Seit verschiedenen Markt-Crashs und den damit einhergehenden Verlusten für Anleger hat sich die Bereitschaft zum Risiko minimiert. Doch mindert die geringe Risikobereitschaft der Anleger die Probleme nicht, sondern sorgt für eine Verschärfung. Weniger Risiko eingehen heißt, sich auf eine Finanzierungslücke zwischen den zukünftigen Verpflichtungen und den Einkünften zu begünstigen. Das Vermögen vieler Anleger ist geringer geworden, wobei die Finanzkrise aber nicht für eine Verringerung der zukünftigen Verpflichtungen beigetragen hat. Minirenditen bei sicheren Anlageformen helfen nicht dabei, die Lücke in der Finanzierung zu schließen und eine adäquate Altersvorsorge zu schaffen.
Unvermeidliche Risiken unbewusst eingehen
Die sogenannten sicheren Häfen sind in der Realität gar nicht so sicher, wie es dem Verbraucher und Anleger suggeriert wird. Inflationsrisiken steigen durch die explosionsartige Vermehrung des Geldes, was eine langfristige Planung des Wohlstands mit vermeintlich sicheren Anlagen unmöglich erscheinen lässt. Fallende Zinsen bei Anlagen mit geringem Risiko mindern deren Attraktivität und wirken sich negativ auf eine Ansparung für den Lebensabend aus. Auch ein verkürzter Anlagehorizont ist zu beobachten, welcher ebenfalls Einfluss auf die Rendite nimmt und daraus resultiert, dass Anleger ihr Geld in greifbarer Nähe behalten und es nicht langfristig aus der Hand geben möchten. Für die Vorsorge ist es nicht ratsam, sich auf Niedrigzins-Anlagen ohne offensichtliches Risiko zu berufen. Denn auch hier ist das Risiko in Form der Inflation gegeben, wobei es sich noch negativer auf den Anleger auswirkt, als es bei riskanteren aber mit höherer Rendite versehenen Anlagen beobachten lässt. Mit einem auf die Anlageziele gestalteten Anlagenmix lässt sich das Risiko kalkulieren und gleichermaßen ein sicherer Hafen, aber auch ein Horizont für hohe Rendite ansteuern. Ohne eine taktische Diversifikation sind Anlagen in der aktuellen Zeit wenig rentabel und bringen meist geringere Zinsen, als das Geld durch die Inflation an Wert verliert.
Zweifel am Diversifizieren tauchen auf
Anhand der jüngsten Entwicklungen auf dem Markt gewinnt Risikomanagement immer mehr an Bedeutung. Als viele Anlagekategorien gleichzeitig an Wert verloren, kamen vielleicht Zweifel am Wert der Diversifizierung hoch, doch langfristig bleibt sie ein wesentliches Werkzeug zum Risikomanagement. In Bausteinen anlegen und hier einen richtigen Mix für ein sicheres und ertragreiches Fundament finden ist eine Strategie, die vorrangig gewählt werden sollte. Auch bei der Vorliebe zur Anlage in scheinbar sichere Immobilien ist es angeraten, eine Streuung des Risikos zu wählen und sich nicht nur auf eine Schiene zu forcieren. Verschiedene Anlagen beinhalten verschiedene Risiken, sodass eine Rendite erzielt werden und sich auch beim Einbruch einer Anlagestrategie das Vermögen nicht relativieren muss. Im Risikomanagement wird nicht auf eine Vermeidung der Risiken spekuliert, sondern eine Abwägung der Chancen und Risiken angestrebt. Wichtig ist die Erkenntnis zu Anlagen, die in langer perspektivischer Betrachtung dem Wachstum unterliegen und sich so positiv auf eine Anlage auswirken. Je überlegter und weitreichend gestreuter eine Anlage gewählt wird, umso geringer ist das Risiko und umso höher die Chance, eine attraktive Vorsorge für den Lebensabend zu wählen und wirklich überlegt anzulegen.
Anleger sollten kaufen, wenn die Kanonen donnern und verkaufen, wenn die "Bild" berichtet.
"Insider-Infos" für Geld- und Sachwertanleger von heute und morgen
Dienstag, 5. November 2013
Montag, 4. November 2013
Anlagetipps September 2013 – Weiterhin allgemein positive Gesamtaussicht auf den Aktienmärkten
Auch wenn saisonal und geopolitisch bedingt Korrekturrisiken vorherrschen, ist der globale Aktienmarkt derzeit verhältnismäßig stabil und zeigt sich positiv. Zumal auch der September als historisch schwächster Börsenmonat fast überstanden ist. Emerging Markets sind derzeit in der Gunst von Anlegern gesunken, da hier die Sorge um eine Straffung der Geldpolitik für die Angst vor einem höheren Risiko sorgt. Langfristige Schwellenländer Aktienanlagen hingegen bieten gute Aussichten und zeigen sich unverändert intakt (Danske Invest - Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds - South East Asia Fund A). Da die Volkswirtschaften der Schwellenländer eine wichtige Quelle für Gewinne auch in Deutschland und den USA ist, spiegelt sich die Profitabilität auch in den Aktien wider und sorgt bei Anlegern für eine hohe Akzeptanz. Nicht nur globale, sondern auch gezielt europäische Aktienfonds stehen nach wie vor hoch im Kurs und werden nicht als riskante Anlage betrachtet (DWS Top Dividende oder AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B Euro).
Wachstum und Aktien im Zusammenhang
Emerging Markets Währungen aus Indien, Indonesien, Brasilien, Südafrika, aber auch der Türkei sind derzeit von einer ausgeprägten Schwäche gezeichnet. Hier kann der Anleger aber nicht unmittelbar von einem dauerhaften Kursrückschlag ausgehen, sondern wird sich in diesen Bereichen auf einen kurzfristigen Kursrückschlag forcieren (Invesco Emerging Markets Bond II). Das lässt die Anlagen vor allem bei einer mittel- bis langfristigen Planung in den Fokus rücken und interessant wirken. Durch als allmählich steigende Weltwachstum, welches vor allem von Europa, den USA und China getragen wird, bleibt der Aktienmarkt trotz der Schwächung in Schwellenländern stabil. Eine primäre Fokussierung auf Aktien eignet sich als optimale Anlagestrategie, wobei Anleihen eher hinten an stehen sollten. Einen Aufholbedarf zeigen derzeit vor allem europäische Aktien, die sich aufgrund der Eineinhalbjährigen Rezession zu einem moderaten Wachstum entschließen (Fidelity European Growth Fonds oder Comgest Growth Europe Acc).
Der Einfluss der lockeren Geldpolitik auf die Anleihenmärkte
Ein starker Renditeanstieg auf dem US-Anleihenmarkt war erkennbar, wobei durch die lockere Politik der Notenbanken nun eine Einpreisung erfolgt ist. Auch in den Kernmärkten Europas dürfte ein Aufwärtstrend überschaubar bleiben, da eine langsame Erholung der Konjunktur einen rasanten Anstieg der Renditen ausschließen lässt. Unternehmensanleihen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) sollten weiterhin gegenüber Staatsanleihen bevorzug werden. Neben Anleihen aus den Emerging Markets (Invesco Emerging Markets Bond II) sind auch Wandelanleihen (DWS Convertibles) interessante Depotbeimischungen. Bei den High Yield Bonds sollte man nur noch Neuanlagen mit einem hohen Anlagerisikoprofil tätigen, sicherheitsorientierte Anleger sollten langsam aus bestehenden Anlagen die Gewinne mitnehmen.
wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.
Wachstum und Aktien im Zusammenhang
Emerging Markets Währungen aus Indien, Indonesien, Brasilien, Südafrika, aber auch der Türkei sind derzeit von einer ausgeprägten Schwäche gezeichnet. Hier kann der Anleger aber nicht unmittelbar von einem dauerhaften Kursrückschlag ausgehen, sondern wird sich in diesen Bereichen auf einen kurzfristigen Kursrückschlag forcieren (Invesco Emerging Markets Bond II). Das lässt die Anlagen vor allem bei einer mittel- bis langfristigen Planung in den Fokus rücken und interessant wirken. Durch als allmählich steigende Weltwachstum, welches vor allem von Europa, den USA und China getragen wird, bleibt der Aktienmarkt trotz der Schwächung in Schwellenländern stabil. Eine primäre Fokussierung auf Aktien eignet sich als optimale Anlagestrategie, wobei Anleihen eher hinten an stehen sollten. Einen Aufholbedarf zeigen derzeit vor allem europäische Aktien, die sich aufgrund der Eineinhalbjährigen Rezession zu einem moderaten Wachstum entschließen (Fidelity European Growth Fonds oder Comgest Growth Europe Acc).
Der Einfluss der lockeren Geldpolitik auf die Anleihenmärkte
Ein starker Renditeanstieg auf dem US-Anleihenmarkt war erkennbar, wobei durch die lockere Politik der Notenbanken nun eine Einpreisung erfolgt ist. Auch in den Kernmärkten Europas dürfte ein Aufwärtstrend überschaubar bleiben, da eine langsame Erholung der Konjunktur einen rasanten Anstieg der Renditen ausschließen lässt. Unternehmensanleihen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) sollten weiterhin gegenüber Staatsanleihen bevorzug werden. Neben Anleihen aus den Emerging Markets (Invesco Emerging Markets Bond II) sind auch Wandelanleihen (DWS Convertibles) interessante Depotbeimischungen. Bei den High Yield Bonds sollte man nur noch Neuanlagen mit einem hohen Anlagerisikoprofil tätigen, sicherheitsorientierte Anleger sollten langsam aus bestehenden Anlagen die Gewinne mitnehmen.
wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.
Donnerstag, 31. Oktober 2013
Wiederholt sich die asiatische Wirtschaftskrise von 1997?
Seit Mai 2013 sind viele asiatische Währungen gegenüber dem US Dollar stark an Wert gesunken. Kritiker haben die Wirtschaftskrise Asiens aus dem Jahre 1997 vor Augen und Experten meinen, dass eine Wiederholung auszuschließen sei. Allerdings wäre eine restriktive Geld- und Fiskalpolitik notwendig. Die Gründe für das Misstrauen zu asiatischen Finanzmärkten sind vielseitig. Ein in den USA erfolgter Zinsanstieg sorgte für einen Stimmungsumschwung und den Kapitalabfluss. Aber auch ungünstige Handelsbilanzen, das schwächere Wachstum und die schwächelnden Rohstoffpreise Asiens spielen ebenfalls eine Rolle.

Handelsdefizite und Subventionen
In der Binnenwirtschaft hat Asien mit verschiedenen Haushaltsdefiziten und Subventionen zu kämpfen. Private Haushalte sind stärker verschuldet, was vor allem auf dem Immobilienmarkt Auswirkungen zeigt. Auch das Sparaufkommen ist gering, da die negativen Kapitalmarktzinsen für weniger Interesse an Geldanlagen sorgen. Hohe Forderungen internationaler Banken an den asiatischen Kapitalmarkt führen ebenfalls zu einer Minderung der Liquidität.
Anpassungszwang durch schlechte Landesbonität
Mit einer guten Bonität warten Malaysia, die Philippinen und Thailand auf. Leistungsbilanzdefizite ins derzeit in Indien und Indonesien in hohem Maße zu beobachten, sodass hier ein stärkerer Anpassungszwang zum Tragen kommt. Doch sind auch hier noch keine ernsthaften Engpässe in der Zahlung zu erwarten, da die Reserven noch höher sind als die kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten. Die Auslandsschulden zeigen in Gegenüberstellung zu den Deviseneinnahmen und den Schuldendienstquoten noch keine kritischen Werte auf. Asiatische Schuldner sind in eigener Währung, nicht wie in den Jahren 1997-98 in ausländischer Währung verschuldet. Das Wirtschaftswachstum wird sich um rund 5% mindern, nicht aber wie von Kritikern angesprochen, vollständig einbrechen und für eine erneute Asienkrise am Finanzmarkt sorgen.

Handelsdefizite und Subventionen
In der Binnenwirtschaft hat Asien mit verschiedenen Haushaltsdefiziten und Subventionen zu kämpfen. Private Haushalte sind stärker verschuldet, was vor allem auf dem Immobilienmarkt Auswirkungen zeigt. Auch das Sparaufkommen ist gering, da die negativen Kapitalmarktzinsen für weniger Interesse an Geldanlagen sorgen. Hohe Forderungen internationaler Banken an den asiatischen Kapitalmarkt führen ebenfalls zu einer Minderung der Liquidität.
Anpassungszwang durch schlechte Landesbonität
Mit einer guten Bonität warten Malaysia, die Philippinen und Thailand auf. Leistungsbilanzdefizite ins derzeit in Indien und Indonesien in hohem Maße zu beobachten, sodass hier ein stärkerer Anpassungszwang zum Tragen kommt. Doch sind auch hier noch keine ernsthaften Engpässe in der Zahlung zu erwarten, da die Reserven noch höher sind als die kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten. Die Auslandsschulden zeigen in Gegenüberstellung zu den Deviseneinnahmen und den Schuldendienstquoten noch keine kritischen Werte auf. Asiatische Schuldner sind in eigener Währung, nicht wie in den Jahren 1997-98 in ausländischer Währung verschuldet. Das Wirtschaftswachstum wird sich um rund 5% mindern, nicht aber wie von Kritikern angesprochen, vollständig einbrechen und für eine erneute Asienkrise am Finanzmarkt sorgen.
Dienstag, 29. Oktober 2013
Anlagekommentar September 2013 - Eine Metapher die sich auf dem Kapitalmarkt bewahrheitet
Karl Marx zog den Vergleich zwischen dem Kapital und einem scheuen Reh. Was damals noch verwunderte, beweist sich in der heutigen Zeit vor allem in den Schwellenländern. Da die US-Notenbank nicht länger ein Spielball der lockeren Geldpolitik sein möchte, hat sie ihren Ausstieg angekündigt und möchte die Anleihenkäufe herunterfahren. Derzeit ist ein Rückfluss der Liquidität aus den Schwellenländern auf den Kapitalmarkt der USA zu beobachten.
Unvorhersehbarkeit auf den Finanzmärkten
Wie die aktuelle Studie des IWF ("Capital Flows are Fickle: Anytime, Anywhere") aufzeigt, gestalten sich internationale Kapitalflüsse wenig vorhersehbar. Somit scheut das Reh nicht nur, sondern ist unberechenbar und variabel. Eine bessere Abschätzung ist bei Staaten möglich, die besonders gefährdet sind und sich mit hohen Leistungsbilanzdefiziten auf den Kapitalmärkten präsentieren. Da hier eine hohe Abhängigkeit von ausländischem Kapital vorherrscht, wird ein Ausbleiben dieser Zuflüsse oder sogar ein Kapitalabfluss dafür sorgen, dass die Währung geschwächt wird und ein Zinsanstieg in Folge eintritt. Auch Kursrückgänge an den Anleihenmärkten würden in Folge daraus resultieren. Dies würde einen unübersehbaren und deutlich spürbaren Einfluss auf die lokalen Aktienmärkte nehmen.

Leistungsbilanzdefizite und ihre Auswirkungen auf den Kapitalmarkt
Hohe Defizite in der Leistungsbilanz sind derzeit insbesondere in Indien und Indonesien, sowie in manchen lateinamerikanischen Staaten, der Türkei und in Südafrika zu beobachten. Auch wenn eine Eskalation im Stile der Asienkriese aus den Jahren 1997/98 unwahrscheinlich anmutet, lassen sich die Auswirkungen auf diese Länder nicht von der Hand weisen. Die Auslandsschulden sind geringer als damals und die Devisenreserven zeigen sich höher, aber eine Entspannung des Kapitalmarktes ist nicht zu erkennen. Emerging Markets Anleihen sollten daher ausschließlich in Hartwährung in Frage kommen, da offenkundige Neuengagements in Aktien derzeit noch nicht aktuell sind. Eine strategische Beimengung von Emerging Markets Aktien ist bei einer Investition aber durchaus eine attraktive Möglichkeit und sollte nicht gänzlich von der Agenda gestrichen werden.
Unvorhersehbarkeit auf den Finanzmärkten
Wie die aktuelle Studie des IWF ("Capital Flows are Fickle: Anytime, Anywhere") aufzeigt, gestalten sich internationale Kapitalflüsse wenig vorhersehbar. Somit scheut das Reh nicht nur, sondern ist unberechenbar und variabel. Eine bessere Abschätzung ist bei Staaten möglich, die besonders gefährdet sind und sich mit hohen Leistungsbilanzdefiziten auf den Kapitalmärkten präsentieren. Da hier eine hohe Abhängigkeit von ausländischem Kapital vorherrscht, wird ein Ausbleiben dieser Zuflüsse oder sogar ein Kapitalabfluss dafür sorgen, dass die Währung geschwächt wird und ein Zinsanstieg in Folge eintritt. Auch Kursrückgänge an den Anleihenmärkten würden in Folge daraus resultieren. Dies würde einen unübersehbaren und deutlich spürbaren Einfluss auf die lokalen Aktienmärkte nehmen.

Leistungsbilanzdefizite und ihre Auswirkungen auf den Kapitalmarkt
Hohe Defizite in der Leistungsbilanz sind derzeit insbesondere in Indien und Indonesien, sowie in manchen lateinamerikanischen Staaten, der Türkei und in Südafrika zu beobachten. Auch wenn eine Eskalation im Stile der Asienkriese aus den Jahren 1997/98 unwahrscheinlich anmutet, lassen sich die Auswirkungen auf diese Länder nicht von der Hand weisen. Die Auslandsschulden sind geringer als damals und die Devisenreserven zeigen sich höher, aber eine Entspannung des Kapitalmarktes ist nicht zu erkennen. Emerging Markets Anleihen sollten daher ausschließlich in Hartwährung in Frage kommen, da offenkundige Neuengagements in Aktien derzeit noch nicht aktuell sind. Eine strategische Beimengung von Emerging Markets Aktien ist bei einer Investition aber durchaus eine attraktive Möglichkeit und sollte nicht gänzlich von der Agenda gestrichen werden.
Mittwoch, 2. Oktober 2013
High-Yield-Fonds - Eine interessante Beimischung für das Portfolio
Erste Stimmen sprechen bereits von einer Rentenblase, dennoch kann man die Anlagekategorie "Renten bzw. Anleihen" nicht vollständig als Anlageinstrument ausblenden. In der Zukunft wird der Auswahlprozess der richtigen Rentenfonds von entscheidender Bedeutung sein. Als eine interessante Anlagekategorie sind die Investmentfonds, welche in den Bereichen Corporate Bonds und dabei insbesondere im Segment der High-Yields anlegen, zu sehen.
Die expansive Finanzpolitik sorgt für eine hohe NachfrageDurch die expansive Finanzpolitik seit der Finanzkrise und gezielte Regulierungen im institutionellen Anlagesegment, wurde eine hohe Nachfrage im Rentenmarkt ausgelöst. Da die Anlagen aus Sicherheitsaspekten verstärkt nachgefragt werden oder nachgefragt werden müssen (z.B. deutsche Lebensversicherer), sind die Renditen von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit Investmentgrade gefallen. Es ist damit zu rechnen, dass diese Nachfrage in den nächsten Jahren nicht stark abnehmen, sondern wenn es nach der amerikanischen und japanischen Notenbank geht, mindestens konstant bleiben, oder gar noch ausgeweitet werden.
High Yield Anleihen haben noch ein interessantes Rendite-Risiko-VerhältnisAlternativ zu Investmentgrade-Anleihen lohnt sich ein Blick auf High Yield Anleihen. Obwohl diese naturgemäß in der Vergangenheit auch eine höhere Volatilität aufwiesen, ist das Rendite-Risiko-Verhältnis weiterhin äußerst interessant. Die Ausfallraten im High Yield Segment lagen Ende 2009 noch bei 11 Prozent, so sind diese bis heute auf ca. 2 Prozent gesunken. Auf einem historischem Durchschnittsniveau bewegen sich die Spreads und liegen damit deutlich über den negativen Realverzinsungen von Anlagekonten.
Auswahl von High-Yield Fonds als interessante AnlagemöglichkeitIn den letzten Jahren haben vor allem Unternehmen aus den Schwellenländern ihre Hausaufgaben gut gemacht. Sie profitieren von guten Wirtschaftsdaten der lokalen Regionen, aber auch von der niedrigen Fremdkapitalverzinsung. Folgende Investmentfonds sind für die Anlage in High Yield Anleihen zu empfehlen:
Sparinvest Emerging Markets Corporate Value BondDer Investmentfonds ist zwar noch nicht so lange am Markt, doch Sparinvest verfügt über eine exzellente und bewährte Expertise im Segment der Corporate Bonds und vor allem im Value-Investment-Ansatz. Das Fondsmanagement hat bei der Titelauswahl bisher eine hervorragende Arbeit geleistet. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern und ein nachhaltiger und erfolgreicher Value Ansatz versprechen auch in Zukunft interessante Anlagemöglichkeiten. Geeignet ist der Investmentfonds als Beimischung für eine wachstumsorientiertes Anlageportfolio.
Weitere Informationen zum Investmentfonds finden Sie hier: mehr ››
Nordea 1- European High Yield Bond FundMit dem Investmentfonds partizipiert das Anlageportfolio an den positiven Wachstumschancen europäischer Unternehmen. Das Fondsmanagement von Nordea versteht es dabei, attraktive Hochzinsanleihen ausfindig zu machen und eine möglich geringe Ausfallquote zu wahren. Geeignet ist der Investmentfonds daher als wachstumsorientierte Beimischung auf der Rentenseite.
Weitere Informationen zum Investmentfonds finden Sie hier: mehr ››
Allianz High Yield Bond Extra 2017
Der Investmentfonds beteiligt sich insbesondere in hochverzinslichen Anleihen aus Europa und den USA. Dabei sollen nur Anleihen erworben werden, deren bestes verfügbares Bonitäts-Rating mindestens der Note B- (in der S&P-Systematik) entspricht. Der Anteil von Schwellenlandanleihen ist dabei auf 20 Prozent begrenzt. Die mittlere Restlaufzeit des Portfolios wird grundsätzlich auf das vorgesehene Laufzeitende am 15. November 2017 ausgerichtet. Der Investmentfonds hebt sich im Gegensatz zu anderen Laufzeitfonds dadurch ab, dass ein Kauf- bzw. Verkauf während der Laufzeit weiterhin möglich ist.
Weitere Informationen zum Investmentfonds finden Sie hier: mehr ››
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Die expansive Finanzpolitik sorgt für eine hohe NachfrageDurch die expansive Finanzpolitik seit der Finanzkrise und gezielte Regulierungen im institutionellen Anlagesegment, wurde eine hohe Nachfrage im Rentenmarkt ausgelöst. Da die Anlagen aus Sicherheitsaspekten verstärkt nachgefragt werden oder nachgefragt werden müssen (z.B. deutsche Lebensversicherer), sind die Renditen von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mit Investmentgrade gefallen. Es ist damit zu rechnen, dass diese Nachfrage in den nächsten Jahren nicht stark abnehmen, sondern wenn es nach der amerikanischen und japanischen Notenbank geht, mindestens konstant bleiben, oder gar noch ausgeweitet werden.
High Yield Anleihen haben noch ein interessantes Rendite-Risiko-VerhältnisAlternativ zu Investmentgrade-Anleihen lohnt sich ein Blick auf High Yield Anleihen. Obwohl diese naturgemäß in der Vergangenheit auch eine höhere Volatilität aufwiesen, ist das Rendite-Risiko-Verhältnis weiterhin äußerst interessant. Die Ausfallraten im High Yield Segment lagen Ende 2009 noch bei 11 Prozent, so sind diese bis heute auf ca. 2 Prozent gesunken. Auf einem historischem Durchschnittsniveau bewegen sich die Spreads und liegen damit deutlich über den negativen Realverzinsungen von Anlagekonten.
Auswahl von High-Yield Fonds als interessante AnlagemöglichkeitIn den letzten Jahren haben vor allem Unternehmen aus den Schwellenländern ihre Hausaufgaben gut gemacht. Sie profitieren von guten Wirtschaftsdaten der lokalen Regionen, aber auch von der niedrigen Fremdkapitalverzinsung. Folgende Investmentfonds sind für die Anlage in High Yield Anleihen zu empfehlen:
Sparinvest Emerging Markets Corporate Value BondDer Investmentfonds ist zwar noch nicht so lange am Markt, doch Sparinvest verfügt über eine exzellente und bewährte Expertise im Segment der Corporate Bonds und vor allem im Value-Investment-Ansatz. Das Fondsmanagement hat bei der Titelauswahl bisher eine hervorragende Arbeit geleistet. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern und ein nachhaltiger und erfolgreicher Value Ansatz versprechen auch in Zukunft interessante Anlagemöglichkeiten. Geeignet ist der Investmentfonds als Beimischung für eine wachstumsorientiertes Anlageportfolio.
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Nordea 1- European High Yield Bond FundMit dem Investmentfonds partizipiert das Anlageportfolio an den positiven Wachstumschancen europäischer Unternehmen. Das Fondsmanagement von Nordea versteht es dabei, attraktive Hochzinsanleihen ausfindig zu machen und eine möglich geringe Ausfallquote zu wahren. Geeignet ist der Investmentfonds daher als wachstumsorientierte Beimischung auf der Rentenseite.
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Allianz High Yield Bond Extra 2017
Der Investmentfonds beteiligt sich insbesondere in hochverzinslichen Anleihen aus Europa und den USA. Dabei sollen nur Anleihen erworben werden, deren bestes verfügbares Bonitäts-Rating mindestens der Note B- (in der S&P-Systematik) entspricht. Der Anteil von Schwellenlandanleihen ist dabei auf 20 Prozent begrenzt. Die mittlere Restlaufzeit des Portfolios wird grundsätzlich auf das vorgesehene Laufzeitende am 15. November 2017 ausgerichtet. Der Investmentfonds hebt sich im Gegensatz zu anderen Laufzeitfonds dadurch ab, dass ein Kauf- bzw. Verkauf während der Laufzeit weiterhin möglich ist.
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Mittwoch, 4. September 2013
Anlagetipps August 2013 – Eine lockere Geldpolitik positiv für Aktienmärkte?
Die Spatzen riefen es bereits von den Dächern, nur Fed-Präsident Bernanke
hüllte sich in Schweigen. Die Geldpolitik in den USA und in Europa wird in den
kommenden Jahren locker bleiben und so für die Finanz- und Aktienmärkte als
positiver Faktor erhalten bleiben. Auch wenn die US Wirtschaft im vergangenen
Quartal an Schwung eingebüßt hat, geht man von einem Aufschwung im kommenden
Quartal aus und sieht positive Tendenzen.
Zukunftsmusik im Wirtschaftswachstum
Für die kommenden eineinhalb Jahre wird der Wirtschaft in der Eurozone eine weiter sinkende Tendenz bescheinigt (Comgest Growth Europe Acc). Im Anschluss soll es aber zu einem wirtschaftlichen Aufschwung kommen, wie sich Kenner der Finanz- und Aktienmärkte äußern. Mit einem Basisinvestment für Industrieländer (DWS Top Dividende), kann man sehr gut daran partizipieren. Investoren die jetzt neu an der Börse agieren möchten, sollten zumindest mit kleinen Beträgen oder einem Sparplan beginnen und nicht erst den Aufschwung der Aktienmärkte im vierten Quartal abwarten. Die Tendenz laut Statistik (siehe Grafik) der letzten 20 Jahre zeigt auf, dass die Sommermonate für die Aktienmärkte eher lau verlaufen, sich zum Jahresende aber wieder mehr Action zeigt und so eine rechtzeitige Investition sinnvoll ist. Es lohnt sich aber, derzeit vor allem die Aktienmärkte der Schwellenländer nur mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn sich die Performance nicht erschreckend zeigt, ist doch eine kleine Schwäche der Aktienmärkte von Schwellenländern zu erkennen (Danske Invest - Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds - South East Asia Fund A). Mit einem monatlichen Sparplan kann man dennoch in den Schwellenländermarkt investieren, um von den gefallenen Kursen und derzeitigen Kursschwankungen zu profitieren. Hier erfolgte eine günstige Bewertung der Aktienmärkte, ohne aber eine Aussicht auf ein wirtschaftliches Wachstum benennen und so auf eine fundamentale Wende verweisen zu können.

Der Aktienmarkt ist derzeit eingepreist
Hohe Anstiege der Rendite sind aktuell nicht zu erwarten. Der US Markt hat nach einem Hoch der Renditen nun einen stabilen Lauf, da die lockere Geldpolitik die Aktienmärkte im US Bereich nun eingepreist hat. Im volkswirtschaftlichen Betrachtungswinkel sind europäische Anleihen (Templeton Global Bond) schwächer als US amerikanische Anleihen, sodass hier kein klarer Aufwärtstrend in der Rendite anzunehmen wäre. Ein Fokus auf die Aktienmärkte der Schwellenländer sollte nicht gänzlich ausgeschlossen werden und eignet sich vor allem für Aktionäre, die in der Laufzeit Geduld haben und so nicht auf eine schnelle und hohe Rendite spekulieren müssen. Selektive Optionen zum Kauf bieten sich derzeit in Schwellenländer Anleihen (Invesco Emerging Market Bond), sowie in Anleihen von Unternehmen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) die aktiv im wirtschaftlichen Wachstum sind und expandieren.
wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.


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Zukunftsmusik im Wirtschaftswachstum
Für die kommenden eineinhalb Jahre wird der Wirtschaft in der Eurozone eine weiter sinkende Tendenz bescheinigt (Comgest Growth Europe Acc). Im Anschluss soll es aber zu einem wirtschaftlichen Aufschwung kommen, wie sich Kenner der Finanz- und Aktienmärkte äußern. Mit einem Basisinvestment für Industrieländer (DWS Top Dividende), kann man sehr gut daran partizipieren. Investoren die jetzt neu an der Börse agieren möchten, sollten zumindest mit kleinen Beträgen oder einem Sparplan beginnen und nicht erst den Aufschwung der Aktienmärkte im vierten Quartal abwarten. Die Tendenz laut Statistik (siehe Grafik) der letzten 20 Jahre zeigt auf, dass die Sommermonate für die Aktienmärkte eher lau verlaufen, sich zum Jahresende aber wieder mehr Action zeigt und so eine rechtzeitige Investition sinnvoll ist. Es lohnt sich aber, derzeit vor allem die Aktienmärkte der Schwellenländer nur mit Vorsicht zu genießen. Auch wenn sich die Performance nicht erschreckend zeigt, ist doch eine kleine Schwäche der Aktienmärkte von Schwellenländern zu erkennen (Danske Invest - Global Emerging Markets Small Cap A oder Fidelity Funds - South East Asia Fund A). Mit einem monatlichen Sparplan kann man dennoch in den Schwellenländermarkt investieren, um von den gefallenen Kursen und derzeitigen Kursschwankungen zu profitieren. Hier erfolgte eine günstige Bewertung der Aktienmärkte, ohne aber eine Aussicht auf ein wirtschaftliches Wachstum benennen und so auf eine fundamentale Wende verweisen zu können.

Der Aktienmarkt ist derzeit eingepreist
Hohe Anstiege der Rendite sind aktuell nicht zu erwarten. Der US Markt hat nach einem Hoch der Renditen nun einen stabilen Lauf, da die lockere Geldpolitik die Aktienmärkte im US Bereich nun eingepreist hat. Im volkswirtschaftlichen Betrachtungswinkel sind europäische Anleihen (Templeton Global Bond) schwächer als US amerikanische Anleihen, sodass hier kein klarer Aufwärtstrend in der Rendite anzunehmen wäre. Ein Fokus auf die Aktienmärkte der Schwellenländer sollte nicht gänzlich ausgeschlossen werden und eignet sich vor allem für Aktionäre, die in der Laufzeit Geduld haben und so nicht auf eine schnelle und hohe Rendite spekulieren müssen. Selektive Optionen zum Kauf bieten sich derzeit in Schwellenländer Anleihen (Invesco Emerging Market Bond), sowie in Anleihen von Unternehmen (DWS Invest Euro Corporate Bonds LC) die aktiv im wirtschaftlichen Wachstum sind und expandieren.
wichtiger Hinweis:
Dieser Bericht dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Informationen sind unverbindlich und stellen weder eine Anlageempfehlung oder sonstige Beratung, ein Angebot oder eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Sie ersetzen kein persönliches Beratungsgespräch. Eine Anlageentscheidung bedarf der individuellen Abstimmung auf die persönlichen Verhältnisse und Bedürfnisse des Anlegers. Die dargestellten Informationen, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung zum Zeitpunkt der Erstellung. Die Daten wurden sorgfältig recherchiert und beruhen auf Quellen, die als zuverlässig gelten. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Daten sowie das Eintreten von Prognosen wird keine Haftung übernommen.
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Sonntag, 1. September 2013
Das deutsche Steuerrecht hat keinen direkten Zugriff auf ausländische Fondsgesellschaften, wodurch es bei ausländischen thesaurierenden Investmentfonds zu einer Doppelbesteuerung kommen kann. Deshalb sollten Sie bei der Fondsauswahl genau prüfen, ob der Investmentfonds auch als ausschüttende Tranche zur Verfügung steht und eher diesem den Vorzug gewähren. Über die ISIN kann man ganz einfach erkennen, ob ein Investmentfonds ausländisch ist oder nicht. Wenn die ISIN nicht mit DE anfängt, handelt es sich um einen ausländischen Investmentfonds. Im „Key Investor Information Document“ (KID) – auf Deutsch „Wesentliche Anlegerinformationen“ erfährt man, ob ein Fonds ausschüttend oder thesaurierend ist.
Kein Steuereinbehalt bei ausländischen InvestmentgesellschaftenDas deutsche Steuerrecht kann ausländischen Investmentgesellschaften keine Verpflichtung zum Steuereinbehalt, bzw. zur Zahlung auferlegen, wodurch der Einbehalt der Abgeltungssteuer auf die ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) an der Quelle unterbleibt. Für den Anleger steht auf der Fondsebene damit zwar der volle Ertrag zur Wiederanlage in den Investmentfonds zur Verfügung, dennoch sind die Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds in Deutschland abgeltungssteuerpflichtig. Am Geschäftsjahresende des Investmentfonds muss der Anleger die ihm zugerechneten ausschüttungsgleichen Erträge selbst in seiner Einkommensteuererklärung angeben und die Steuerschuld (Einkommensteuer bzw. Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) an das Finanzamt abführen.
Bei Veräußerung der Fondsanteile wird die (gesammelte) Steuerschuld einbehaltenBei einem Depot im Inland wird der Steuereinbehalt bei einem ausländischen Investmentfonds auf die laufenden ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Rückgabe des Investmentfondsanteils quasi nachgeholt. Die Besteuerung wird dadurch für das Finanzamt sichergestellt. Es entsteht somit bis zur Auflösung des ausländischen Investmentfonds eine Steuerstundung. Dieser Effekt kann in Einzelfällen sinnvoll sein, wenn man als Anleger z.B. Erträge in die steuerlich günstigere Besteuerung als Rentner verschieben möchte.
Wenn man als Anleger die ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) in seiner Einkommensteuererklärung angegeben und somit versteuert hat, kommt es durch den oben dargestellten Steuereinbehalt bei einem inländischen Depot zu einer Doppelbesteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge. Im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung kann der Anleger dies dann wieder korrigieren, indem er nachweist, dass er die ausschüttungsgleichen Erträge ordnungsgemäß versteuert hat. Die einbehaltene Kapitalertragsteuer wird dann auf seine Steuerschuld angerechnet.
Quellensteuer- und Veranlagungsverfahren bei Depotführung bei einem inländischen Kreditinstitut
Interessante Information zur Besteuerung von Investmentfonds finden Sie auch im Artikel "Investmentfonds und Steuern - Ihre Gebrauchsanweisung"
Kein Steuereinbehalt bei ausländischen InvestmentgesellschaftenDas deutsche Steuerrecht kann ausländischen Investmentgesellschaften keine Verpflichtung zum Steuereinbehalt, bzw. zur Zahlung auferlegen, wodurch der Einbehalt der Abgeltungssteuer auf die ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) an der Quelle unterbleibt. Für den Anleger steht auf der Fondsebene damit zwar der volle Ertrag zur Wiederanlage in den Investmentfonds zur Verfügung, dennoch sind die Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds in Deutschland abgeltungssteuerpflichtig. Am Geschäftsjahresende des Investmentfonds muss der Anleger die ihm zugerechneten ausschüttungsgleichen Erträge selbst in seiner Einkommensteuererklärung angeben und die Steuerschuld (Einkommensteuer bzw. Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) an das Finanzamt abführen.
Bei Veräußerung der Fondsanteile wird die (gesammelte) Steuerschuld einbehaltenBei einem Depot im Inland wird der Steuereinbehalt bei einem ausländischen Investmentfonds auf die laufenden ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) zum Zeitpunkt der Veräußerung oder Rückgabe des Investmentfondsanteils quasi nachgeholt. Die Besteuerung wird dadurch für das Finanzamt sichergestellt. Es entsteht somit bis zur Auflösung des ausländischen Investmentfonds eine Steuerstundung. Dieser Effekt kann in Einzelfällen sinnvoll sein, wenn man als Anleger z.B. Erträge in die steuerlich günstigere Besteuerung als Rentner verschieben möchte.
Wenn man als Anleger die ausschüttungsgleichen Erträge (Thesaurierungen) in seiner Einkommensteuererklärung angegeben und somit versteuert hat, kommt es durch den oben dargestellten Steuereinbehalt bei einem inländischen Depot zu einer Doppelbesteuerung der ausschüttungsgleichen Erträge. Im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung kann der Anleger dies dann wieder korrigieren, indem er nachweist, dass er die ausschüttungsgleichen Erträge ordnungsgemäß versteuert hat. Die einbehaltene Kapitalertragsteuer wird dann auf seine Steuerschuld angerechnet.
Quellensteuer- und Veranlagungsverfahren bei Depotführung bei einem inländischen Kreditinstitut
| Quellensteuerverfahren | Veranlagungsverfahren | |
| Erträgnisausschüttung in- und ausländische Fonds | X | |
| Thesaurierung inländische Fonds | X | |
| Thesaurierung ausländische Fonds | X | |
| Rückgabe/Veräußerung von Fondsanteilen (Zwischengewinn und Veräußerungsgewinn nach deutschen Recht | X | |
| Vergütung zu viel bezahlter Abgeltungssteuer bei einem persönlichen Einkommensteuersatz von unter 25% | X |
Interessante Information zur Besteuerung von Investmentfonds finden Sie auch im Artikel "Investmentfonds und Steuern - Ihre Gebrauchsanweisung"
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