Freitag, 20. März 2015

Auch das Girokonto mal überprüfen

Das Girokonto ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Fast jeder hat ein Girokonto und so ist es möglich Überweisungen, Gehaltseingänge und auch andere Zahlungsverpflichtungen wie Mieten oder Raten bargeldlos und bequem abzuwickeln. Viele Deutsche haben seit Jahrzehnten ein Girokonto, ohne dieses und mögliche Alternativen zu hinterfragen.

Persönliches Nutzerverhalten ist entscheidend
Durch die große Nachfrage, ist über die Jahre auch ein entsprechendes Angebot gewachsen, es bieten also längst nicht mehr nur große Filialbanken Konten an, sondern auch Direktbanken. Wer also nach einem günstigerem Girokonto sucht, der sollte dabei unbedingt sein eigenes Nutzungsverhalten berücksichtigen. Denn nicht jedes Girokonto ist für alle geeignet. Wenn man Wert darauf legt, dass seine eiserne Reserve stets griffbereit zur Verfügung steht, sollte sich ein Girokonto mit einer attraktiven Guthabenverzinsung suchen oder darauf achten, dass die Bank auch ein attraktives Tagesgeldkonto anbietet. Denn vom Tagesgeldkonto kann man schnell Geldbeträge online oder telefonisch auf das Girokonto transferieren.

Das komplett kostenlose Girokonto gibt es nicht
Wirklich kostenlos ist so gut wie kein Girokonto. Das Konto von CortalConsors kommt dem Anspruch eines kostenlosen Girokontos sehr nahe. Denn es verursacht keinerlei Kosten, wenn das Konto online benutzt wird. Erst wenn man zum Beispiel eine Überweisung per Telefon oder Überweisungsträger ausführt werden, fallen Kosten an. Auch ein verbundenes Tagesgeldkonto mit zeitgemäßen Zinsen bietet die Flexibilität Guthaben zinsbringend zu parken und trotzdem schnell wieder auf das Girokonto zurückzuführen. Eine kostenfreie Visa-Kreditkarte mit weltweiter kostenloser Geldabhebung und eine kostenfreie girocard gehören ebenfalls zum Leistungsfang. Eine Übersicht der Leistungen des Girokontos finden Sie unter http://www.girokonto.org/cortal-consors. Die Produktpalette der Cortal Consors ist sehr umfangreich, denn es werden aus vielen Sparten verschiedene Finanzprodukte angeboten. Zu einem Girokonto gehören unter anderem eine größere Auswahl im Bereich der Geldanlagen und Finanzierungen. Wenn man als Verbraucher regelmäßig den Dispositionskredit nutzt, sollte man auch auf möglichst niedrige Sollzinsen beim Girokonto achten. Größere Guthaben sollten auf einem Girokonto nicht länger liegen, sondern zinsbringend angelegt werden. Interessante Tipps für eine Geldanlage finden Sie hier: Informationen für Geldanleger.

So klappt der Wechsel beim Girokonto
Es ist vor der Kündigung des Altkontos ratsam, die beiden Girokonten noch etwa drei bis vier Monate parallel fortzuführen. Man kann auf dieser Weise sichergestellen, dass kein Zahlungspartner vergessen wird, denn Rückbuchungen können zusätzliche Gebühren verursachen. Wenn Sie angestellt sind, informieren Sie Ihren Arbeitgeber über Ihre neue Bankverbindung und als Selbständiger teilen Sie dies auf den Rechnungen an ihre Zahlungspartner mit. Ein zusätzliches Anschreiben über die neue Bankverbindung kann nicht schaden, denn viele Zahlungspartner greifen meist auf die bisher gespeicherte Bankverbindung zurück. Viele Banken bieten mittlerweile einen Kontowechselservice an, bei dem das neue Institut die bisherigen Zahlungspartner informiert oder man selbst mit ein paar Klicks aus einer Online-Datenbank seine Zahlungspartner informieren kann. So wird ein Girokontowechsel einfacher. Weitere Informationen zu Girokonten finden sie unter dem Verbraucherportal der privaten Banken unter www.infos-finanzen.de.

verbraucherinformation girokonto

Zusammenfassende Informationen können Sie hier als pdf-Datei abrufen.
Quelle zusammenfassende Informationen: Bundesverband deutscher Banken

Sonntag, 15. März 2015

Anlagetipps Dezember 2014 – Weltbörsen profitieren von der vorübergehend besseren Weltkonjunktur

Aus der historischen Erfahrung kann man ableiten, dass bei einer nahezu inflationsfreien Expansion der Volkswirtschaften, sich das Aktienumfeld meist positiv entwickelt. Die Weltbörsen sollten somit von der vorübergehend besseren Weltkonjunktur, die durch den starken Rückgang des Ölpreises einen Schub erhält, profitieren können. Erfahrungsgemäß bedeutet ein Rückgang des Ölpreises von zehn Dollar ein zusätzliches Wachstum von etwa einem viertel Prozent.

Aktienmärkte der entwickelten Märkte weiter interessant
Für den Makro-Ausblick und die Risiko-Ertragsüberlegungen sind weiterhin die Aktienmärkte der entwickelten Märkte zu bevorzugen. Die Schwellenländermärkte, hauptsächlich Asien, sind ebenfalls weiter als Ergänzungsanlage interessant. Dort haben sich die fundamentalen Entwicklungen und die Kapitalströme stabilisiert und die Bewertungen sind weiterhin sind. Im besonderen gilt dies für China, nachdem die Notenbank im November die Zinsen gesenkt hat. Der Fokus im Aktienbereich bleibt auf die USA und Europa gerichtet. Auch wenn in Europa die Wirtschaft schwächer und die geopolitischen Risiken durch die Nähe zur Ukraine und Russland höher sind. Basisinvestments bleiben somit global dividendenstarke Aktienfonds (DWS Top Dividende) und Europa-Aktienfonds (Comgest Growth Europe). Auch die Branchen Konsum, Gesundheit (Janus Global Life Sciences Fund), Technologie, Industrie und Energie (Swisscanto Selection Energy) bleiben weiter interessant. Aus Dividendensicht sind auch Versicherungen interessant.

WKN A0RNJ6 Man AHL Trend (EUR)

Schwellenländer stabilisieren sich weiter
Zahlreiche Schwellenländerbörsen waren in der Vergangenheit durch die Folgen der Konjunkturabschwächung und Strukturproblemen kennzeichnet. Diese Märkte geraten nun wieder vermehrt in den Fokus der Investoren, da sich die fundamentalen Entwicklungen stabilisiert haben und die Bewertungen weiterhin interessant sind. Hauptsächlich im aufstrebenden Asien bietet sich nun ein Einstieg bzw. moderater Aufbau von Aktienanlagen an (Fidelity South East Asia). Da die Renditeaufschläge für Unternehmensanleihen noch nicht die üblichen zyklischen Tiefs erreicht haben, sind weiterhin höherrentierende Unternehmensanleihen (FvS Bond Opportunities oder DWS Invest Euro Corporate Bonds) und Anleihen von aufstrebenden Ländern und Unternehmen in Hartwährungen (Edmond de Rothschild Emerging Bonds) zu empfehlen. Auch bei den alternativen Investments (Man AHL Trend) ist durch die lockere Geldpolitik der Notenbanken weiter ein guter Aufwärtstrend zu erwarten.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Montag, 9. März 2015

Anlagekommentar Dezember 2014 - Die wirtschaftliche Verfassung der Eurozone

Das vierte Quartal setzt sich schwächelnd fort und zeigt vor allem im November rückläufige Tendenzen. Besonders in der Dienstleistungsbranche liegen die Werte des Einkaufsmanager-Index kaum mehr über 50. Der Wert steht für die Trennung von Wachstum und Kontraktion, sodass er als maßgeblicher Wert im Einkaufsmanager-Indizes gilt.

Eurozone Einkaufsmanagerindex

Ist ein Aufschwung in Sicht?
Die Wettbewerbsfähigkeit ist zwar gestiegen, aber der schwächelnde Euro sorgte für den Rückgang der Export Aufträge im November. Vor allem begründet sich vor allem in der schwachen Konjunktur de Exportmärkte in Ost- und Westeuropa. Im Gegenzug wächst die amerikanische Wirtschaft weiter und hat ihr Potenzial erneut um 2 Prozent erhöht. Dies wirkt sich positiv auf die Beschäftigungszahlen aus. Ausgaben für Privathaushalte, sowie Investitionen für Unternehmen steigen und begünstigen die Schwankungen und die sinkende Tendenz der Performance.

USA Einkaufsmanagerindex

Zumindest die Ankündigung der amerikanischen Zentralbank (Fed), die Zinsen erst im zweiten Halbjahr 2015 leicht erhöhen zu wollen, hat wieder für einen Anstieg der Börsen gesorgt. Es bleiben jedoch auch weiterhin geopolitische Risiken bestehen, die sehr schnell für einen Abschwung an den Börsen sorgen können. Es bleibt daher weiter abzuwarten, ob das neue Jahr eine Besserung mit sich bringt oder weiter schwankend und konjunkturschwach bleiben wird.

Donnerstag, 19. Februar 2015

Anlagetipps November 2014 – Performance aus dem Aktienumfeld im Schlussquartal

Wenn Sie sich auf die historische Erfahrung berufen und den Fokus in Richtung USA lenken, könnten Aktien derzeit eine optimale Lösung sein. Doch im europäischen Raum zählen nicht nur das Umfeld von Inflation und Wachstum, sondern auch die Einflüsse der wirtschaftlichen Entwicklung. Geopolitische Details der vergangenen Monate sind am Aktienmarkt auch nicht spurlos vorbeigegangen und sollten Ihre Aufmerksamkeit erhalten. Fakt ist aber, dass das Schlussquartal an den Börsen meist mit einer steigenden Tendenz aufwartet und so Ihre Chance sein kann, aktuell eine rentable Anlage zu tätigen.

Welche Aktienmärkte sind interessant?
Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich, denn die Aktienmärkte, vor allem in den USA sprechen für sich. Aber auch der europäische Markt hat einen zweiten Blick verdient und zeigt sich vor allem in weiterer Entfernung zur Ukraine und Russland mit keiner so negativen Tendenz. Es gilt zu beachten, dass der Rückgang der Renditen bei Anleihen einen Einfluss auf den Aktienmarkt nehmen und die Gewinnaussicht in Frage stellen können. Ein breit gestreutes Portfolio, in dem Sie zum Beispiel den asiatischen Markt (Fidelity Funds South East Asia Fund) einfließen lassen, ist aber weiterhin eine interessante Möglichkeit für rentable Anlagen. Dabei sollten Sie Asien aber nicht als primären Fokus, sondern als Ergänzung für die Investition im Aktienmarkt betrachten. Als Basisinvestments bieten sich weiter dividendenstarke Fonds (DWS Top Dividende) oder europäische Fonds (Comgest Growth Europe) an, in denen die Branchen Konsum und Gesundheit (Janus Global Life Sciences Fund), Technologie und Industrie besonders ansprechen. Auch Energieaktien (Swisscanto Selection Energy) können wieder in Erwägung gezogen und dem Portfolio beigemengt werden.

rendite Janus Global Life Sciences A

Unternehmensanleihen im Fokus
Strukturelle Probleme und eine abgeschwächte Konjunktur fällt vor allem an den Börsen der Schwellenländer auf und haben in jüngster Vergangenheit für wenig Interesse im Investment gesorgt. Derzeit stabilisieren sich die fundamentalen Entwicklungen und die Bewertungen zeigen sich anspruchslos. Auch hier spielt Asien wieder eine primäre Rolle. Um das Risiko in der Rendite zu mindern, sollten Sie weiter auf einen breit gefächerten Mix aus Aktien und Unternehmensanleihen (FvS Bond Opportunities oder DWS Invest Euro Corporate Bonds) aus den USA, Europa und Asien setzen und sich auf bonitätsstarke Unternehmen konzentrieren. Weiter sind Hartwährungen interessant, sollten aber aufgrund der starken Schwankungen nur einen geringen prozentualen Anteil Ihres Investments ausmachen. Bei den Anleihen von aufstrebenden Ländern und Unternehmen in Hartwährungen (Edmond de Rothschild Emerging Bonds) sowie Wandelanleihen (F&C Global Convertible Bond A) bleibt es auch weiterhin bei der Empfehlung, dies als interessante Depotbeimischung zu betrachten.
Auch von der weiterhin lockeren Geldpolitik der Zentralbanken und starken Aktienmärkten haben alternative Fonds, wie der (Man AHL Trend) profitieren können. Nach einem schwachen Jahr 2013 liegt er seit Jahresbeginn mit knapp 20 Prozent im Plus. Der Abschlusskurs zum Jahresende lässt hoffen und könnte sich mit Renditeanstiegen zeigen und ein Augenmerk auf Gewinnmitnahmen richten.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Bei der Geldanlage nicht auf Modetrends reinfallen

Das Streben nach Sicherheit, der Wunsch nach steuerlicher Optimierung und der Schutz vor Inflation sind im deutschsprachigen Raum als Anlageziele besonders verankert. Wenn Finanzprodukte diese Themen aufgreifen, erfreuen sie sich bei den Anlegern einer besonderen Beliebtheit. In der Vergangenheit gab es jedoch mit solchen modisch-geprägten Investments für Kunden immer wieder ein böses Erwachen.

Was für Warnsignale gibt es
Auf welche Warnsignale sollten Anleger daher achten, wenn ihnen besonders trendige Produkte angeboten werden? Wenn einem ein Produkt angeboten wird, ohne dass zuvor geprüft wurde, ob es überhaupt zur individuellen finanziellen Situation passt, sollte man generell hellhörig werden. Nur nach einer intensiven Prüfung der finanziellen Situation und der Ausarbeitung einer individuellen Anlagestrategie für den Anleger, sollten passende Produkte ausgewählt werden. Auf die folgenden 4 Warnsignale sollte man besonders ein Auge werfen:

Nr. 1: Produkte, bei denen steuerliche Anreize oder staatliche Subventionen im Mittelpunkt stehen
Die komplexe steuerliche Gesetzgebung in Deutschland und die als zu hoch empfundene Steuerbelastung, bietet für Angebote, welche auf eine steuerliche Optimierung setzen, besonders viele Interessenten. Die Investoren von sogenannten Verlustzuweisungs- oder Abschreibungsmodellen, wissen nur zu gut, dass steuerliche Verluste auch einen realen Bezug haben und eben nicht nur auf dem Papier existieren. Darüber hinaus muss man in diesem Zusammenhang auch vor Produkten warnen, die schwerpunktmäßig auf staatliche Subventionen setzen. So haben staatliche Subventionen, wie die Abschreibung für Bauherrenmodelle, Ostimmobilien, Schifffonds, Leasingfonds, Medienfonds und vieles mehr in der Vergangenheit immer wieder zu Teil- oder Totalverlusten des Kapitals geführt. Wegen den staatlichen Zuschüssen und der daraus resultieren erhöhten Nachfrage, führen die Subventionen regelmäßig zu höheren Bearbeitung- und Vertriebskosten, die für den Investor Nachteilig sind. Diese Risiken sollten Anleger bei solchen Investments stets beachten und auf eine vernünftige Gebührenstruktur achten. Ebenfalls sollte nicht vergessen werden, dass staatliche Anreize künftig wieder wegfallen können, was Investoren von Solarfonds in Italien oder Spanien bitter in der jüngsten Vergangenheit erfahren mussten.

Nr. 2: Produkte, die Chancen nutzen und Risiken begrenzen
Bei der Regewendung "Gier frisst Hirn" wird auch diese Erkenntnis von Produktentwicklern gezielt angewendet. Deshalb gilt an den Finanzmärkten auch der eiserne Grundsatz, dass Chance und Risiko zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Ein Finanzprodukt dass dem Anleger offeriert, gleichermaßen Chancen zu nutzen und Risiken zu reduzieren, kann nicht zuverlässig funktionieren. Wenn gewisse Sicherheitsmerkmale vorhanden sind, dann gehen diese Risikobegrenzungen eben zu Lasten der Ertragschancen. Im umgekehrten Fall wird diese Erkenntnis aber noch wichtiger. Wenn einem Anleger ein Investment hohe Ertragschancen zugänglich macht, dann geht dies nur unter Inkaufnahme eines entsprechend hohen Risikos.

Nr. 3: Produkte, die auf die Ängste der Anleger abzielen
Von den Produktanbietern kann das Phänomen der Angst besonders gezielt ausgenutzt werden. Gerade vor dem Hintergrund der noch allgegenwärtigen Finanzkrise, lassen sich zum Beispiel sachwertorientierte Produkte mit Inflationsschutz derzeit gut vermarkten. Dies hat zur Folge, dass aus Angst vor einer Systemkrise die Vermögen dann oftmals einseitig, auf ein spezielles Szenario hin ausgerichtet. Treten dann jedoch andere Szenarien ein, wird der Anleger dafür abgestraft. Bei der Geldanlage ist die Angst daher immer ein schlechter Ratgeber. Im Hinblick auf eine anlegergerechte und ausgewogene Portfoliostruktur, vernebelt die Angst den Blick für eine möglichst rationale Entscheidungsfindung.

Private Equity-Transaktionen

Nr. 4: Produkte, die auf einer besonderen Investmentstory basieren
Bei modisch-geprägten Investments hört sich meist eine schlüssige Argumentationskette verlockend an. Da geht es beispielsweise um "Seltene Erden", den 3D-Druck, Gold und Silber oder um alternative Energie- oder Antriebskonzepte. Für Anleger bringt das Investment in junge Hochtechnologien meist das große Problem mit sich, dass die interessanten Anlagen bereits durch finanzkräftige institutionelle Großinvestoren "abgegrast" wurden und diese einfach nur die bestehenden Investments mit Gewinn verkaufen wollen. Bei jungen Unternehmen, welche im frühzeitigen Stadium noch über keine marktfähigen Produkte verfügen, wird das benötigte Risikokapital im Normalfall bei großen Investoren eingeworben. Werden die Unternehmen dann an die Börse gebracht oder über entsprechende Themenprodukte einem breiten Publikum zugänglich gemacht, wurde ein Großteil der Rendite längst abgeschöpft. Solche Investments müssen dann in Zukunft noch einen höheren Ertrag erzielen, als dies in der Argumentationskette des Produktanbieters dargestellt wird. Ein Investor deshalb immer kritisch hinterfragen, ob diese Ertragsprognosen realistisch sind. Von den Produktentwicklern wird zudem oftmals das sogenannte "Backtesting" eingesetzt. Dieser Test resultiert aus der Erkenntnis, dass die Finanzprodukte mit einer hypothetischen vergangenen Wertentwicklung bisher eine positive Performance aufgewiesen haben. Als Anleger sollte man daher bei solchen prozyklischen Investments den obligatorischen Hinweis, dass "vergangene Entwicklungen kein verlässlicher Indikator für künftige Entwicklungen" sind, immer ernst nehmen.
Für den normalen Anleger sei deshalb zu empfehlen, sich überhaupt nicht auf modisch-geprägte Investments einzulassen. Mit einer ausgewogenen Anlagestrategie, die sich möglichst optimal auf die individuellen Ziele und Bedürfnisse eines Anlegers ausgerichtet und unterschiedliche Szenarien berücksichtigt, können mittel- bis langfristige Anlageziele auch ohne besondere Investmentstories erreicht werden. Es ist besser antizyklisch an den Finanzmärkten zu agieren und auf Anlagesegmente oder Marktphasen zu setzen, in denen es keine populären Modetrends gibt.
Quelle: Thomas Wüst - Geschäftsführer Valorvest Vermögensverwaltung

Montag, 22. Dezember 2014

Anlagekommentar November 2014 - Erholung oder erneute Schwäche in Europa?

Eigentlich sah es ganz danach aus, dass sich die Eurozone von der Schuldenkrise erholte und aufatmen konnte. Doch die Wirtschaft ist erneut sehr schwach und auch das unerwartet schwache Wachstum lässt einen skeptischen Blick auf die Aktienmärkte Europas werfen. Auch eine Korrektur der Aktienmärkte im Oktober haben keine Besserung erbracht und für eine weitere Senkung, wenn auch mit weitgehender Stabilisierung der Performance gesorgt.

Mehr Klarheit wird erwartet
Im September hat die EZB die Zinsen erneut gesenkt und eine Ausweitung der Notenbankbilanz angekündigt. Dies sorgt für eine weitere Schwächung der Eurozone und soll laut Draghi der Deflation die Stirn bieten und damit die Wirtschaft durch mehr Performance im Exportgeschäft ankurbeln. Derweil wird der Zinsmarkt in den USA weiter vom Arbeitsmarkt gesteuert. Globale Unsicherheiten im Wachstum führen auch in den USA dazu, dass die angekündigte Zinserhöhung für die erste Jahreshälfte 2015 weiter verschoben wurde.

deutsche Staatsanleihen entwicklung
amerikanische Staatsanleihen entwicklung

Die Zeit wird es zeigen
Eine spürbare Stärkung der Eurozone bleibt derzeit aus und alle Bilanzen zeigen, dass die Performance von Anfang an falsch bewertet und mit zu hoher Erwartung angesetzt wurde. Ob sich in den kommenden Wochen mehr Klarheit aufzeigt und Anleger endlich wieder mehr Sicherheit erwarten können, wird nicht die EZB, sondern die Zeit zeigen.

Freitag, 12. Dezember 2014

Streuung minimiert das Risiko

Es gibt einige Börsenweisheiten von denen private Anleger lernen können. Ein Anleger-Sprichwort sagt: Greife nie in ein fallendes Messer. Denn Messer sind meist scharf und wer in die Klinge greift, wird sich vermutlich schneiden. Doch wie viel Wahrheit steckt in diesen Sprüchen?

Lege nie alle Eier in einen Korb
Diese Regel zählt zu den bekanntesten Börsenweisheiten und besagt, dass man nicht nur in eine Anlageform investiert, sondern den Anlagebetrag möglichst breit verteilt. Experten sind sich darin einig, dass diese Regel stimmt. Es wurde auch schon wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine gute Streuung das Risiko minimiert. Wenn der Anlagebetrag sinnvoll über mehrere Anlageklassen verteilt wird, muss man sich nicht davor fürchten sein ganzes Vermögen zu verlieren, wenn mal eine Anlage ins Minus rutscht. Eine einzelne Position sollte in einem Depot nie mehr als 15 Prozent ausmachen, da sonst das Gesamtdepot zu sehr vom Ergebnis einer Einzelposition abhängig ist.

The trend is your friend - Aufruf zum Herdenverhalten
Wer einem Anlagetrend, bzw. einer positiven Entwicklung eines Wertpapiers folgt, der gewinnt. Wenn der Kurs steigt, dann bleibt man als Anleger dabei und wenn der Kurs fällt, wird verkauft. Das hört sich gut an, setzt jedoch hellseherische Fähigkeiten voraus, dass Kursentwicklungen vorhergesehen werden können. Da sich Großinvestoren auch öfters "verzocken" ist dies sicher kein Rat für Kleinanleger. Allerdings gibt es in der Vergangenheit auch positive Beispiele für Aktien. Wenn diese eine bessere Wertentwicklung relativ zu anderen Aktien ausgewiesen haben, dass sie dann nachweislich dazu tendierten, diese bessere Entwicklung auch in der Zukunft zu zeigen.

Anzahl Aktionäre In Deutschland

Greife nie in ein fallendes Messer
Bei dieser Börsenweisheiten handelt es sich um das Gegenteil der Trend-Regel. Es wird die Annahme getroffen, dass Anleger lieber die Finger vom Kaufen lassen sollten, wenn die Kurse fallen. Denn es kann niemand wissen, wie weit die Kurse fallen. Bei einem Abwärtstrend kommt es schnell zur Verkaufspanik und somit zu einer Kurslawine. Als Paradebeispiel dafür kann man Zusammenbruch des Neuen Marktes nehmen, bei dem damals manche Kurse aus großen Höhen sehr tief fielen. Verstärkt werden solche Effekte heutzutage durch den 24 stündigen elektronischen Handel, wenn weltweit zum gleichen Zeitpunkt automatisch von vielen verkauft wird. Mit etwas gesundem Menschenverstand kann man dann gute Einstiegskurse nutzen. Bei Fondsanlagen bietet sich dann das Cost-Average-Verfahren an, welches auch von Kleinanlegern problemlos genutzt werden kann.

Kaufe, wenn die Kanonen donnern
Ein Kriegsausbruch, eine Naturkatastrophe oder wirtschaftliche Probleme eines Globalplayers sind immer eine schlechte Nachricht, in deren Folge die Kurse an den Aktienmärkten nachgeben. Wenn Anleger in dieser Zeit investieren, können sie davon profitieren, dass die Kurse solider Unternehmen wieder steigen, wenn der Konflikt beendet oder eine Katastrophe vorüber ist. Auch wenn es bedauerliche Hintergründe sind, haben sich diese leider als richtig erwiesen. Dennoch sollten Anleger sich von dieser Regel nicht zu sehr beeinflussen lassen, denn es gibt kein vorhersehbares Muster, aus dem dauerhaft ein Vorteil entstehen würde. Die Entscheidung sollte daher nicht von den Nachrichten abhängig gemacht werden, sondern von der individuellen Lebensplanung. Die Verfügbarkeit des Anlagebetrages sollte deshalb klar definiert sein. Der interessanteste Einstiegszeitpunkt nützt nichts, wenn man zur falschen Zeit sein Anlagebetrag benötigt und dann Verluste realisieren muss.

Hin und her macht Taschen leer
Wer Wertpapiere häufig verkauft und wieder kauft, hat wegen der vielen Transaktionen vor allem hohe Kosten. Diese müssen bei der Renditeberechnung berücksichtigt werden. Dazu kommt, wenn man hektisch viel kauft und wieder verkauft, macht man meist viele Fehler und sorgt nur für vollen Kassen bei den Banken. Auf der anderen Seite gilt es zu beachten, dass zwar eine ruhige Hand dabei hilft, die Kosten gering zu halten, es als Anleger aber wichtig ist sein Depot immer im Auge zu behalten. Entwickelt sich ein Papier oder eine Anlageklasse grundsätzlich über längere Zeit schlecht, kann es durchaus sinnvoll sein, sich davon zu trennen.

Lastminute-Express.de
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