Montag, 1. Februar 2016

Anlagekommentar Januar 2016 - Verhalten positive Aussichten für 2016

Fundamentale Trends und empirische Analysen für den europäischen und US-amerikanischen Raum sprechen derzeit für eine positive wirtschaftliche Performance. Die Inflation ist tief, die Zinsen präsentieren sich stabil mit teilweise leichtem Anstieg und die Arbeitslosenzahlen sinken marginal. Im Vergleich zu spürbar niedrigen Renditen von Staatsanleihen zeigen sich Dividenden vorteilhaft und könnten für Anleger eine ganz neue Orientierung ins Augenmerk bringen.

Moderate Aussichten für das aktuelle Börsenjahr 
Von der Geldpolitik können Anleger auch in diesem Jahr keine Unterstützung erwarten und müssen damit rechnen, dass eine spürbare Veränderung in der Zinspolitik ausbleibt. Die Erträge der Kernmärkte werden moderat ausfallen und sich nicht wirklich ändern, abgesehen von einer leichten Belastung im Hergang mit der Zinserhöhung auf dem US-amerikanischen Markt. Aktuelle Risikoüberlegungen und Gedanken zu Erträgen lassen den europäischen und amerikanischen Markt nach wie vor im Fokus stehen. Auch wenn die Schwellenmärkte für einige Aufmerksamkeit sorgten, zeigen sich Anlageorientierungen in diesem Bereich als wenig effektiv und wirtschaftlich. Die Beurteilung bleibt weiter vorsichtig, Asien steht als am besten aufgestellte Region da und der Rohstoffmarkt muss mit einem hohen Risiko bewertet werden.

DAX Entwicklung

 Verhaltenes Wachstum der Wirtschaft

Die realen und nominalen Zinsen bleiben niedrig, während Aktien verhältnismäßig hoch bewertet werden. Dennoch ist das verhaltene Wachstum der Wirtschaft nicht zu unterschätzen, da es sich auch im Jahr 2016 fortsetzen und ohne spürbare Verbesserung vorhanden sein wird. Aktienrisiken zeigen sich mit einer besseren Entschädigung als Kreditrisiken, wodurch Aktien als nach wie vor beste Anlageklasse gelten und trotz ihrer marginalen Perspektiven für Erträge am häufigsten gewählt werden. Aus europäischer Perspektive könnten positive Tendenzen ins Blickfeld geraten, wobei die Risiken durch schwächelnde Wirtschaften in den Schwellenländern und die Zinserhöhung in den USA nicht unterschätzt werden dürfen. Unsicherheiten prägen den Markt und spielen auch im ersten Quartal des neuen Jahres eine wichtige Rolle, möchten Sie sich für ein möglichst geringes Risiko und höhere Chancen im Bezug auf die Rendite entscheiden und den Markt realistisch und performanceorientiert betrachten.

Anlagemärkte Entwicklung

wichtiger Hinweis:Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken und die Angaben wurden mit Sorgfalt zusammengestellt. Für die Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Investmentfondsanteilen sind die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jährlichen Rechenschaftsberichte. Diese sind Grundlage für die steuerliche Behandlung der Fondserträge. Die auf Fondsebene anfallenden Kosten (z.B. die Verwaltungsvergütung) wurden berücksichtigt. Die auf Kundenebene anfallenden Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotkosten) sind ggfs. nicht berücksichtigt. Bei Fremdwährungen kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.
Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Erläuterungen zu den Berechnungsgrundlagen:
Die Entwicklungen bzw . Endbeträge und Volatilitäten werden auf EUR-Basis berechnet.
Grundlage für die Berechnung der Volatilität: Monatliche Returns, logarithmiert, annualisiert. Eventuelle Ausschüttungen bei Investmentfonds werden wieder angelegt. Die Wertentwicklung basiert auf 100% des Kapitaleinsatzes, die Wertentwicklungen p.a. und Volatilitäten werden aus dem gesamten der Auswertung zugrundeliegenden Zeitraum (wie angegeben) bestimmt.

Externe Quellen:
  • Kategorie-Durchschnitte: monatliche Berechnung durch EDISOFT GmbH über das Fondsuniversum der FVBS-Datenbank
  • Zinsen (Festgeld, Sparbuch): monatliche Durchschnittswerte der Dt. Bundesbank aus Meldungen deutscher Kreditinstitute
  • Inflation: monatliche Zahlen des Statistischen Bundesamts
  • Goldpreis: offizieller Feinunzen-Preis/London
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Donnerstag, 21. Januar 2016

Aktien Skandinavien - Mehr Licht als Schatten

Die skandinavischen Börsen haben sich seit 2010 sehr gut entwickelt. Die Unternehmenswerte stiegen um sagenhafte 91,7 Prozent! Und auch im abgelaufenen Jahr war das Plus mit 19,2 Prozent vergleichsweise hoch. Spitzenreiter dabei sind die "Aktien Dänemark". Diese Anlageklasse konnte in fünf Jahren sogar 137,8 Prozent zulegen.

Was sind die Gründe dafür?
"Made in Scandinavia" war und ist ein Qualitätssiegel. Produkte mit diesem Aufdruck genießen weltweit einen hohen Vertrauensvorschuss und eine hohe Nachfrage – mit deutlich positiven Auswirkungen auf die Entwicklung der dortigen Börsen. Positiv fällt im Norden Europas die vielfältige Unternehmenslandschaft auf. Dänemarks Wirtschaft ist beispielsweise geprägt durch die Sektoren Gesundheitswesen und Transport, Schweden gekennzeichnet durch starke Industrie- und Informationsunternehmen. Finnland und Norwegen wiederum haben eine hohe Energie- und Rohstofflastigkeit.

Entwicklung Aktien Skandinavien seit 2014, 2013 und 2010

Doch bekanntlich hat jede Medaille zwei Seiten
Norwegen hängt sehr stark vom Erdölpreis ab, in Finnland wird über einen Austritt aus dem Euro debattiert, was dort die aktuelle Unzufriedenheit wieder spiegelt. Grund hierfür ist der vierte Wirtschaftsrückgang in Folge. Nichtsdestotrotz bieten sich Anlegern Chancen in den skandinavischen Ländern. Die Anlageklasse "Aktien Skandinavien" bietet sich im Rahmen einer Portfoliooptimierung als Beimischung an. Ein klassisches Investment über Einzelaktien birgt hierbei jedoch ein zu hohes Auswahlrisiko. Aktiv gemanagte Aktienfonds von Investmenthäusern wie etwa Nordea, SEB oder Fidelity können hier eine Alternative sein.

Fazit:
Trotz derzeit negativer Nachrichten verfügen die skandinavischen Länder über ein sehr solides Fundament und haben damit nach wie vor ein attraktives Risiko/Ertrags-Profil. Ihr hoher Exportanteil in Schwellenländer stellt eine Chance für die Unternehmen und Börsen dar. Norwegen kämpft zwar aktuell mit dem niedrigen Ölpreis, hat aber enorme Reserven, die laufende Einnahmen und Unternehmensgewinne für die nächsten Jahrzehnte garantieren.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Sicher ist sicher. Wirklich?

Donnerstag, 7. Januar 2016

Anlagekommentar Dezember 2015 - Sind Auswirkungen der Terroranschläge auf die Wirtschaft zu befürchten?

Kurzfristig haben sich die Terroranschläge in Paris nicht auf die Weltwirtschaft ausgewirkt. Das heißt nicht, dass mittel- und langfristige Folgen ausbleiben und der Terror, Kriege und Unruhen auf dem Kontinent ohne Folgen für die Gesellschaft, die Wirtschaft und den Finanzmarkt bleiben. Auf lange Sicht warnen Experten vor einer nachhaltigen Auswirkung auf das wirtschaftliche Wachstum und damit einhergehend auf unterschiedliche Anlageklassen.

Hoffnung auf den Aktienmärkten dominiert 
Die Aktienmärkte ließen im Monat November trotz Terror in Paris positive Tendenzen erkennen. Natürlich standen diese nicht im Zusammenhang mit den schrecklichen Anschlägen, sondern konzentrierten sich auf die Hoffnung auf Lockerungen in der Geldpolitik. Zusätzlich hat die marginale Zinserhöhung der US-Notenbank Fed für einen Weg aus der Unsicherheit gesorgt und Anlegern neue Sicherheit gegeben. Ein guter Jahresabschluss ist möglich, wie der saisonale Rhythmus und die Liquiditätsflut vermuten lassen. Allerdings stehen auch die schwachen Unternehmenszahlen und Konjunkturzahlen im Fokus, welche die expansive Geldpolitik derzeit noch überschatten und eine größere Veränderung an den Aktienmärkten ausschließen. Sollte die Fed weitere restriktive Maßnahmen erwähnen, könnte dies auf den Märkten dennoch zu einem Problem führen. Allerdings ist nicht davon auszugehen, wenn die Leitzinsen weiter steigen und eine wirkliche Zinswende zielstrebig in eine Rezession geleiten.

Entwicklung der Inflation in USA

Bei Anleihen weiter auf Qualitätstitel achten
Die Preise weltweit gehandelter Güter befinden sich weiter unter Druck, da niedriges Wachstum und eine deflationäre Entwicklung einer steigenden Preisentwicklung entgegen wirken. Global bestehende Überkapazitäten werden aktuell noch nicht abgebaut und auch die Schwäche der US-amerikanischen Industrie wirkt sich derzeit noch auf die Dollarstärke aus. Auf den Rentenmärkten werden die Zinsen nicht steigen, auch wenn Europa selbst mit hochwertigen Staats- und Unternehmensanleihen präsent ist. Auch die Renditen für Bundesanleihen sind auf einem sehr niedrigen Niveau, was sich aufgrund der Anleiheankäufe der EZB so schnell nicht ändern wird. Dennoch überzeugen Anleihen aktuell mit einem sehr geringen Risiko, wodurch sie für Anleger interessant und als Alternative zum schwankenden Aktienmarkt überzeugend sein dürften. Wie es nach dem hoffnungsvoll aussehenden Jahresabschluss weitergeht, können Experten derzeit nur vermuten und zum aktuellen Zeitpunkt noch keine klare Tendenz zur Renditeentwicklung abgegeben.

AnlagestrategieDa nun die erste Zinserhöhung in den USA umgesetzt wurde, lohnt sich ein Blick auf vergangene Phasen steigender Zinsen. Aus der Geschichte kann man schlussfolgern, dass die Anleihen-Renditen jeweils steigen, während die Aktienerträge positiv bleiben und das Risiko einer größeren Korrektur nicht höher ist als in übrigen Marktphasen. Die Aktienerträge sind allerdings in Phasen steigender Zinsen vergleichsweise tief, was in den kommenden 6-12 Monaten eher tiefere Erträge, insbesondere bei US-Aktien erwarten lassen. Somit kann man von einem schwachen, aber positiven, globalen Wachstum ausgehen. Von daher ist weiter eine Übergewichtung von Aktienanlagen hauptsächlich aus den Industrieländern sinnvoll.

Anlageempfehlungen
 Fondsname Anlagebereich max. Depotanteil
DWS Top DividendeAktien Weltweit 
Comgest Growth EuropeAktien Europa 
Janus Global Life Sciences Fund Aktien Gesundheit5 %
Swisscanto Selection EnergyAktien Energie5 %
Fidelity South East AsiaAktien Asien20 %
FvS Bond OpportunitiesAnleihen Unternehmen15 %
F&C Global Convertible Bond AWandelanleihen10 %
Edmond de Rothschild Emerging BondsAnleihen Schwellenländer10 %
Ethna-AKTIV - AMischfonds Europa 
Man AHL Trendalternative Investments10 %
 
Fondschart
DWS Top Dividende LD

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Montag, 28. Dezember 2015

Fondsidee des Monats Dezember 2015

Durch die expansive Geldpolitik der großen Zentralbanken wurden die Aktienmärkte getrieben. Das erfahrene Fondsmanagement des Invesco Global Structured Equity Fund weiß sich Markteinflüsse zunutze zu machen und strebt ein langfristiges Kapitalwachstum an. Zu diesem Zweck wird mindestens 70 Prozent des Fondsvermögens weltweit in Aktien oder aktienähnliche Wertpapiere investiert und aktiv sowie Benchmark-unabhängig angepasst.

Der Auswahlprozess für renditeträchtige Investments folgt den vier Konzepten Gewinnerwartungen, Marktstimmung, Bewertung und Management Qualitäten. Außerdem fließt der Low-Volatility-Ansatz in die Aktienselektion ein, um ein attraktives Rendite-Risiko-Profil zu ermöglichen. Denn volatile Aktien können zwar kurzfristig hohe Kurssprünge verzeichnen, langfristig aber geringere Renditen erzielen.

Die Wertentwicklung des Invesco Global Structured Equity Fund der letzten sechs Jahre zeigt die folgende Grafik:

Invesco Global Structured Equity Fund A (EUR Hedged) Acc


Der Invesco Global Structured Equity Fund ist für wachstumsorientierte Anleger mit langfristigem Anlagehorizont geeignet, da er hauptsächlich  die Erzielung von langfristigem Kapitalwachstum anstrebt. Die Anlagestruktur wird anhand von „quantitativen Methoden“ verwaltet. Diese „quantitative Methoden“ werden als mathematische, logische und statistische Techniken definiert, die für die Zwecke der Aktienauswahl verwendet werden. Dieser Fonds ist möglicherweise nicht für Sie geeignet, wenn Sie beabsichtigen, Ihr Geld innerhalb von 5 Jahren wieder abzuziehen

wichtiger Hinweis: Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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Montag, 21. Dezember 2015

Abgeltungsteuer vor dem Aus?

Seit 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungsteuer für die Besteuerung von Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen in Deutschland. Es ist gut möglich, dass ihr Stündlein bald geschlagen hat. Denn Finanzminister Wolfgang Schäuble spielt inzwischen öffentlich mit dem Gedanken, die Abgeltungsteuer zu kippen. Viele Sozialdemokraten sind ohnehin schon längst dieser Meinung und die Grünen drängen, denn aus ihrer Sicht ist die Abgeltungsteuer "ungerecht und wirtschaftspolitisch unsinnig.

Idee der Abgeltungsteuer ist nicht mehr zeitgemäß
Besser 25 Prozent von x als 42 Prozent von nix. Mit diesem Slogan hatte der damalige Finanzminister Peer Steinbrück seine SPD von der Notwendigkeit der pauschalen Abgeltungsteuer überzeugt. Damals war klar, dass Milliarden an unversteuertem Vermögen auf ausländischen Konten schlummerten, von denen der deutsche Fiskus nichts zu sehen bekam. Doch Steuer-CDs, die von Staatsanwaltschaften ausgewertet wurden, scharenweise Selbstanzeigen und Nachversteuerungen in Milliardenhöhe, die Aufgabe des Bankgeheimnisses in so mancher EU-Steueroase und zu guter Letzt der ab 2016 geltende automatische OECD-Informationsaustausch zu Kapitaleinkünften machen eine Abgeltungsteuer obsolet.

meinung-zu-einer-erhoehung-der-abgeltungssteuer-2015

 

Anleger und Sparer umdenken müssen
Kommt es tatsächlich zur Abschaffung, könnte das bitter für viele Anleger und Sparer werden. Denn bis zur Einführung der Abgeltungsteuer gab es bei Kursgewinnen mit den allermeisten Papieren (Ausnahmen waren die so genannten Finanzinnovationen) eine Spekulationsfrist von einem Jahr. Langfristige Anleger, welche die Papiere länger hielten, wurden für ihre Treue steuerlich belohnt und konnten realisierte Kursgewinne steuerfrei einstreichen.
Und noch etwas gilt es zu bedenken: Anders als früher befinden wir uns heute in einer Minizinsphase historischen Ausmaßes. Gleichzeitig wird den Bürgern immer wieder eingetrichtert, private Vorsorge für später sei wichtig. Von den Minizinsen würde dann auch für viele Bürger, die zwar einen persönlichen Steuersatz von mehr als 25 Prozent haben, aber keinesfalls Spitzenverdiener sind, nach Steuer weniger übrig bleiben als bisher.
Deshalb ist es wichtiger denn je, für die privaten Altersvorsorge Anlageformen zu wählen, die mehr Rendite versprechen als Festgeld & Co., damit vom Ersparten nach Steuern und Inflation noch ein wenig übrig bleibt, das man Vermögensaufbau nennen kann.

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Dienstag, 15. Dezember 2015

Für offene Immobilienfonds in Abwicklung gibt es Steuererleichterung

Am 12. November 2015 hat der Deutsche Bundestag fast unbemerkt von der Öffentlichkeit eine wichtige steuerliche Entlastung für Anteilseigner von in Auflösung befindlicher offener Immobilienfonds beschlossen. Es wurde die doppelte Grunderwerbsteuer bei der Abwicklung von offenen Immobilienfonds abgeschafft. Dies führt zu weniger Steuerabgaben des Fonds und kommt den Anteilseigner zugute.

Worum geht es bei diesem Thema
Durch die Finanzkrise in den Jahren 2008/2009 sind viele offene Immobilienfonds in Schieflage geraten. Viele Anleger, hauptsächlich institutionelle Großanleger, wollten sofort ihr investiertes Kapital abziehen. Da die Immobilienfonds zu dieser Zeit auf ein Schlag nicht so viele Immobilien verkaufen konnten, wurden die Fonds geschlossen und in Abwicklung gegeben. Somit hatten die Fondsgesellschaften mehr Zeit die Objekte zu einem angemessenen Preis auf den Markt zu bringen. Von der Finanzaufsicht wurde den Immobilienfonds eine Frist von meist drei bis fünf Jahren eingeräumt, um ihre Objekte nach und nach zu veräußern. Am Ende dieser Frist geht dann der Restbestand auf die Depotbank über. Dieser Übergang bedeutet jedoch einen Eigentümerwechsel und darauf wird bislang die Grunderwerbsteuer fällig. Allein für Objekte in Deutschland, kann dies je nach Bundesland immerhin bis zu 6,5 Prozent des Kaufpreises betragen.

Anteile am Fondsvermögen offener Immobilienfonds im September 2015 nach dem Fondsstatus

Schnelle Umsetzung durch den GesetzgeberAuf dieser Missstand wurde schon seit längerem von Experten, Verbraucherschützern und dem deutschen Fondsverband BVI hingewiesen. Nun haben die Abgeordneten im Rahmen der Verabschiedung des "Gesetzes zum automatischen Austausch von Informationen über Finanzkonten in Steuersachen" mit einem kurzfristigem Antrag beschlossen, dass auch das KAGB geändert wird. Mit der Einfügung § 100a neu und § 357 neu KAGB wurde geregelt, dass bei der Abwicklung offener Immobilienfonds für inländische Grundstücke nicht wie bisher zweimal eine Grunderwerbsteuer entrichtet werden muss. Nachlesen kann man dies in der Drucksache 18/6667 des Bundestages.

Für die Anleger wird der Erlös nicht mehr durch eine doppelte Steuerabgabe geschmälertDie Immobilienfonds müssen künftig beim Übergang ihrer Restbestände auf die Depotbank keine Grunderwerbsteuer mehr zahlen. Die Grunderwerbsteuer wird damit erst dann fällig, wenn die Depotbank ein Objekt tatsächlich veräußert. Der Bundesrat muss dem Gesetz jedoch noch zustimmen. Insider gehen allerdings davon aus, dass dies bis Mitte Dezember 2015 umgesetzt wird. Damit wird den Interessen der Anleger dieser in Schieflage geratenden Immobilienfonds zu einer möglichst schonenden Abwicklung des Portfolios Rechnung getragen.

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Montag, 7. Dezember 2015

Anlagekommentar November 2015 - Veränderungen an den Kapitalmärkten durch EZB Pressekonferenz

Der Monat Oktober brachte einige Neuerungen auf den Kapitalmärkten, bei denen die EZB eine primäre Rolle spielte. Denn die jüngste Pressekonferenz endete mit dem Ergebnis, dass bei Erfordernis bereits im Dezember eine noch expansivere Geldpolitik gefahren und ein neuer Weg eingeschlagen würde. Die Aktienmärkte reagierten mit einer durchaus positiven Resonanz und auch die Börse erholte sich zeitnah von den Tiefständen Ende September.

Was wird sich wirklich ändern?
Fakt ist, dass das Ergebnis der Konferenz durchaus eine leichte Veränderung mit sich brachte und für einen Aufschwung an der Börse sorgte. Doch nach mittelfristiger Einschätzung in Bezug auf die globale wirtschaftliche Entwicklung sei angemerkt, dass eine spürbare Änderung ausbleiben wird. Vor allem die hohen Lagerbestände und die kürzlich veröffentlichten Daten mit sichtbarer Abschwächung der Konjunktur auf dem US-amerikanischen Markt lassen erkennen, dass auch die Produktion in den folgenden Monaten rückschrittig sein wird. Asiens Volkswirtschaften kämpfen mit Problemen hoher Lagerbestände und Überkapazitäten, von denen insbesondere China betroffen ist und laut offiziellen Angaben unter einem Wachstumsniveau von 6,9 Prozent liegt.

Europas Aktien bleiben auf Wachstumskurs
Nachdem die weltweiten Aktienmärkte im August und September eher schwächelten und sich nicht wirklich erholten, sieht es auf dem europäischen Markt aktuell positiver aus. Viele Anleger lehnen eine Reduktion der Aktienbestände ab und sind sogar bereit, ihr Volumen an der Börse zu erhöhen und mehr zu investieren. Die Basis dafür ist der steigende Trend der Kurse in Kombination mit niedrigen Inflationsraten und überschaubaren Zinssätzen. Solange die Gewinne überzeugen und vor allem in den Sektoren Immobilien, im Gesundheitswesen und der Telekommunikation stabil sind, steht dem europäischen Markt ein positiver Abschluss an der Börse bevor. Mit den möglichen Maßnahmen der EZB könnte sich die positive Performance verstärken, wodurch das Interesse an der europäischen Wirtschaft trotz angeschlagener Weltkonjunktur aktuell ungetrübt ist.

Zinserhöhungswahrscheinlichkeit der FED

Bei den Rentenpapiern auf Qualität achten
Das Risiko steigender Zinsen kann an den internationalen Rentenmärkten zum größten Teil vernachlässigt werden. Denn eine sich bremsende Weltwirtschaft in Verbindung mit einem steigenden US-Dollar verstärkt vielmehr die deflationären Risiken. Es ist möglich, dass sich vor diesem Hintergrund die Spreads schwächerer Emittenten gegenüber den als sicher erachteten Staatsanleihen ausweiten. Deshalb sollte der Fokus unvermindert auf Anleihen mit hoher Qualität liegen.
Fakt ist, Qualität steht im Fokus und Stabilität ist Trumpf. Investieren Sie in wirtschaftlich stabile und wachsende Branchen und Unternehmen. Der Aktienmarkt lohnt sich derzeit und können die Aussichten auf attraktive Gewinne durchaus positiv gesehen werden. Vor allem auf dem europäischen Markt stehen die Chancen derzeit sehr gut und überzeugen mit spürbarem Wachstum am Aktienmarkt.

Anlagestrategie
Im August haben Aktien und höherverzinsliche Anleihen stark korrigiert, während im Oktober eine deutliche Erholung einsetzte. Eine wesentliche Veränderung der Nachrichtenlage gab es allerdings weder während der Korrektur im Sommer noch während der Erholung im Oktober. Die fundamentalen Trends sehen die Industrieländer weiterhin im Anlagefokus, obwohl die Kursverluste in einer Reihe von Schwellenländern etwas zu stark  gewesen sein dürften. Dies gilt besonders im längerfristig wirtschaftlich gut vorankommenden Asien. Bei den Industrieländern bleibt es bei der Präferenz für Europa, da sich hier die Erholung weiter verfestigt.

Anlageempfehlungen


 Fondsname Anlagebereich max. Depotanteil
DWS Top DividendeAktien Weltweit
Comgest Growth EuropeAktien Europa
Janus Global Life Sciences Fund Aktien Gesundheit5 %
Swisscanto Selection EnergyAktien Energie5 %
Fidelity South East AsiaAktien Asien20 %
FvS Bond OpportunitiesAnleihen Unternehmen15 %
F&C Global Convertible Bond AWandelanleihen10 %
Edmond de Rothschild Emerging BondsAnleihen Schwellenländer10 %
Ethna-AKTIV - AMischfonds Europa
Man AHL Trendalternative Investments10 %

Fondschart
Flossbach von Storch - Bond Opportunities - R

wichtiger Hinweis:Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Leseempfehlungen

Lesen Sie doch auch diese Artikel rund um das Thema Finanzen, wofür sich auch andere Leser interessierten:
Geld – Die nächsten 5000 Jahre
Wie können Sie Ihr Geld wegen der Zinsflaute absichern?
Gesetzesänderung macht Freistellungsaufträge ohne Steuer-ID unwirksam!