Dienstag, 1. September 2015

Freistellungsaufträge gelten ab 2016 nur noch mit Steuer-ID

Im kommenden Jahr gibt es im Einkommenssteuergesetz eine kleine Änderung, die jedoch für Geldanleger eine sehr große Auswirkung haben kann. Wer als Geldanleger nicht aufpasst, dem kann die Änderung bei den Freistellungsaufträgen ab dem 1. Januar 2016 Steuerersparnisse kosten.

Neue Regeln bei Freistellungsaufträgen
Ab dem 1. Januar 2016 gelten neue Regeln bei Freistellungsaufträgen für Kapitalerträge. Wenn dem Geldanlageinstitut nicht die Steuer-Identifikationsnummer (ID) des Kunden vorliegt, wird der Freistellungsauftrag ab diesem Tag ungültig. Es fallen dann auf alle Kapitalerträge des Geldanlegers Steuern an, die das Geldanlageinstitut dann direkt an das Finanzamt abführt. Die Abgeltungssteuer liegt in der Regel bei einem Steuersatz von 25 Prozent, zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer auf alle Kapitalerträge. Eine Gutschrift zu viel gezahlter Steuern kann dann erst wieder zeitversetzt beim einreichen der Einkommensteuererklärung für das betreffende Kalenderjahr beantragt werden.

Alte Freistellungsaufträge vor 2011 sind hauptsächlich betroffen
Hintergrund der neuen Regelung ist eine Änderung des Paragraf 45d im Einkommenssteuergesetz (EStG). Es sind vor allem Freistellungsanträge betroffen, die bis zum 31. Dezember 2010 gestellt wurden. Auf den Freistellungsformularen wurde meistens nicht die Steuer-ID abgefragt. Ab dem Jahr 2011 musste die Steuer-ID in den Freistellungsformularen immer angegeben werden. Von daher sollten Geldanleger mit älteren Freistellungsaufträgen ihre hinterlegten Daten beim Geldanlageinstitut dringend überprüfen. Aber auch bei erteilen Freistellungsaufträgen ab 2011 kann ein Blick auf die hinterlegten Daten beim Geldanlageinstitut nicht schaden. Außerdem ist dies eine gute Gelegenheit auch die richtige Höhe des Freistellungsauftrages zu überprüfen. Bei Ehepaaren sollten die Steuer-IDs beider Partner angegeben werden.

Vorteil des Freistellungsauftrages
Wenn ein gültiger Freistellungsaufrag besteht, so bleiben Kapitalerträge bis maximal 801 Euro bei Ledigen bzw. bis 1.602 Euro bei Ehepaaren steuerfrei. Erst bei Kapitalerträgen oberhalb dieser Freibeträge greift die Abgeltungssteuer und das Geldanlageinstitut muss automatisch die Abgeltungssteuer an das Finanzamt abführen.

Kapitaleinkünfte nach Alter 2009

Mittwoch, 26. August 2015

Was ist eigentlich der Dax?

Der DAX ist der Leitindex der deutschen Börsen. Die Abkürzung steht für Deutscher Aktienindex. Sein Wert spiegelt die Kursentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutsche Aktien wider, die im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet sind. Seit dem 21. Juni 1999 wird der Index-Stand nur noch anhand der Xetrakurse ermittelt.

Wie alles begann
Der DAX wurde am 1. Juli 1988 von der Deutschen Wertpapierbörse, der Frankfurter Wertpapierbörse und der Börsen-Zeitung entwickelt und eingeführt. Bis zu diesem Datum hatten Banken, zum Beispiel die Commerzbank, sowie Medien wie die „Börsen-Zeitung" und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung" die Entwicklung der Märkte in eigenen Indizes abgebildet. Der DAX führt den Index der „Börsen-Zeitung" fort. Die Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die Geschichte der historischen Zeitreihe reicht allerdings bis ins Jahr 1959 zurück. Im DAX sind die 30 größten und umsatzstärksten Aktien deutscher Unternehmen enthalten, welche an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Für die Größe zählt nur die Marktkapitalisierung, also des Gesamtwertes aller börsennotierten Aktien der jeweiligen Aktiengesellschaft.

DAX Entwicklung 1988 bis 2015

Kurse werden sekündlich berechnet
Die Basis der DAX-Kurse werden sekündlich im elektronischen Handelssystem Xetra der Deutschen Börse in Frankfurt von 9.00 bis 17.30 Uhr berechnet. Es werden dabei die im DAX abgebildeten 30 Aktien gewichtet. Der einzelne Anteil bemisst nach der jeweiligen Gewichtung einer Aktie an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Wie sind die Auswahlkriterien
Der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz, sind die wichtigsten Kriterien für die Aufnahmen einer Aktie in den DAX. Immer zum Monatsbeginn wird von der Börse nach diesen Kriterien eine Rangliste erstellt, welche dann dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index dient.

Jährliche Prüfung der Zusammensetzung
wird Einmal jährlich im September wird vom Arbeitskreis Aktienindizes die Zusammensetzung des DAX überprüft. Dem Arbeitskreis Aktienindizes gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt aber vier Mal im Jahr. Diese Sitzung wird im März, Juni, September und Dezember durchgeführt. Dabei überprüft der Arbeitskreis vor allem auch die Zusammensetzung weiterer Indizes. Zur DAX-Familie zählen der M-DAX für Nebenwerte sowie der S-DAX für Kleinwerte, denen je 50 Firmen angehören. Zudem gibt es noch den Tec-DAX mit 30 Technologieaktien.

Montag, 24. August 2015

Streiks und ihre Folgen für die Geldanlage

Bahn, Kita, Post – Deutschland streikte. Und verlor dadurch etliche Arbeitstage: Schon knapp 500.000 Tage traten Arbeiter verschiedener Branchen 2015 insgesamt in den Ausstand. Das ist der längste Zeitraum seit 1993. Ein beunruhigender Trend? Angesichts der neuen deutschen (Streik)-Welle drängt sich die Frage auf, welche Auswirkungen diese Streiks haben und wie davon auch die Finanzwelt betroffen ist.

Welcher Schaden entsteht durch Streiks für den Anleger
Die Antworten darauf fallen sehr unterschiedlich aus. Umstritten sind die Schäden für eine Volkswirtschaft schon immer. Manche streiten sie sogar vollkommen ab. Nach dem Motto: „Wenn etwa die Bahn nicht fährt, haben dafür Taxis und Busse mehr zu tun. Wo ist da der gesamtwirtschaftliche Schaden?“ Folgt man jedoch den Berechnungen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), dann haben die vergangenen Streiks im Güterverkehr der Bahn Schäden von „bis zu einer halben Milliarde Euro“ verursacht. Beim Dachverband der Lokführergesellschaft GDL hingegen, dem Deutschen Beamtenbund (dbb) hält man solche Zahlen – siehe oben – für übertrieben und verzichtet gleichzeitig auf eigene Berechnungen.

Streik in der Wirtschaf 2015

Der Bedarf bleibt, nur der Ertrag wird anders verteilt
Das betroffene Unternehmen selbst, die Deutsche Bahn, bezifferte ihren Schaden „in zweistelliger Millionenhöhe“. Das aber lässt sich keineswegs in der Summe als negative Auswirkung auf die Wirtschaft übertragen. Denn andere Unternehmen haben vom Bahnstreik profitiert. Im Personenverkehr waren es die Fernbusse, im Güterverkehr waren vor allem große und kleine Logistikunternehmen gefragt, die Situation zu überbrücken.

Kleine und mittlere Unternehmen profitieren 
Es sind also oft die kleineren Unternehmen, die es mit ihrer Flexibilität schaffen, neue Marktanteile zu gewinnen. Anleger, die in die so genannten KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) investiert sind, dürften mittel- und langfristig davon profitieren. Außerdem ist hier jede Menge Potenzial vorhanden: Im Bereich der Europäischen Union fallen ca. 99 Prozent aller Unternehmen unter diese Definition! Die Auswahl ist also riesig.
Darüber hinaus verdeutlichen die Streiks bei der Bahn die notwendigen Infrastrukturmaßnahmen. Ein Ausweichen von Bahnreisenden auf Fernbusse gelingt nur mit einem funktionstüchtigen Verkehrsnetz. Gleiches gilt für den Güterverkehr, der zum Großteil dann via LKW, Schiff oder Luft transportiert werden muss. Lange Jahre wurden diese Themen politisch aufgeschoben oder verschlafen. Brücken wurden nicht rechtzeitig saniert, der Ausbau von Autobahnen zögert sich vielen Orts über Jahre hin und Häfen wurden zum Teil geschlossen. Der aufgelaufene Investitionsstau wird die öffentlichen Kassen in den nächsten Jahren übermäßig belasten. Mögliche Alternativen sind privatisierte Infrastrukturmaßnahmen.

Fazit
Für die Wirtschaft insgesamt bringt ein Streik einen überschaubaren Schaden, dafür aber Chancen für Anleger. Sie müssen nur das richtige Investment wählen.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Anlagekommentar Juli 2015 - Die Beeinflussung der Märkte durch die Griechenland-Krise

Im Rückblick hat die Griechenland-Krise die Kapitalmärkte nachhaltig beeinflusst und dabei den Auslöser gebildet. Auch wenn ursprünglich von einer Korrektur der Aktienmärkte die Rede war, lässt sich dieser Zusammenhang nicht erstellen und die Kursgewinne im ersten Quartal waren ebenso wenig ungewöhnlich, wie die daraus resultierende Gegenbewegung im Anschluss. Die Erpressung der Märkte kann als gescheitert betrachtet werden, was in Anbetracht der marginalen Bedeutung der griechischen Wirtschaftsleistung auf den Weltmärkten nicht verwunderlich ist.

Der ökonomische Bankrott Griechenlands und seine Auswirkungen auf den Kapitalmarkt
Die Weltwirtschaftsleistung der Helenen beträgt lediglich 0.3 Prozent und ist somit von einer untergewichteten Performance begleitet. Auch beim Bruttoinlandsprodukt in Euroland sind die Griechen lediglich mit 1.8 Prozent beteiligt, wodurch der ökonomische Bankrott realistisch betrachtet keinen Einfluss auf die Kapitalmärkte der Welt nehmen sollte. Als einzige Gefahr wird der Vertrauensentzug von Investoren gehandelt, der sich auf die Gesamtheit Südeuropas bezieht und nicht auf Griechenland beschränkt wird. Doch auch diese Sorge erweist sich als unbegründet und Europa zeigt sich wesentlich robuster, als allgemein angenommen wurde. Die griechische Regierung spekulierte auf Verwerfungen Gesamt-Europas an den Kapitalmärkten, doch blieb dieser befürchtete Faktor aus und hat nur einmal mehr bewiesen, dass Griechenland auf den Märkten eine eher untergeordnete Position einnimmt. Derzeit ist das Thema Griechenland permanent präsent und verdrängt andere Themen aus den Nachrichten. Auch wenn die Staatsverschuldung mit 300 Milliarden Euro nicht gering ist und mit der Aufaddierung weiterer Forderungen auf 500 Milliarden Euro anwächst, wurde der offensichtliche Bankrott noch nicht festgestellt und ist ökonomisch gesehen längst Realität und nicht mehr von der Hand zu weisen.

Europas Aktien zeigen sich mit hoher Volatilität
Anhand der Grexit Sorgen und des konstanten Themas Griechenlands stehen die europäischen Aktienmärkte unter einer hohen Belastung. Mit hoher Volatilität und einer Kursreduzierung von 15 bis 20 Prozent muss der Aktienmarkt aber nicht länger mit zweifelhaftem Blick, sondern vielmehr mit dem Fokus neuer Chancen Beachtung finden. Vor allem längerfristige Dividendenpapiere können einen Vorteil erbringen und profitieren davon, dass die Zinsen derzeit niedrig und das Wirtschaftswachstum weiter stabil ist. Auch der japanische und US-amerikanische Markt sind weiter von Interesse. Neben Aktien zeigen sich auch Anleihen aus den USA interessant und überzeugen mit einem ansprechenden Niveau der Rendite. Eine Euphorie bezüglich der wachsenden US Wirtschaft sollten Sie allerdings nicht überbewerten, da ein Wachstum von mehr als 2 Prozent auch in diesem Jahr ausgeschlossen scheint. Eine Steigerung der Inflation müssen Sie nicht fürchten, auch diese ist unangebracht und steht in keiner Relation zur tatsächlichen Bewertung der wirtschaftlichen und kapitalmarktorientierten Lage auf dem Markt.
Wer sich von der Griechenland-Krise nicht zu stark beeinflussen lässt, kann auf dem Kapitalmarkt verschiedene positiv bewertete Chancen nutzen.

Europäische Union: Inflationsrate von Januar 2014 bis Januar 2015 (gegenüber dem Vorjahresmonat)

AnlagestrategieDie Geldpolitik ist mittlerweile für die Finanzmärkte kein maßgeblicher Faktor mehr, denn nach dem laufenden Anleiheprogramm der der EZB sind auf absehbare Zeit keine geldpolitischen Impulse mehr zu erwarten. Auch von der Japanischen Zentralbank sind in diesem Jahr keine weiteren marktstützenden Aktionen zu erwarten. Die US-Notenbank hat angekündigt, dass im Herbst die Zinsen erhöht werden dürften, wobei die weiteren Erhöhungsschritte moderat ausfallen würden. Somit werden die fundamentalen Entwicklungen die Märkte zusehends mehr beeinflussen als geldpolitische Lockerungen.
Die Börsen im Euroraum haben in diesem Jahr deutlich von der quantitativen Lockerung der EZB profitiert und werden nun weitgehend von der Entwicklung der Wirtschaft und der Unternehmensgewinne getragen. Der Übergang von einem geldpolitischen zu einem von Gewinnen getragenen Markt wird nicht reibungslos verlaufen. Die überraschende Verbesserung der Einkaufsmanager-Indices im Juni erhöht die fundamentale Unterstützung für die Aktienmärkte der Eurozone. Kurskorrekturen an den Aktienmärken sollten zum Wiederaufbau von Positionen genutzt werden.
Der Makro-Ausblick und die Risiko-Ertragsüberlegungen sprechen weiterhin für die Aktienmärkte der entwickelten Märkte. Die USA und Europa bleiben weiter im Fokus und die Schwellenländermärkte (insbesondere Asien) bleiben als Ergänzungsanlage weiter interessant. Aufgrund des immer noch tiefen Ölpreises beginnen die fundamentalen Trends in den Schwellenländern an zu divergieren. In Asien profitieren eine Reihe von Ländern von tieferen Ölpreisen und sinkenden Notenbankzinsen, was langfristig weiterhin für diese Region spricht.

Anlageempfehlungen
 Fondsname Anlagebereich max. Depotanteil
DWS Top DividendeAktien Weltweit
Comgest Growth EuropeAktien Europa
Janus Global Life Sciences Fund Aktien Gesundheit5 %
Swisscanto Selection EnergyAktien Energie5 %
Fidelity South East AsiaAktien Asien20 %
FvS Bond OpportunitiesAnleihen Unternehmen15 %
F&C Global Convertible Bond AWandelanleihen10 %
Edmond de Rothschild Emerging BondsAnleihen Schwellenländer10 %
Ethna-AKTIV - AMischfonds Europa
Man AHL Trendalternative Investments10 %

Fondschart
DWS Top Dividende LD


wichtiger Hinweis:Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Montag, 20. Juli 2015

Keine Panik wegen Griechenland

Seit Monaten schachern Athen, die EU und die Weltbank um die Zukunft Griechenlands wie auf einem Wochenmarkt. Entsprechend nervös präsentieren sich auch die Kapitalmärkte. So schwankte beispielsweise der Deutsche Aktienindex DAX von Mitte April bis Anfang Juli zwischen rund 12.500 Punkten und 10.900 Punkten. Eine Wegstrecke von satten 1.600 Punkten oder fast 13 Prozent innerhalb von knapp zehn Wochen. In der Helenen-Tragödie dürfte das letzte Kapital noch nicht geschrieben sein, darin sind sich die Experten einig. Doch vom Hin und Her an den Kapitalmärkten können mittelfristig orientierte Anleger auch profitieren.

Griechenland – eine gute Gelegenheit, um auch mal wieder über Cost-Average nachzudenken!
Die griechische Tragödie eröffnete über das vergangene Wochenende einen neuen Akt. Ich gehe weiter davon aus, dass kein Grund zur Panik besteht und sehe die Marktreaktion als gute Kaufgelegenheit für zu investierende Gelder. Es gilt unverändert, mit möglichst wenig Emotionen zu handeln und breit diversifiziert zu investieren. Vermögensverwaltungen und vermögensverwaltende Konzepte im Rahmen einer langfristigen Strategie bieten enorme Vorteile. Auch Sparpläne profitieren.

Kursschwankungen in Gewinne umwandeln
Wer über einen Aktiensparplan oder mit Investmentfonds regelmäßig feste Beträge investiert, profitiert mittelfristig automatisch von schwankenden Kursen. Dieser so genannte "Cost-Average-Effekt" – auf deutsch: Durchschnittskosten-Effekt – besagt nichts anderes, als dass Anleger, die regelmäßig in Raten investieren, unterm Strich günstige Einstiegskurse erhalten und damit am Ende auch eine höhere Wertsteigerung mit ihren Investments erzielen.

Durchschnittskaufmethode

Cost-Average-Effekt nutzen – gerade in volatilen Marktphasen!
Für den langfristigen Investor ist mit der Entzerrung des Kaufzeitpunktes die wichtige psychologische Hürde des zu teuren Kaufs genommen. Es ist die absolut überlegene Sparform in allen Belangen: Rendite, Verfügbarkeit, Diversifikation, Steuer, Kosten.

Freitag, 17. Juli 2015

Fondsidee des Monats

Der Global Absolute Return Strategies Fund (GARS) von Standard Life ist der größte Fonds in Großbritannien. Seit 2011 vertreibt Standard Life In­vestments eine GARS-Tranche auf dem „Alten Kontinent“. Anleger haben seitdem etwa zwölf Mil­liarden Euro investiert. Erfahren Sie mehr über die Strategie im folgenden Abschnitt.

Anlageziel des GARS ist es, aktienähnliche Renditen zu er­zielen, ohne Anleger mit den hohen Schwan­kungen von Aktien zu belasten. Konkret bedeutet dies eine Rendite von 5 Prozent über dem Euro-Geldmarktzins p.a. im Dreijahresschnitt bei einer Volatilität von 4-8 Prozent. Zur Erreichung des Zieles kann das Fondsmanagement um Guy Stern flexibel in verschiedene Anlageinstrumente investieren.

SLI Global SICAV Global Absol. Return Strategies Fund EUR A Acc

Aktuell baut das Fondsmanagement darauf, dass europäische Aktien und globale Minenaktien gut laufen werden. Bei den Währungen favorisiert Guy Stern weiterhin den US-Dollar. Bei Staatsanleihen aus Industrieländern finden sich dagegen kaum attraktive Titel. Der Fonds unterliegt u.a. dem Marktpreisrisiko und ist für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont geeignet.

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Montag, 13. Juli 2015

Anlagekommentar Mai 2015 - Kursrutsch oder Zinswende?

Der April brachte für Aktien und Anleihen einen kleinen Kursrückgang mit sich. Es gibt keine klar definierten Hintergründe dafür, wodurch der Blick auf die expansive Geldpolitik der Notenbanken sicherlich als tendenzielle Ursache der Änderung zu werten ist. Nach gleichem Prinzip agieren viele Anleger und bedienen sich der Gewinnmitnahme oder Positionsabsicherung, sodass ein Kursverlust in Folge eintritt und den Effekt durch die Masse verstärken kann.

Das exzessive Gelddrucken kann zu irrationalen Bewertungen führen
Sieht man von den historischen Maßstäben der Bewertung ab und orientiert sich an aktuellen Gegebenheiten, lenkt dies den Blick von anfänglich teuer erscheinenden Anlageklassen ab. Fakt ist, dass Zinsniveau liegt klar bei Null und zeigt sich im Portfolio der Staatsanleihen sogar negativ. Immer mehr Experten und Anleger fragen sich, wie lange die Nullzins Performance noch vorhält und ob das exzessive Drucken von Papiergeld nicht bald ein Ende finden muss. Auf die Bewertungen von Anlageklassen wirkt sich die Politik der Notenbanken mit irrationalem und höherem Ergebnis aus, als es in der Realität haltbar ist.

deutsche Staatsanleihen entwicklung

Die Aktien-Märkte bleiben weiterhin interessant
In Europa verbessern sich die Konjunkturdaten, doch der Blick auf die US Volkswirtschaft geht mit Enttäuschung einher. Auch wenn diese schlechte Performance nicht überraschend kommt und bereits erwartet wurde, irritiert sie Anleger zunehmend und setzt unter Druck. Eine endgültige Zinserhöhung ist seit längerem im Gespräch, doch sieht es so aus, als ob diese noch einige Zeit auf die lange Bank geschoben und so weit wie möglich hinausgezögert wird. Im Konsens zur kühlen Konjunktur wären die Folgen für Kapitalmärkte und die reale Wirtschaft spürbar, wodurch die Verzögerung nicht unbedingt eine negative Taktik sein muss. Der europäische Aktienmarkt hingegen ist für Anleger äußerst interessant, auch wenn aktuelle Renditen auf einem historischen Tiefstand sind. Hingegen scheint der Euro seinen Tiefpunkt überwunden zu haben, wobei er immer noch der Abwertung unterliegt und dementsprechend im Kontext zu Aktien international agierender Unternehmen große Chancen für Kursgewinne bietet. Auch Japans Aktienmarkt kann durchaus interessant sein, selbst wenn eine spürbare Verbesserung in der realen Wirtschaft derzeit nicht spürbar ist.

Anleihen auf dem Tiefpunkt, aber keine Zinswende in Sicht
Der April brachte den bisherigen Tiefstand der Rendite im aktuellen Jahr. Von einer wirklichen Zinswende ist der Markt allerdings weit entfernt und eine Gegenbewegung der Anleiherenditen bleibt aus. Die EZB darf keine Anleihen mit weniger als minus 0,2 Prozent Rendite erwerben, sodass die Performance für die Zukunft doch Fragen aufwirft. Ab dem Monat April war ein leichter Anstieg der Renditen, aber kein Anstieg der Zinsen zu beobachten. Anders verhält es sich bei Rohstoffen, deren Rendite spürbar aus dem Tief kommt und eine Erholung aufzeigt. Kräftige Preisanstiege bleiben allerdings aus und der Rohstoffmarkt präsentiert sich stabil, so dass man eine leichte Erholung erwähnen, aber nicht von einer Entspannung der Situation sprechen kann. Die Grundlage für die verbesserte Performance und Stabilisierung auf dem Rohstoffmarkt könnte in der Erhöhung der Inflation begründet sein.

AnlagestrategieFür Aktien-Anlagen bleibt weiter die positive Ausrichtung bestehen Diese werden auch weiterhin durch die globalen Makro-Aussichten und den Notenbank-Strategien unterstützt. Als Risiko ergeben sich jedoch weiterhin die hohen Aktienbewertungen, aus den nun schon mehrere Jahre andauernden Aufwärtstrend an den Börsen. Aus der Historie kann man sagen, dass die Risiken am höchsten werden, wenn die Notenbanken die Geldpolitik anfangen zu straffen. Da die USA bisher jedoch noch nicht begonnen hat, die Nullzinspolitik zu beenden, bzw. zögert dies anzugehen und in Europa das laufende EZB-Anleihenkaufprogramm (Quantitative Easing) erst begonnen hat, ist dies grundsätzlich weiter eine günstige Konstellation für die Aktienmärkte.
Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Russland und auch die anstehenden Wahlen in der Türkei sollten weiter im Auge behalten werden. Auch der weiterhin belastende politische, finanzielle und ökonomische Umbruch in Griechenland, bleibt ein schwer kalkulierbarer Risikofaktor. Kurskorrekturen können dadurch nicht ausbleiben, sollten aber als Kaufgelegenheit betrachtet werden.
Der Makro-Ausblick und die Risiko-Ertragsüberlegungen sprechen weiterhin für die Aktienmärkte der entwickelten Märkte. Die USA und Europa bleiben weiter im Fokus und die Schwellenländermärkte (insbesondere Asien) bleiben als Ergänzungsanlage weiter interessant. Aufgrund des fallenden Ölpreises beginnen die fundamentalen Trends in den Schwellenländern an zu divergieren. In Asien profitieren eine Reihe von Ländern von tieferen Ölpreisen und sinkenden Notenbankzinsen, was langfristig weiterhin für diese Region spricht. Die lockere Geldpolitik der Notenbanken bietet auch den alternativen Investments wieder eine sehr gute Entwicklung, da durch die Marktentwicklung die Anlageinstrumente gut steuerbar sind.

Anlageempfehlungen
 Fondsname Anlagebereich max. Depotanteil
DWS Top DividendeAktien Weltweit 
Comgest Growth EuropeAktien Europa 
Janus Global Life Sciences Fund Aktien Gesundheit5 %
Swisscanto Selection EnergyAktien Energie5 %
Fidelity South East AsiaAktien Asien20 %
FvS Bond OpportunitiesAnleihen Unternehmen15 %
F&C Global Convertible Bond AWandelanleihen10 %
Edmond de Rothschild Emerging BondsAnleihen Schwellenländer10 %
Ethna-AKTIV - AMischfonds Europa 
Man AHL Trendalternative Investments10 %
Fondschart
Ethna-AKTIV - A

wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.