisen. Ersichtlich ist auch, dass der Immobilienmarkt bereits über dem Gipfel ist und aktuell nur noch mit einer Stagnierung oder einem Rückgang gerechnet werden kann. Der amerikanische Markt ist derzeit besonders volatil und daher nichts für Anleger mit dem Wunsch nach einem möglichst niedrigen Risiko.

Staatsanleihen und Gold steigen im Wert
Der schwache Dollar und die Unsicherheit auf den Finanzmärkten haben den Goldpreis gepusht. Mit einem prozentualen Anstieg von 4,1 pro Unze hat er sich nicht nur erholt, sondern einen enormen Aufschwung erlebt. Ebenso attraktiv sind derzeit Staatsanleihen einzuschätzen, wodurch sie wie Gold zum sicheren Hafen werden.

Inflation ist immer noch tief
Betrachtet man die Kerninflation (in der die schwankungsanfälligen Komponenten Lebensmittel und Energie ausgeschlossen sind), dann ist diese niedriger als im letzten Konjunkturzyklus. Dies kann man sowohl in Europa als auch in den USA sehen. Die tiefe Inflation in der Eurozone lässt sich dabei immer noch mit der hohen Arbeitslosenquote begründen. In den Vereinigten Staaten von Amerika kann ein hoher Anteil des Gesundheitssektors und von Mietausgaben zumindest teilweise erklären, warum die Inflation zurzeit nicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung im Einklang steht. Aber auch der Lohndruck durch steigender Löhne, ist in den USA verhalten.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit dem weiterhin weltweit besten Wirtschaftswachstum seit Jahren und den positiven Ergebnissen bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Während die Erstarkung des Euro die Börsen in Europa unlängst etwas belastet hat, kann dies jedoch als vorübergehendes Phänomen in einem ansonsten intakten Umfeld angesehen werden. Die Bewertungen der wichtigsten Aktienmärkte liegen zweifellos über den langfristigen Mittelwerten und auch die Kreditaufschläge von Unternehmensanleihen befinden sich in einem historischer Tief. Zudem sind die impliziten Aktienvolatilitäten tief. Aus empirischen Analysen kann man allerdings erkennen, dass die aktuellen Aktienbewertungen und tiefen Volatilitäten weitgehend im Einklang mit dem insgesamt guten fundamentalen Daten stehen und damit keinesfalls zwingend Hinweise auf Übertreibungen darstellen.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte sind weiterhin als Beimischung zu empfehlen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:
  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Dienstag, 10. Oktober 2017

Mit Dividenden der Zinsflaute trotzen

In der aktuellen Niedrigzinsphase haben Anleger, die regelmäßige Einnahmen erzielen wollen, keine Freude. Um diesem Dilemma zu entkommen sind Dividendenfonds eine Alternative. Sie investieren in ertragsstarke Titel und helfen Anlegern so die Zinsdürrephase zu überstehen. Natürlich sind sie kein direkter Zinsersatz, aber sie sind doch zumindest eine gute Alternative für einen Anleger, der ohnehin in Aktienfonds investieren möchte und auch einen längeren Anlagehorizont verfolgt.

Die Deutschen gelten als Sparweltmeister
Doch hat diese Auszeichnung einen Haken: Ein Großteil des Ersparten landet auf dem Sparbuch oder in Festzinsanlagen. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist das besonders prekär da sich (Real-)Vermögen so nicht aufbauen lässt. Daher ist es kein Wunder, dass sich Dividendenfonds immer größerer Beliebtheit bei Anlegern erfreuen. Sie haben durchaus ihren Charme: Neben den üblichen Aktienmarktchancen versprechen sie auch, den Zinsdurst zu lindern. Erfolgreiche Dividendenmanager verfolgen dabei eine spezielle Strategie. Sie haben nicht nur die Dividendenrendite im Blick, denn das ist nicht ausreichend. Sie investieren in solche Unternehmen, die ihre Dividenden nachhaltig erzielen. Das ist wichtig, da nur eine nachhaltig ausgezahlte Dividende langfristig Sinn macht.

DAX-Unternehmen legen bei der Ausschüttung von Dividenden zu

Grundsätzlich sind Unternehmen mit stabilen Dividenden bekannt für ihre konstante Geschäftsentwicklung. Sie agieren nachhaltig und mit dem Ziel, ihren Aktionären dauerhaft einen Mehrwert zu bieten. Das ist ein entscheidender Vorteil dieser Fonds. Durch die regelmäßigen Dividendenzahlungen können sie etwaige Kursrückgänge zumindest teilweise abfedern. Gleichzeitig partizipieren sie in steigenden Marktphasen nicht selten vollumfänglich. Mit positiver Wirkung auf die Risikostruktur: Nachhaltige Dividendentitel sind im Vergleich zu klassischen Aktienfonds insgesamt mit weniger Schwankungen behaftet. Und sie bieten langfristig Schutz vor Geldentwertung.

Gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Dividendenfonds?
Dividendenfonds ist nicht gleich Dividendenfonds. Wie bei klassischen Aktienfonds auch, unterscheiden sich die Fonds in puncto Anlagepolitik, Selektion, Ausrichtung, Manager, Erfolg usw...
Hinzu kommt die geographische Ausrichtung. Es gibt beispielsweise global anlegende Dividendenfonds und solche mit Fokus auf Europa.

Können Dividendenfonds als Zinsersatz gesehen werden?
Zinsen sind laufende Verpflichtungen eines Kreditnehmers bzw. Emittenten von Anleihen. Dividenden hingegen sind freiwillige Leistungen. Insofern gibt es einen gewaltigen Unterschied. In einer Phase extrem niedriger Zinsen, so wie sie aktuell vorherrscht, können Dividendenfonds allerdings eine interessante Möglichkeit sein, laufende Einnahmen zu generieren. Zumindest insofern dies in die Anlagestrategie des Anlegers passt oder er ohnehin ein Aktieninvestment tätigen will. Wie es weitergeht ist naturgemäß schwer zu sagen. Historisch betrachtet ist allerdings ein deutlicher Trend erkennbar. Die Dividendenausschüttungen der DAX-Unternehmen nehmen im Schnitt zu, wie folgende Graphik zeigt.

Entwicklung der Dividendenzahlungen der DAX-Unternehmen

Fazit:
Besonders in Zeiten niedriger Zinsen sind Dividendenfonds eine interessante Möglichkeit, neben der Partizipation an Kurssteigerungen auch regelmäßige Erträge zu erzielen. Besonders erfolgreiche Fonds setzen dabei nicht nur auf die Dividendenhöhe bzw. Rendite sondern auch auf Nachhaltigkeit. Für Anleger ist das ein entscheidender Vorteil, da sich dadurch die Risikostruktur verbessert. Allerdings ist zu beachten, dass Dividendenfonds grundsätzlich auch die üblichen Aktienrisiken mit sich bringen.

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Dienstag, 26. September 2017

Anlagekommentar August 2017 - Euro erlebt Höhenflug und Kapitalmärkte wurden spürbar beeinflusst

Im Monat Juli erlebte der Euro einen wahren Höhenflug, während sich der US-Dollar auf dem Zwei-Jahres-Tief einpegelte. Auch der Schweizer Franken entwickelte sich auf dem niedrigsten Stand seit der Abkoppelung vom Euro im Januar 2015. Vor allem im Export wirkte sich dieser Aspekt nachhaltig aus und ließ die positive Entwicklung der aktuellen Berichtssaison in den Hintergrund geraten.

US-Aktien boomen - Europa hinkt hinterher
In Amerika sieht es auf den Aktienmärkten aktuell rosig aus. Der S&P 500 Index war auf dem Allzeithoch zu finden und schloss mit 1,9% im Plus ab. Hingegen sank der europäische STOXX Europe 600 um 0,4 Prozentpunkte. Auch der DAX konnte nur ein Minus verzeichnen und verlor 1,7%. Nicht zuletzt lag dieses Minus an der Diesel-Affäre und der damit verbundenen Schwächung der Automobilkonzerne. In China schlossen die Märkte im vergangenen Monat mit einem Prozentplus von 2,5, was für eine positive Tendenz im Bezug auf das Wachstum spricht. Im Bereich Dynamik hat die USA aktuell auch nicht gerade das glücklichste Händchen, da Donald Trumps Reformankündigungen und die Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland sowie die Zurückweisung der Abschaffungsidee von "Obama-Care" durch den US-amerikanischen Senat für reichlich Wirbel sorgten. Die Einzelhandelsumsätze schwächelten, die Auftragseingänge für Kapital- und Konsumgüter sanken und auch die Baubranche musste mit einer gedämpften Entwicklung Vorlieb nehmen. Aber vor allem im Bereich Neuzulassungen von Fahrzeugen hat es - auch hier im Bezug auf den Diesel-Skandal - einen spürbaren Einbruch mit folgenschwerer Wirkung auf das zweite Halbjahr gegeben.

DAX Entwicklung

Mario Draghi reagiert mit überraschender Offensiv-Haltung
Die FED möchte in absehbarer Zeit mit einer Abschmelzung der Wertpapierbestände beginnen, was den Fokus auf den Monat September lenkt. Mit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank ist allerdings nicht wirklich zu rechnen. Janet Yellen selbst prognostiziert diese Option mit einer marginalen Wahrscheinlichkeit von höchstens 40%. Gegenüber aller Erwartungen präsentierte sich Mario Draghi eher offensiv und lässt die Vermutung aufkommen, dass es von Seiten der EZB noch in diesem Jahr eine Veränderung geben wird. Wir bleiben neugierig und hoffen, dass die Überraschung positiv und nicht mit neuerlich negativer Begleiterscheinung aufwarten wird.

Ein Blick auf die aktuellen Anlagestrategien
Mit der weiterhin besten Konjunktur seit Jahren und den positiven Trends bei den Unternehmensgewinnen, bleibt das fundamentale Umfeld weiter unterstützend für Aktien und Unternehmensanleihen. Auch wenn hochbewertete Technologieaktien, die zuvor auf neue Rekordstände geklettert waren, unter kräftigen Gewinnmitnahmen litten und die europäischen exportorientierten Titel die starke Gemeinschaftswährung zu schaffen machte, so kann man dennoch weiterhin von einem intakten Umfeld an den Börsen sprechen.

Die politische Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel sorgt wieder für viel Beachtung, was die Unsicherheit an den Märkten fördert. Die Eskalation in der Nordkorea-Krise spitzt sich weiter zu und der verbale Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Kim Jong Un wird wieder schärfer. Dem Konflikt auf der arabischen Halbinsel schenkten die Anleger wieder weniger Beachtung. Durch die Urlaubssaison sind die Handelsvolumen immer geringer, wodurch es trotz der guten Aussichten, dennoch die eine oder andere Korrektur geben kann. Aufgrund des intakten Umfelds an den Börsen sollten deshalb Rückschläge weiterhin als Kaufgelegenheit gesehen werden. In möglicherweise kommenden volatilen Marktphasen sollten Anleger ihre Disziplin wahren.

Die Dividendenwerte sorgen weiterhin für gute Erträge und der regionale Fokus im Aktienbereich bleibt weiter auf Europa und den USA gerichtet. Die Schwellenländermärkte sind weiterhin als Beimischung zu empfehlen. Hierbei gilt Asien als die am besten positionierte aufstrebende Region, wo ein langfristiges positives Ertrags-Risikoverhältnis erwartet werden kann. Als Risikofaktor in diesem Markt bleibt weiterhin die hohe Fremdwährungsverschuldung vorwiegend in US-Dollar. Da die Renditen für Staatsanleihen in Europas Kernländern bei kurzen bis mittelfristigen Laufzeiten weiter oft negativ sind, bleibt das Umfeld für Anleihen-Investoren eine Herausforderung. Auch nach dem die Kreditaufschläge in der letzten Zeit zurückgegangen sind, bleiben die Unternehmensanleihen weiterhin die bessere Ertragsperspektive als die Staatsanleihen.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw. Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:
  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Dienstag, 19. September 2017

Fondsidee des Monats August 2017


Nachhaltigkeitsfonds sind bei Investoren zunehmend gefragt, denn viele Anleger fühlen sich zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit verbunden und beziehen neben möglichen Erträgen das persönliche Gewissen in die Anlageentscheidung mit ein. Schon jetzt ziehen Anleger – neben Standard-Kennzahlen wie dem KGV oder der Dividendenrendite – Nachhaltigkeits-Kriterien bei der Fondsauswahl heran. Investoren möchten mit Ihrem Investment positive gesellschaftliche Entwicklungen unterstützen. Das in nachhaltige Anlagen investierte Volumen beträgt mittlerweile weit mehr als 85 Milliarden Euro.

Der Commerzbank Globale Aktien – Katholische Werte vom Asset Management der Commerzbank AG ist genau die richtige Geldanlage, wenn das Vermögen ökologisch und ethisch vertretbar angelegt und dabei gleichzeitig eine stabile Rendite erzielt werden soll. Die Grundlage des Fonds bildet der MSCI World Index, der mehr als 1.600 Einzelwerte aus 23 Industrieländern umfasst. Aus dem MSCI World Index werden über 700 Aktien entlang von Wertegrundsätzen der katholischen Kirche ausgewählt und im Catholic Value Custom Index abgebildet. Das Commerzbank Asset- Managementteam wählt aus diesem Anlageuniversum dann gezielt Einzelwerte mit unterdurchschnittlichem Risiko, attraktiver Bewertung und hoher Dividendenerwartung aus.

Der katholische Wertefilter umfasst eine Vielzahl von Bereichen und wird vom MSCI ESG Research Team kontinuierlich aktualisiert. Zu diesen "katholischen Werten" gehört es, unter jeglichen Gesichtspunkten Dritten nicht zu schaden. Dieser Philosophie folgt der Commerzbank Globale Aktien – Katholische Werte Fonds und investiert folgerichtig nach strengen Grundsätzen. Das investierbare Universum spiegelt hierbei die ethisch-nachhaltigen Vorgaben der deutschen Bischofskonferenz vollumfänglich wieder. Ausgeschlossen werden zum Beispiel Unternehmen aus den Branchen Atomkraft, Waffen, Gentechnik, Rüstung und Glücksspiel.

Die Wertentwicklung des Commerzbank Globale Aktien – Katholische Werte der letzten zwei Jahre zeigt die folgende Grafik:

Commerzbank Globale Aktien – Katholische Werte

Für langfristig orientierte Anleger, mit zukunftsorientierten und nachhaltigen Präferenzen, stellt der Fonds eine interessante Beimischung für das Portfolio dar.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Dienstag, 5. September 2017

Geldanlagen im 2. Quartal 2017 - Zinswende ante portas?


Gute Konjunkturaussichten und erfreuliche Wahlergebnisse in Frankreich: An den Börsen stimmt die grundsätzliche Richtung. Damit nicht genug. Auch aus den USA kommen gute Nachrichten: Dort lässt die gute wirtschaftliche Situation bereits die Zinsen steigen. Die EZB zeigt sich noch zurückhaltend. Noch…

Gute Konjunkturaussichten für Europa
Im zweiten Quartal 2017 zeigten die internationalen Märkte grundsätzlich ein leicht positives bis neutrales Bild. Sowohl der DAX als auch der US-amerikanische S&P 500 entwickelten sich erneut positiv und zeigten ein leichtes Plus, obwohl Rohöl rund 12 Prozent verlor. Dass sich Gold zum Ende wieder auf das Vorquartalsniveau einpendelte, wirkte als Kompensation.

USA: Anhebung des Leitzinses "alternativlos"
Die erneute Zinsanhebung zeigt, dass die US-amerikanische Notenbank der guten Konjunkturlage vertraut. Der von ihr festgelegte Leitzins liegt nun zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Seitens der Börse wurde dieser Schritt nicht nur erwartet, sondern gar als alternativlos gesehen. Viele Indikatoren belegen das: Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent herrscht in den USA nahezu Vollbeschäftigung und auch das Preisniveau bewegt sich langsam, aber sicher nach oben. Für den Herbst stellt die Fed bereits den nächsten Zinsschritt in Aussicht. Außerdem soll der Bestand an Staatsanleihen langsam abgebaut werden.

Ausgewählte Märkte im Überblick

Ausgewählte Märkte im Überblick

Eurozone: Draghi nicht eindeutig
Die nach wie vor zurückhaltende Zinspolitik der EZB macht die Diskrepanz zur Fed immer deutlicher. Vielleicht ist dies ja der Grund für Draghis nebulöse Andeutung auf ein mögliches Ende der Geldschwemme. Dass einige seiner Formulierungen Spielraum für Interpretationen ließen, überraschte zumindest. So sei die nach wie vor niedrige Inflation grundsätzlich auf „zeitlich beschränkte Faktoren“ zurückzuführen. Gemeint ist damit beispielsweise der niedrige Ölpreis. Draghis Äußerungen dürften jedoch nicht bedeuten, dass die Zinserhöhung schnell kommt. Führende Investmentbanken rechnen eher damit, dass die EZB langsam das Volumen ihrer Anleihenkäufe herunterfährt. Draghi hat durchaus gute Argumente auf seiner Seite, wenn er von einer nachhaltigen Erholung der Wirtschaft in der Eurozone spricht.

Frühindikatoren zeigen klaren Trend
So wuchs diese im ersten Quartal mit 0,6 Prozent stärker als in den USA. Auch waren die Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten – abgesehen von Griechenland – niedriger als befürchtet. Auch die Frühindikatoren zeigten ein positives Bild. Die Einkaufsmanagerindizes lassen für das zweite Quartal ebenfalls gute Ergebnisse erwarten. Das deckt sich mit dem ifo-Geschäftsklimaindex, der für Deutschland den höchsten Wert seit 1990 erreicht hat. So prognostizieren einige Forschungsinstitute für das zweite Quartal den höchsten BIP-Zuwachs seit 2007. Rund zwei Drittel der im DAX als auch im S&P 500 gelisteten Unternehmen zeigen zum wiederholten Mal in Folge positive Quartalszahlen. Befeuert wird die gute Stimmung durch den Wahlausgang in Paris. Die Wahl des europafreundlichen Macron wirkt sich bereits positiv auf Frankreichs Wachstumsaussichten und Europas Stabilität aus.

Erdöl - Langsamer Rückgang des Angebotsüberhanges
Dass der Erdölpreis im zweiten Quartal trotz OPEC-Interventionen nachgegeben hat, liegt an der rekordträchtigen Förderung in den USA. Hinzu kommt die psychologische Komponente: In der aktuellen Marktphase werden im Rohstoffsegment negative Nachrichten umgehend eingepreist, positive hingegen weitestgehend ignoriert. Immerhin: Langsam aber sicher nimmt der Angebotsüberhang ab - und somit auch die Lagerbestände.

Zentralbankbilanzen

Fed kündigt Bilanzreduktion an - US-Zentralbank auf Schrumpfkurs
Nach dem erfolgreichen Einläuten der Zinswende hat die Fed nun angekündigt, auch ihre Bilanzen abzubauen. Diese sollen im ersten Jahr monatlich zwischen 10 und 50 Milliarden Dollar schrumpfen und sich dann auf diesem Niveau einpendeln. Dieser Schritt ist logisch und wenig überraschend. Die in der Krise von 2007 ergriffenen Maßnahmen waren so unkonventionell, dass allen Beteiligten klar sein musste, dass sie nicht für ewig gelten.

Welche Konsequenzen hat das für Anleger?
Ein Grund zur Sorge ist grundsätzlich nicht gegeben. Zwar gaben kurzfristige US-Anleihen zunächst leicht nach, doch die Rendite der fünfjährigen Anleihen stieg auf 1,81 Prozent. Bei den richtungsweisenden zehnjährigen Treasuries ist ein Anstieg laut Analysten verschiedener Investmentbanken sogar auf über 3 Prozent möglich. Die Reaktion fiel dank der sehr offenen Kommunikationspolitik der Fed insgesamt sehr gelassen aus, so dass auch in Zukunft hier keine Verwerfungen zu erwarten sind.

Fazit
Mit seiner Ankündigung konnte Draghi die Märkte nicht nachhaltig verunsichern. Zu gut scheinen die konjunkturellen Aussichten zu sein. Deshalb überwiegt nach wie vor der Optimismus im Markt. Hinzu kommt, dass die Fed eine sehr hohe Transparenz an den Tag gelegt hat. Durch das Unterlassen jeglicher Irritationen und Spannungen hat sie die Zinswende ohne größere Verwerfungen eingeleitet und könnte damit der EZB als Vorbild dienen.

Quartalsbericht Q2 2017

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Donnerstag, 31. August 2017

Die Unterschiede zwischen Indexfonds und Aktienfonds

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld zwingt deutsche Sparer zum Beschreiten neuer Wege, da klassische Geldanlagen wie das Sparbuch nicht mehr rentieren. Die optimale Lösung wird durch Investments in Aktien in Form von Fonds geboten. Hierbei gibt es jedoch zwei völlig verschiedene Varianten: Aktienfonds und Indexfonds. Der nachfolgende Beitrag beschreibt Funktionsweise und Unterschiede.

Was sind Indexfonds?
Unter den seit 1998 auch in Deutschland verfügbaren Indexfonds sind, einfach ausgedrückt, Investmentfonds zu verstehen, welchen die Aufgabe zukommt, vorgegebene und meist sehr bekannte Indizes bestmöglich nachzubilden. Ein populäres und oft genutztes Beispiel hierfür ist der Deutsche Aktienindex DAX, der die Entwicklung von den 30 führenden Konzernen widerspiegelt. In der Regel werden die zugrunde liegenden Indizes in Indexfonds physisch nachgebildet. Das bedeutet weitgehend ähnliche Zusammensetzung bei Referenzindex und Indexfonds, wobei jedoch in der letzteren Variante nicht zwingend dieselben Aktien wie in der erstgenannten Version enthalten sein müssen. Um eine möglichst exakte Spiegelung des Basisindex zu gewährleisten, kann ein Indexfonds auch in die Aktien anderer Unternehmen investieren, sofern diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Funktionsweise von Investmentfonds

Was sind Aktienfonds?
Ein Aktienfonds ist ein Anlageinstrument, welches die Gelder der Investoren zu überwiegenden Teilen in die Aktien von Unternehmen mit nationalen oder internationalen Aktionsfeldern fließen lässt. Demnach partizipieren Anleger bei Aktienfonds sowohl am Erfolg als auch am Misserfolg der involvierten Aktiengesellschaften. In der Regel wird ein kleiner Teil des Fondsvermögens in bar vorbehalten, damit das Management effizient auf bestimmte Marktsituationen reagieren kann. Aktienfonds können beispielsweise auf Blue Chips ausgerichtet sein, also auf die Aktien weltweit operierender Unternehmen mit anerkannten Qualitätsstandards. Darüber hinaus kann ein Aktienfonds in Anteile kleinerer und mittelgroßer Unternehmen beziehungsweise in besondere Wirtschaftszweige, Regionen, Länder oder Branchen investieren. Wichtig ist zudem, dass Aktienfonds als Sondervermögen auch bei Insolvenz des Emittenten vor Gläubigerzugriffen geschützt sind.

Die Funktionsweise von Indexfonds
Weil es sich bei einem Indexfonds um ein passives Anlagevehikel handelt, entwickelt er sich ohne ständige Überwachung durch einen Fondsmanager. Seine einzige Aufgabe besteht in der möglichst genauen Nachbildung des zugrunde liegenden Referenzindex. Ein Eingreifen des Managements wird lediglich bei Veränderungen im Basisindex erforderlich, wenn beispielsweise ein Unternehmen ausscheidet und durch ein anderes ersetzt wird. Anleger erkennen die aktuelle Performance eines Indexfonds an einer möglichst klein ausfallenden Kennziffer, dem sogenannten Tracking Error. Da Indexfonds ohne permanentes Management auskommen, zeichnen sie sich durch vergleichsweise niedrige Kosten aus. Weitere Unterschiede bestehen in der Handelsart. Während klassische Indexfonds von Fondsgesellschaften verkauft und angekauft werden, sind so bezeichnete Exchange Traded Funds zu aktuellen Kursen an der Börse erhältlich.

wichtig beim fonds

Aktienfonds in der Funktionsweise
Als aktives Anlageinstrument wird ein Aktienfonds seitens der Performance permanent von Managern überwacht. Das Management ist auch für die Zusammensetzung zuständig und diesbezüglich an gesetzliche sowie hausinterne Anlagevorschriften gebunden. Entwickelt sich eine im Fondsvermögen enthaltene Aktie nicht dem Anlageziel entsprechen, kann sie der Manager durch eine andere Unternehmensbeteiligung ersetzen. Jeder Fondsmanager möchte optimale Ergebnisse für den von ihm betreuten Aktienfonds erzielen und dabei den Markt als Ganzes schlagen. Dieser Ansatz resultiert für engagierte Anleger in hohen Kosten, welche jedoch nicht immer gerechtfertigt sind.

Fazit:
Währende vergleichsweise teure Aktienfonds selten den Versprechen des Managements gerecht werden, erzielen Indexfonds bei niedrigen Gebühren attraktive Renditen. Ein weiterer Aspekt, der für Indexfonds spricht, ist die breite Streuung der Anlegergelder innerhalb eines bestimmten Index. Bestmögliche Diversifikation reduziert das Risiko, insbesondere bei volatilen Börsenzeiten erheblich. Gleichwohl setzen beide Fonds-Varianten zum Erzielen optimaler Erträge langen Anlagehorizont voraus.

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